Ergebnisinfos regional und überregional


Von Klaus Nissen
Kommenden Sonntag ist es so weit: Knapp 241 000 Menschen im Wetteraukreis können und sollen ihre Abgeordneten für den neuen Bundestag wählen. Ebenfalls am Sonntag wählen die Menschen in Büdingen, Glauburg und Ranstadt neue Führungskräfte in die Rathäuser. Hier ein Überblick. Bundestagswahl weiterlesenVon Klaus Nissen
Auf dem Parkplatz des Gemeinschaftshauses der Altenstädter Waldsiedlung formierte sich am 20. September 2021 eine Bürgerbewegung. Etwa 200 Menschen schmiedeten dort Pläne, wie das Gewerbeprojekt des Panattoni-Konzerns im Zentrum der Waldsiedlung noch verhindert werden kann. Logistikzentrum weiterlesenVon Bruno Rieb
Für drei Stunden war ich Lebin Weckesser. Eine Radtour an der Weser hatte mich ins Deutsche Auswandererhaus in Bremerhaven geführt. Der Rundgang durch das Museum war ein Erlebnis der besonderen Art, das sich jeder gönnen sollte, der in die Hafenstadt kommt. Landbote auf Tour weiterlesenAnlässlich der kommenden Bundestagswahl am 26. September haben Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler der Ernst-Ludwig-Schule (ELS) am Montag eine Podiumsdiskussion organisiert. Zielgruppe waren dabei die Jahrgangsstufen 11, 12 und 13. Dies geht aus einer Pressemitteilung der Schule hervor.
Von Klaus Nissen
„Ich habe schon gewählt“ – diese Aussage vernimmt wohl jeder, der sich im Bekanntenkreis umhört. Die Briefträger können auch ein Lied davon singen. Und die mit der Abwicklung der Bundestagswahl beauftragten Menschen in den Verwaltungen. Sie empfangen und verwahren schon seit dem 16. August immer mehr bereits ausgefüllte Wahlbriefe. Das zeigt ein Rundruf in die Rathäuser von Büdingen, Nidda, Gedern und Florstadt. Bundestagswahl weiterlesen

Für viele Menschen, die den Schriftsteller Georg Büchner (1813 – 1837) schätzen, ist sein posthum erschienenes Prosafragment „Lenz“ eines seiner absoluten Meisterwerke. Am Donnerstag, den 23. September 2021 (20 Uhr) bringt der Schauspieler Christian Fries wieder den vollständigen Text in einer Solo-Performance auf die tAT-Studiobühne des Gießener Stadttheaters.
Worum geht es in der Erzählung des so früh verstorbenen Autors Büchner, der bekanntlich eine Zeit lang in Gießen gelebt hat, wo er Medizin studierte? Er beschreibt in einer ausdrucksstarken Sprache, wie es dem Schriftsteller Jakob Michael Reinhold Lenz (1751 – 1792) ergeht, dessen seelisches Gleichgewicht immer mehr aus den Fugen gerät. Recherchen-Grundlagen für des Verfasser des „Hessischen Landboten“ waren außer einigen Briefen von Lenz auch Aufzeichnungen des Pfarrers Johann Friedrich Oberlin. An einer Stelle eingangs seines Textes schreibt Büchner über den herumirrenden Lenz: „Müdigkeit spürte er keine, nur war es ihm manchmal unangenehm, dass er nicht auf dem Kopf gehen konnte.“
In der Vorankündigung der Presseabteilung des Stadttheaters heißt es über den Seelenzustand von Jakob Lenz, der sich Januar 1778 für kurze Zeit in den Vogesen aufhielt: „Er stürzt sich nachts ins kalte Brunnenwasser, fügt sich selbst Verletzungen zu und erliegt religiösen Wahnvorstellungen.“ Für den Schauspieler Fries ergibt sich also die schwierige Aufgabe, sich in die dunkle Welt von Lenz hineinzuversetzen und seine Situation darzustellen. Was Lenz alles hinter sich hat, erklärt möglicherweise seinen schlimmen Zustand: „Der Ballast einer düster-religiösen Ideenwelt, ein autoritärer Vater, Zerwürfnisse mit Künstlerfreunden (darunter Goethe), erotische Nöte, und immer wieder kommunikatives Scheitern und Einsamkeit – alles zusammen bildet den Schatten, der über dieser ‚gefährdeten Existenz‘ liegt,“ fasst die Presseabteilung des Stadttheaters Erlebnisse des schwer kranken Autors zusammen.

Nachfolgend noch einige Daten über den Schauspieler Fries: Von 2005 bis 2011 war er festes Ensemblemitglied des Stadttheaters Gießen, spielte u.a. Danton in Büchners DANTONS TOD oder die Hauptrolle in Peter Handkes IMMER NOCH STURM. In der taT-studiobühne inszenierte er zuletzt DIE VERWANDLUNG und KÖNIG UBU.
Er studierte nach einem Klavierstudium an der Musikhochschule Düsseldorf an der Hochschule der Künste in Berlin Schauspiel. Sein erstes Engagement führte ihn ans Burgtheater Wien (1988-91), anschließend arbeitete er als Schauspieler, Musiker und (seit 1991) auch als Regisseur an deutschen Stadttheatern (Münster, Konstanz, Mainz) sowie in der freien Szene. Für seine Inszenierung KAFKA: DER BAU erhielt er den Förderpreis des Festivals Theaterzwang 2002. Christian Fries ist auch Autor, veröffentlichte 2009 den Erzählungsband VATER GIBT SEINEN WEINHANDEL AUF und wurde 2010 zum Bachmann-Wettbewerb nach Klagenfurt eingeladen.
„Lenz“ mit Christian Fries ist außerdem noch mal am 30. Oktober 2021 (20 Uhr) auf der taT-studiobühne zu sehen. Infos über den Ticketverkauf gibt es unter: www.stadttheater-giessen.de
Von Jörg-Peter Schmidt
