Hin und Weg

Jam-Session im „Wohnzimmer“

Freitag, 12. August, 19 Uhr, „Wohnzimmer“, Kulturcafé Daubringen, Friedhofstraße 11, Staufenberg-Daubringen (Kreis Gießen).

Alle, die Lust haben mit anderen zusammen Musik zu machen, sind zur Jam-Session ins „Wohnzimmer“, wie das Kulturcafé Daubringen jetzt heißt, herzlich eingeladen. Dies teilt „Im-Puls“ (Kulturpolitischer Arbeitskreis Staufenberg) mit. Man kann Instrumente mitbringen und Constantin Pukownick, der die Jam-Session in die Hand nimmt, bringt auch diverse Instrumente zum Ausprobieren mit. „Und wenn’s gut läuft, dann machen wir regelmäßig Jam-Sessions im Wohnzimmer“, schreibt Lothar Schreyeck („Im-Puls“).

Naturspaziergang mit dem Naturschutzfonds

Samstag, 13. August, 10 bis 12 Uhr. Treffpunkt: Beobachtungshütte Mähried von Staden, Florstadt (Beobachtungshütte auf halbem Weg zwischen Staden Sauerbrunnen und Beobachtungshütte mit Blick auf Kiebitzzaun Reichelsheim). Anmeldungen online auf vhs-wetterau.de, Kursnummer: WA100307G1. Die Veranstaltung ist kostenfrei.

Die Wetterau ist geprägt von weitläufigen Auen- und Feuchtgebieten, die unter besonderem Schutz stehen. Sie dienen als Brut-, Rast- und Überwinterungsgebiet für viele heimische und selten gewordene Vogelarten. Neben artenreichen Feuchtwiesen finden sich hier auch seltene Salzstellen und magere Pfeifengraswiesen (Foto: Naturschtzfonds Wetterau). In einem gemeinsamen Naturspaziergang stellt der Naturschutzfonds Wetterau e.V. zusammen mit Udo Seum, Arbeitskreisleiter Wetteraukreis der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON), die wertvollen Lebensräume im Schutzgebiet Mähried bei Staden vor. Es werden die heimischen Pflanzenarten und Gesellschaften, die Ziele des Naturschutzes und Maßnahmen zur Erhaltung vorgestellt. Zudem wird ein besonderer Fokus auf die vorkommenden Wiesenbrüter gelegt. An mehreren Stationen erfahren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer so, welche Arten hier vorkommen, welche Bedürfnisse sie haben und wie ein effektiver Schutz Hand in Hand mit der Landwirtschaft funktionieren kann.

Stollenführung in Wetzlar

Samstag, 13. August, 10.30 Uhr, Treffpunkt: Jägerdenkmal, Hausertorstraße, Wetzlar. Die Führung ist für Kinder ab 14 Jahren, in Begleitung von Erwachsenen geeignet. Karten: 7 Euro, ermäßigt: 3,50 Euro, in der Tourist-Information, Domplatz 8, Wetzlar, Telefon: 06441 99-7755, E-Mail: tourist-info@wetzlar.de, sowie bei Vorverkaufsstellen und online im Ticketshop wetzlar-tourismus.de . Anmeldung erforderlich .

Der Hausertorstollen ist nur im Rahmen eines geführten Rundgangs zu besichtigen, schreibt die Pressestelle der „Tourist-Information“ Wetzlar. In der Zeit des Zweiten Weltkrieges verlagerten verschiedene Wetzlarer Industriebetriebe ihre Produktion Untertage, um trotz Bombenalarms oder Bombardierung der Stadt durch die Alliierten ihr Unternehmen weiterführen zu können. Doch der Stollen bot auch Wetzlarer Bürgern Schutz vor Luftangriffen. Durch diese unterirdischen Gänge führt Stadtführer Dieter Kositschik. (Foto: Dominik Ketz)

Sternwanderung zum Naturfreundehaus Glauberg

Samstag, 13. August, 9 Uhr Bushaltestelle am Südbahnhof, 10 Uhr, Bushaltestelle am Südbahnhof, 10.30 Uhr Büchereibrücke Bad Vilbel, Information und Anmeldung unter wandern@naturfreunde-bv.de und rad@naturfreunde-bv.de .

Die Naturfreunde Bad Vilbel feiern Jubiläum. Sei 100 Jahren sind sie „Engagiert unterwegs“. Aus diesem Anlass haben die vier Wanderleiterinnen der Ortsgruppe Sternwanderungen zum Jubiläumstreffen am Naturfreundehaus Glauberg ausgearbeitet. Von vier Bahnhöfen der Regionalbahn „Stockheimer Lieschens“ geht es zum Naturfreundehaus auf dem Glauberg. Dort gibt es Stärkung und Getränke für die Wandergruppen. Zwei Wanderungen starten um 9 Uhr an der Bushaltestelle am Südbahnhof. Sie führen von den Bahnhöfen Hoechst-Altenstadt oder Lindheim zum Glauberg. Die nächsten zwei Wanderungen starten dann um 10.00 Uhr. Sie führen von den Bahnhöfen Altenstadt oder Stockheim zum Glauberg. Die Strecken sind zwischen 13 und 10 Kilometer lang. Um 10.30 Uhr startet die Radtour zum Glauberg. Treffpunkt ist wie immer an der Büchereibrücke. Die Strecke beträgt 75 Kilometer.

Orgelprofessor mit Staatsoper Sopranistin

Sonntag, 14. August, 17 Uhr, Ev. Kirche, Nieder-Moos (Vogelsberg. Eintritt: 18 bis 33 Euro, Karten an der Abendkasse, online nieder-mooser-konzertsommer.de per E-Mail info@nieder-mooser-konzertsommer.de. Ticket-Hotline: 0180 60 50 400 (ADticket, 20 Cent/Min.) Kartenbüro: nur freitags 9 bis 12 Uhr unter 06644/7733.

Die Nieder-Mooser Orgel steht ganz im Mittelpunkt des Konzertes. Prof. Edgar Krapp aus München hat mit der Münchner Sopranistin Katja Steger ein abwechslungsreiches Programm zusammengestellt das den 250. Geburtstag von Beethoven nachfeiert. Das von Krapp ausgearbeitete Programm bietet speziell auf die Nieder-Mooser Orgel abgestimmte Meisterwerke von Händel, Bach, Mozart, Schubert, Mendelssohn und anderen. Ein besonderer Akzent liegt auf drei Liedern von Ludwig v. Beethoven und einer Orgelbearbeitung seiner bekannten Violinen-Romanze G-Dur. Im August des Jahres 1791 übergab der Orgelbauer Johannes-Markus Oestreich aus Ober-Bimbach bei Fulda voller Stolz sein bisher größtes Orgelwerk an die ev. Kirchengemeinde des kleinen Vogelsbergortes Nieder-Moos am See. Das Orgelwerk erklingt auch heute noch nach mehr als 225 Jahren so, als wäre der Erbauer gerade erst nach vollbrachter Fertigstellung gegangen. Prof. Edgar Krapp zählt seit vielen Jahren zu den bedeutendsten Organisten Deutschlands und gilt als der Meister seines Faches. Er ist Träger des Frankfurter Musikpreises und des E.T.A. Hoffmann-Preises der Stadt Bamberg und darüber hinaus Mitglied der Neuen Bachgesellschaft Leipzig und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Katja Stuber in Roding in der Oberpfalz geboren, studierte an der Hochschule für Musik und Theater München und schloss ihr Studium 2008 mit Auszeichnung ab. Sie war Sopranistin als Ensemblemitglied im Staatstheater am Gärtnerplatz und Ensemblemitglied im Staatstheater Darmstadt und währenddessen als Gast in den Staatstheatern Wiesbaden und Bonn zu hören. Im Sommer 2011 feierte ihr Debüt bei den 100. Bayreuther Festspielen, im Sommer 2013 war sie zum ersten Mal bei den Salzburger Festspielen zu Gast. Als Konzert-Solistin musiziert Katja Stuber mit Orchestern wie dem Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks, dem Münchner Rundfunkorchester, den Münchener Symphonikern, dem Bach-Collegium München und den Stuttgarter Philharmonikern, dem Gewandhausorchester Leipzig, dem Royal Concertgebouw Orchestra und dem Swedish Radio Symphony Orchestra.

Exkursion zu Insekten-Lebensräumen

Sonntag, 14. August, 10 Uhr, Bahnübergang zwischen Bellersheim und Trais-Horloff an der L 3131.

Eine Vielzahl der heimischen Insektenarten, angefangen vom Hirschkäfer, dem Schwalbenschwanz, zirpenden Grillen und Heupferden, farbenprächtigen Wildbienen und Hummeln sowie viele andere Unkannte, sind tatsächlich gefährdet. Und dies kann, neben der deutlich geringeren Windschutzscheiben-Verkleisterung in den letzten Jahren, auch in der offenen Kulturlandschaft beobachtet werden. Dies betrifft massiv die ökologische Stabilität von zoologischen Lebensgemeinschaften und Räuber-Beute-Beziehungen. Hierzu veranstalten die Nabu-Gruppen Horlofftal und Lich eine Exkursion zu vielfältigen „Insekten-Lebensräumen in der offenen Kulturlandschaft“ unter der Leitung des Biologen Ernst Brockmann.

Ralf Olbrich solo in der Kulturhalle

Sonntag, 14. August, 14.45 Uhr, Sommergarten der Kulturhalle Stockheim. Eintritt frei, für die Künstler wird wie immer der „Hut durch die Reihen gehen“. Anmeldung unter kulturhalle-stockheim.de ist ratsam, da nur eine begrenzte Anzahl an Sitzplätzen zur Verfügung steht.

Ralf Olbrich (Vocals, Gitarre, Ukulele, Sopran-Sax. Saxillo & Looper) von E3 gastiert solo auf der Aussenbühne der Kulturhalle Stockheim. Der Allrounder ist seit über 20 Jahren im Rhein Main Gebiet, aber auch deutschlandweit unterwegs. Eine tolle Stimme mit viel Wärme, Gitarrenspiel auf höchstem Niveau, die Ukulele, das Sopran-Saxophon und sein selbst entwickeltes Saxillophon sind auch am Start. Auf dem Boden eine Loopstation und diverse Sound-Effekte mit denen Ralf Olbrich echt zaubern kann. Ne Menge Zeug für eine Person, aber das alles wird ganz geschmackvoll mit tollen Songs aus den letzten Jahrzehnten und eigenen Songs verbunden. „Flammkuchen Lutz“ aus Stammheim bietet ab 12.30 Uhr an seinem Foodtruck neben den Klassikern auch den „Oberhessischen Flammkuchen“ sowie den „Kulturhallen Flammkuchen“ und Belgische Waffeln an.

Führung „Jüdisches Leben in der Wetterau heute“

Mittwoch, 17. August 2022, 17.30 Uhr, Synagoge, Karlstraße 34, Bad Nauheim, 19 Uhr, Wetterau-Museum, Haagstraße 16, Friedberg. Eintritt zur Führung durch die Bad Nauheimer Synagoge frei, Führung im Wetterau-Museum Museumseintritt 4 Euro, ermäßigt 2 Euro, Familienkarte 8 Euro.

Im Begleitprogramm zur Ausstellung „Jüdisches Leben in der Wetterau heute“ im Wetterau-Museum Friedberg werden zwei Führungen angeboten, die jede für sich oder auch in der Kombination besucht werden können. Die Jüdische Gemeinde Bad Nauheim lädt zu einer Führung durch die Bad Nauheimer Synagoge mit dem Vorsitzenden Manfred de Vries, ein und das das Wetterau-Museum zu einer Führung durch die Ausstellung, in der Museumsleiter Johannes Kögler und Manfred de Vries in das Thema einführen. Als Beitrag zum Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ 2021/22 richtet die Ausstellung mit Fotografien und Objekten den Blick auf das jüdische Leben in der Wetterau heute. Sie gibt Antworten auf Fragen wie: Wo artikuliert sich jüdisches Leben, wo wird es sichtbar, wo steht es in der heutigen Gesellschaft? Der zentrale Ort für neues jüdischen Leben in der Wetterau ist heute die Jüdische Gemeinde Bad Nauheim mit der 1927–29 erbauten Synagoge, in der unmittelbar nach der Befreiung 1945 schon wieder Gottesdienste stattfanden.

Wildpflanzen-Exkursion in Bad Vilbel

Samstag, 20. August, 14 Uhr, Sonntag, 21. August, 10 Uhr. Treffpunkt ist jeweils am Parkplatz am Ende des Erzwegs in Bad Vilbel. Anmeldung unter botanik@naturfreunde-bv.de erforderlich. Bitte den gewünschten Termin nennen. Die Teilnahme ist kostenfrei, Spenden für die Naturfreunde sind willkommen.

Ob es gefährlich wird bei der nächsten Wildpflanzen-Exkursion der Naturfreunde Bad Vilbel ist nicht bekannt. Hauhechel, Teufelsabbiss, Witwenblume und weitere Pflanzen mit eigentümlichen Namen werden bei dieser Tour zu entdecken sein. Die Gesamtstrecke beträgt jeweils etwa 3,5 Kilometer und dauert etwa 2,5 Stunden. Da die Strecke zum Teil über unbefestigte Wege führt, wird geeignetes Schuhwerk empfohlen.

Junger Hornist plus Kammerorchester

Sonntag, 21 August, 17 Uhr, Ev. Kirche, Nieder-Moos (Vogelsberg. Eintritt: 18 bis 33 Euro, Karten an der Abendkasse, online nieder-mooser-konzertsommer.de per E-Mail info@nieder-mooser-konzertsommer.de. Ticket-Hotline: 0180 60 50 400 (ADticket, 20 Cent/Min.) Kartenbüro: nur freitags 9 bis 12 Uhr unter 06644/7733.

Der junge Hornist Felix Klieser (Foto rechts) und kommt am zum Nieder-Mooser Konzertsommer. Die Russische Kammerphilharmonie St. Petersburg (Foto unten) unter Leitung von Juli Gilbo begleitet den Ausnahmekünstler bei Wolfgang Amadeus Mozarts Hornkonzert Nr. 2 Es-Dur KV 417 und Hornkonzert Nr. 4 Es-Dur KV 495. Es ist ein Friedenskonzert dessen Reingewinn an die Opfer des Krieges in der Ukraine geht, teilen die Veranstalter mit. Für den 1991 geborenen Felix Klieser stand schon als Vierjähriger fest, dass er unbedingt Horn spielen wollte, obwohl er keine Arme hat. Er war jüngster Hornspieler aller Zeiten an der Musikschule Göttingen, dann mit 13 Jahren Jungstudent an der Hannoveraner Hochschule, Hornist im Bundesjugendorchester und auf Tournee mit Popstar Sting, „Life Award“-Preisträger und Bundessieger bei „Jugend musiziert“. Er wurde 2014 mit dem „Echo Klassik“ als Nachwuchskünstler des Jahres sowie den mit 10.000 Euro dotierten Musikpreis des Verbandes der Deutschen Konzertdirektionen ausgezeichnet und im Sommer 2016 mit dem Leonard-Bernstein-Award des Schleswig-Holstein Musikfestivals. und reiht sich damit in eine Schar sehr berühmter Preisträger ein. „Das Horn ist eines der farblich vielseitigsten Instrumente, mit dem sich wunderbar Emotionen wecken lassen“, schwärmt der junge Mann von seinem Modell 103 aus der Mainzer Instrumentenfabrik der Gebrüder Alexander. Vermag doch diese mehrere Meter lange, gewickelte Rohr sowohl zu singen als auch zu schmettern, seine Farben mit den Lagen und Lautstärken zu wechseln wie kein zweites Instrument mit solchem Klangfarbenspektrum.

Die Russische Kammerphilharmonie St. Petersburg wurde 1990 von Absolventen des renommierten und traditionsreichen St. Petersburger Staatskonservatoriums gegründet. Seit nunmehr 22 Jahren hat das Orchester seinen Sitz in Deutschland. Die Mitglieder des inzwischen international besetzten Klangkörpers kommen teilweise aus der Ukraine und nicht nur aus ganz Europa, sondern auch aus Südamerika, Asien, Australien sowie aus Israel und aus der Türkei. Juri Gilbo, seit nunmehr 25 Jahren Künstlerischer Leiter und Chefdirigent des Orchesters, hat es zu einem internationalen Spitzenorchester geformt. Am Sonntag spielen sie Joseph Haydns Sinfonie Nr. 49 und Werke von Karl Jenkins und anderen.

Wanderung im Spessart

Sonntag, 21. August, 9.30 Uhr, Treffpunkt: Südbahnhof Bad Vilbel. Um Anmeldung wird gebeten unter wandern@naturfreunde-bv.de Die Teilnahme ist kostenfrei, Spenden für die Naturfreunde sind willkommen.

Vom Naturfreundehaus Günthersmühle bei Biebergemünd führt die Wanderung auf dem Natura Trail durch das Biebertal zum Feuchtgebiet Eschenkar. Hier wurde vor Jahren begonnen eine Fichtenschonung wieder in ein Moor umzuwandeln. Ein Rundweg auf Holzbohlen gewährt Einblicke in das Biotop. Die Kelten dürfen natürlich auch nicht fehlen. Auf der Erhebung Alteburg gibt es eine keltische Ringwallanlage mit zwei Toren zu sehen. Zum Abschluss ist eine Einkehr am Naturfreundehaus vorgesehen. Treffpunkt ist am Südbahnhof in Bad Vilbel. Dort werden Fahrgemeinschaften gebildet. Die Strecke beträgt etwa 12 Kilometer mit leichter Steigung.

Ausstellung: „Wo gibt’s denn hier Vulkane?“

bis September, Landratsamt, Berliner Straße 31, in Büdingen. Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 7.30 bis 16 Uhr, Freitag 7.30 bis 12.30 Uhr.

Im Landratsamt Büdingen kann man sich auf eine fotografische Spurensuche der vulkanischen Vergangenheit der Region begeben. Die Ausstellung „Wo gibt’s denn hier Vulkane?“ zeigt in 30 Bildern Orte der Region, an denen die vulkanische Vergangenheit des Vogelsberges heute noch erkennbar ist. Es sind Felsen, ehemalige und noch aktive Steinbrüche, eine kleine Baugrube und ein historischer Keller. Obwohl die aktive Phase der Vulkane schon viele Millionen Jahre zurück liegt, verdeutlichen diese Geotope bis heute die unterschiedlichsten Aspekte des Vulkanismus. Der Untertitel der Ausstellung lautet „Spurensuche im Vogelsberg“. Dass damit nicht (nur) der heutige Vogelsbergkreis gemeint ist, macht gerade der Standort in Büdingen deutlich: Zwar steht hier schon großflächig der Buntsandstein des Büdinger Waldes an, dieser ist aber immer wieder von Schloten durchbrochen, die auf den

Eröffneten gemeinsam die Ausstellung (von links): Andreas Rüb, Karl Rudi (beide DVG), Büdingens Bürgermeister Benjamin Harris, Lothar Keil (Sandrosenmuseum Büdingen) und Landrat Jan Weckler. (Foto: Wetteraukreis)

Vogelsbergvulkanismus zurückgehen. Ein besonders schönes Beispiel ist der „Wilde Stein“ unweit des Landratsamtes in Büdingen. „Spurensuche“ soll auch deutlich machen, dass es nicht immer einfach ist, sich die Zeugnisse der Erdgeschichte zu erschließen: Seit über zehn Jahren sind die Mitglieder der Sektion Vogelsberg der Deutschen Vulkanologischen Gesellschaft (DVG) „in Sachen Vulkane“ unterwegs. Sie stellen fest, dass der gegenseitige Austausch auf gemeinsamen Exkursionen wichtig ist. So sind nebenbei auch viele Fotos auf ihren Touren entstanden, die zum Teil auch bekannte Orte aus ungewöhnlichen Perspektiven zeigen. „Einen kleinen Teil der besuchten Orte haben die Mitglieder nun großformatig auf Leinwand drucken lassen. Keines dieser Bilder wurde in größerem Umfang nachbearbeitet, so liefern sie authentische Blicke auf und in den Vogelsberg“, so Landrat Weckler. Wer wissen möchte, welche Orte auf den Bildern zu sehen sind und was genau man dort erkennen kann, der findet in der Ausstellung mehrere Exemplare des Begleitheftes, in dem jedes Bild erläutert ist. Zusammengestellt wurden die Bilder in verschiedenen „Kapiteln“ zu Lavaströmen, Schloten und verschiedenen Arten explosiver Ausbrüche von Vulkanen. Beschreibungen und Bilder aus heute noch aktiven Vulkangebieten leiten jedes Kapitel ein, so dass sich im Folgenden Vergleiche mit dem Vogelsberg ziehen lassen.

Gießen und der Nationalsozialismus

Donnerstag, 1. September, 18 Uhr, Oberhessisches Museum, Altes Schloss Netanya-Saal, Brandplatz 2, Gießen.

Peer Morten Pröve stellt die Ergebnisse seiner Forschungsarbeit zur Vertreibung der jüdischen Geschäftsleute in Gießen vor, kündigt die Pressestelle der Stadt Gießen an. Der Referent gibt einen kurzen Einblick in die Situation der jüdischen Bevölkerung Gießens am Anfang des 20. Jahrhunderts und in die Geschichte der Stadt im Nationalsozialismus. Am Beispiel des Schuhhandels beleuchtet der Vortrag die schrittweise Verdrängung der jüdischen Eigentümer*innen von Geschäften zugunsten von „Nichtjuden“ im Sinne der nationalsozialistischen Rassentheorie. Dies bedeutete in der Regel die Vernichtung der wirtschaftlichen Existenz von Jüdinnen und Juden und wird heute als „Raub“ eingeordnet. Im Vortrag soll zudem ein Blick auf die (Nicht-)Wiedergutmachung und die (Nicht-)Aufarbeitung geworfen werden. (Foto: Seltersweg vom Selterstor aus gesehen, 1933, Stadtarchiv Gießen, Foto- und Bildersammlung Nr. 2101.)

Rollenspiel im Echzeller Wald

Samstag, 3. September, Echzeller Wald. Anmeldung bei der Fachstelle Jugendarbeit des Wetteraukreises, Telefon: 06031 83-3317, Fax: 06031 83-913317, E-Mail: christoph.brandt@wetteraukreis.de. Teilnehmen können Jungen im Alter von zwölf bis 16 Jahre.

LARP steht für Live-Action-Roleplay, bei dem die Teilnehmer ihre Spielfigur selbst körperlich darstellen. Beim „LARP“ können Jugendliche in eine völlig neue Rolle schlüpfen und sich den Aufgaben einer Fantasiewelt stellen. „Das gemeinsame Projekt von Wetteraukreis und kommunalen Jugendpflegen im Bereich Jungenarbeit vermittelt Spielspaß und fördert kreatives Denken in der Gruppe“, verspricht der Wetteraukreis in einer Pressemiteilung. Mit dieser Geschichte beginnt alles: Ein düsterer Schleier legt sich über das Land, der Schattenwald ist zu einem Ort ungeahnter Gefahren verkommen. Es heißt, ein dunkler Herrscher verstecke sich im Wald. Wie es der Lauf der Dinge jedoch will, flackert noch ein zartes Licht der Hoffnung. Die mutigsten und geschicktesten Beschützer der Umgebung werden um Hilfe gebeten. Die Tapferkeit der unerschrockenen Bande steht bei der Verteidigung des Wetterauenlandes auf einer nie zuvor erlebten Probe. Jungen, die gerne Teil der Geschichte sein und als einer der Helden die Geheimnisse des Wetterauenlandes entdecken möchten, sind eingeladen an dem Live-Rollenspiel teilzunehmen. Erfahrung im Rollenspiel ist nicht nötig, wohl aber feste Schuhe. Tuniken und Schwerter werden gestellt.

Ausstellung mit Werken von Stefan Rohrer

bis 10. September, Jakobshallen der Galerie Scheffel, Dorotheenstr. 5, 61348 Bad Homburg v.d.Höhe. Öffnungszeiten:mittwochs bis freitags 14-19 Uhr, samstags 11-15 Uhr. Eintritt frei

Die neue Ausstellung in den Jakobshallen der Galerie Scheffel vereint rund 30 der unverwechselbaren plastischen Werke und Papierarbeiten von Stefan Rohrer. Der Küstler versteht seine raumgreifenden Boden- und Wandplastiken als „dreidimensionale Comiczeichnungen“. Kühne Schwünge, ausdrucksstarke Farben und hintergründiger Humor rund um den Mythos Automobil sind sein Markenzeichen. Während das Ausgangsmaterial für seine großen frei stehenden Werke ausrangierte Autos und Motorroller sind, entwickelt er seine plastischen Wandarbeiten aus Modellautos. Mit handwerklicher Präzision und Finesse verfremdet er die Grundform der Fahrzeuge, zerlegt, dehnt, streckt, verformt und erweitert er sie zu eigenständigen künstlerischen Objekten, die in eleganten Pirouetten oder schwindelnden Strudeln

beide Seiten automobiler Geschwindigkeit zugleich veranschaulichen: Temporausch und Kontrollverlust. „Meine Arbeiten vereinen Bewegung und Erstarrung, Realität und Täuschung, Spiel und Ernst“, sagt Rohrer. Wie in einem einzigen Moment eingefroren, zeichnen seine Werke Bewegungsabläufe im Raum nach und fassen sie in ein Bild zum Stillstand gekommener Dynamik. In den Jakobshallen visualisiert die eigens für die Ausstellung entworfene Arbeit mit dem anspielungsreichen Titel „Entzwei 2“ das typisch schaukelnde Fahrverhalten einer „Ente“, eines Citroën 2CV. In hohem Bogen spuckt sie beim abrupten Halt ihr Innenleben durch den aus Kotflügeln und Motorhaube geformten und in die Länge gezogenen Entenschnabel aus: Lenkrad und Sitze werden durch die Fliehkraft nach oben katapultiert. Und auch Scheinwerfer, Vorderräder und Motor des mit abgehobenem Hinterteil im Schwung erstarrten Gefährts folgen der weiten
Kurve der Bewegungslinie.

Internetzeitung für Rhein-Main und Mittelhessen

%d Bloggern gefällt das: