Hin und Weg

Josef Krahforst stellt aus

bis 5. November, Führungen am 23. Oktober, jeweils 16 Uhr, Kreisvolkshochschule Gießen. Anmeldung per E-Mail an kvhs.giessen@lkgi.de

„Farbmeldungen – Bilder einer Auszeit“ lautet das Thema der ersten Ausstellung des oberhessischen Künstlers Josef Krahforst seit Beginn der Corona-Pandemie. Derzeit schmücken insgesamt 53 Bilder die sanierten und modernisierten Räume der VHS. Neben Landschafts- und Naturbildern sind dort auch neue Werke ausgestellt, die musikalische Szenerien einfangen, unter anderem in Anlehnung an Bob Dylan oder Neil Young. Die VHS bietet darüber hinaus den ausstellungsbegleitenden Kurs „Von der Schnellskizze zum Bild“ an, in dem die Teilnehmenden an einem Wochenende unter Anleitung von Josef Krahforst lernen können, wie aus einer Schnellskizze ein Acrylgemälde entstehen kann. Hierbei liegt der Schwerpunkt auf der Malerei. Außerdem trifft der Laubacher Künstler in einer Abendveranstaltung am 29. Oktober um 19 Uhr auf den Staufenberger Philosoph, Sprecher und Sänger Sven Görtz. In einer Talk-Runde werden sie sich über das Thema „Von Malerei, Musik und Philosophie“ austauschen und überlegen, was Musik mit Landschaftsbildern zu tun hat und wie Texte und Bilder wirken.

„Bookpink“ in der taT-Studiobühne

Donnerstag, 21. Oktober, 20 Uhr, taT-Studiobühne, Ostanlage 43, Gießen. Ticketpreis: 14,50 Euro. Infos und Tickets unter www.stadttheater-giessen.de . Weitere Vorstellungen:6.11., 7.11., 21.11., 11.12., 1.1.

Für Caren Jeß ist die Welt der Vögel der Welt der Menschen zum Verwechseln ähnlich. Davon handelt ihr erstes Theaterstück: „Bookpink“ erzählt in sieben phantasievollen Vogeldramoletten von den großen Themen unseres Zusammenlebens. Die Deutsche Erstaufführung findet jetzt statt, kündigt die Presseabteilung des Stadttheaters an. Da will sich ein Dreckspfau zu Höherem aufschwingen, wird aber durch rotzfreche Äußerungen des Spatzes in die Unterschicht zurückgestoßen. Da sind es zwei Flamingos leid, sich ewig im Kreis zu drehen und werden zu AusbrecherkönigInnen. Da möchte eine männliche Sumpfmeise nicht auf seine Schönheit reduziert werden. Da träumt eine Taube im Müll von barocker Zügellosigkeit. „Bookpink“ ist ein kleines Stück Welttheater im Federkleid, das für Vielfalt plädiert – und für viele schräge Vögel. Melancholisch gefärbt, mit schrägem Humor durchwebt, zeigt Regisseurin Nora Bussenius Einblicke in unterschiedliche Leben, denen sie ihr jeweiliges Geheimnis belässt. So können bei jedem Zusehenden andere Assoziationen anklingen, Selbsterkenntnisse nicht ausgeschlossen. Ausstatterin Christin Vahl schafft eine wandelbare Bühne Ihre Kostüme arbeiten mit einer Überhöhung der Figuren, kreieren sich verwandelnde Mischwesen, die immer zeigen, dass die Vögel als Beispiel für die Menschen stehen. Eine tragende Säule des Theaterabends ist die Musik von Daniel Dorsch, die das Stück atmosphärisch unterfüttert. Die Schauspieler Roman Kurtz, Magnus Pflüger und Pascal Thomas schlüpfen in sämtliche Federkleider und Menschenhäute, als weibliche Gegenperspektive führt die Stimme von Judith van der Werff durch die sieben Dramolette.

Das Comeback der Schmachtigallen

Donnerstag, 21. Oktober, 19.30 Uhr, Stadttheater Gießen. Tickets: 16, 20,50 und 24,50 Euro (sichtbehindert: 7,50 Euro). Weitere Vorstellungen: 6.11., 7.11., 21.11., 11.12., 1.1.

Die „Schmachtigallen“ singen wieder: Wie es dem beliebten Sängerquartett gelingt, mit Stimmkraft und starken Nerven selbst metaphysische Rätsel zu lösen, erzählt die musikalische Gruselkomödie „DasVermächtnis“. Das gespenstische Schloss im schottischen Hochmoor ist den  „Schmachtigallen“ nur allzu gut vertraut. Nun findet sich das Gesangsquartett erneut dort ein: als überraschende Erben der düsteren Immobilie; zusammen mit dem blindstummtauben Pianisten Klaus, der ebenfalls zur Erbmasse gehört. Und mit einer seltsam unbekümmerten Angehörigen der verblichenen Schlossherrin. Doch welche Geheimnisse verbergen die farblosen Flure? Ist alles wirklich real? So müssen die vier Sänger Roland Furch, Severin Geissler, Jan Hoffmann und Martin Ludwig mit Schauspiel-Kollegin Marie-Louise Gutteck erfahren, dass es mehr Dinge zwischen Himmel und Erde gibt, als sie sich träumen ließen … Regisseur Wolfgang Hofmann kombiniert augenzwinkernd Fundstücke aus der Kiste mit den Gruselklischees zu einer unterhaltsamen Geschichte über Freundschaft, Geheimnisse sowie alte und neue Lebensträume. Noch größer als zuvor ist die musikalische Reichweite, aus der die vier Sänger schöpfen, vom Renaissance-Madrigal über nordische Volkslieder bis zu Pop-Evergreens. Der a-cappella-Ensembleklang wird wie immer unterstützt durch die Schmachtigallen-Band mit Andreas Sommer (Klavier), Stefan Schneider (Bass/Gitarre) und Simon Zimbardo (Schlagzeug). Wer Lust hat, mit den Herren in der Weihnachtszeit einen gemeinsamen Abend zu verbringen, hat dazu Gelegenheit am Mittwoch, den 22. Dezember 2021 (19.30 Uhr), kündigt die Pressestelle des Stadttheaters an. (Foto-Copyright: Daniel Regel).

Raumfahrtprogramm der Stadtbibliothek Gießen

Samstag, 23. Oktober, 18 Uhr, Berliner Platz, ab 19. 30 Uhr in der Stadtbibliothek im Rathaus, Gießen.

Seit April 2021 fliegt die Stadtbibliothek gemeinsam mit ihren Partnern Zellkultur – Büro für angewandte Kultur und Bildung und Literarisches Zentrum Gießen (LZG) mit dem Bib.Satelliten, einem futuristisch umgebauten Anhänger, durch die Gießener Sphären. Zu den drei Themenkomplexen „Ich.Mensch“, „Ich.Arbeit“ und „Ich.Umwelt“ wurde an verschiedenen Stationen der Gießener Quartiere Halt gemacht und es wurden die Menschen vor Ort nach ihren Gedanken über die Zukunft, bezogen auf die drei Themen, befragt. Nun stellt die Stadtbibliothek  Gießen ihr „Raumfahrtprogramm“ ein, jedoch nicht, ohne zu einem letzten Abschlussevent zu laden, kündigt die Pressestelle der Stadt Gießen an. Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz wird auf dem Berliner Platz mit einem kleinen Rückblick auf das Projekt begrüßen, bevor das HipHop-Duo Zampano & Raulito dem Bib.Satelliten zum Abschied ein Ständchen spielt. Danach geht es in den Räumen der Stadtbibliothek weiter, wo einige künstlerische Arbeiten gezeigt werden und Dr. Stefan Neubacher (Kulturamt) eine interaktive Führung durch eine eigens konzipierte Ausstellung zum Projekt lädt.

Einblicke ins einstige Leitz-Wohnhaus

Samstag, 23. Oktober, 14 Uhr und 16 Uhr. Karten zum Preis von 8 Euro, ermäßigt 4 Euro. Anmeldung erforderlich. Karten gibt es online im Ticketshop www.wetzlar-tourismus.de oder zu den Öffnungszeiten in der Tourist-Information (Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr, Samstag von 10 bis 14 Uhr und Sonntag von 11 bis 15 Uhr), Domplatz 8, Wetzlar, Telefon: 06441 99-7755, E-Mail: tourist-info@wetzlar.de 

Einblicke in das Haus Friedwart in Wetzlar, das ehemalige Wohnhaus der Unternehmerfamilie Leitz, bekommen Interessierte bei Rundgängen. Das Haus Friedwart ist eine historische und architektonische Besonderheit. Auf einem großen Gartengrundstück am Kalsmunthang gelegen, wurde es zwischen 1914 und 1917 für Ernst Leitz II, den Wegbereiter der Leica, gebaut. Heute wird es nur noch für Empfänge und Kammerkonzerte genutzt. Stadtführerin Bernadette Basel zeigt allen Teilnehmern während der jeweils eineinhalbstündigen Führungen die außergewöhnliche Innenausstattung. Sie wurde durch den Architekten Bruno Paul entworfen. Interessierte bekommen ausschließlich im Rahmen der Besichtigungen Einblicke in die Räumlichkeiten der Villa und deren Außenanlage. Hier wird natürlich auch die bewegte Geschichte der bekannten Wetzlarer Unternehmerfamilie Leitz näher erläutert. Die Gruppengröße ist aufgrund der aktuellen Lage auf 10 Teilnehmer pro Gruppe begrenzt und es ist eine personalisierte Voranmeldung erforderlich. Das Tragen einer medizinischen Maske ist in geschlossenen Räumen Pflicht. Die Maske muss selbst mitgebracht werden. Die Hände sind am Eingang zu desinfizieren und der Abstand von 1,5 Meter zu anderen Personen einzuhalten.

„Fogel F“ spielt im Kulturcafé

Samstag, 23. Oktober, 20 Uhr, Kulturcafé, Staufenberg-Daubringen. Eintritt 12 Euro, ermäßigt 8 Euro. Reservierung unter karten@im-puls-staufenberg.de

Wie „Im-Puls. Kulturpolitischer Arbeitskreis Staufenberg e.V.“ ankündigt, tritt im Kulturcafé die Band „Fogel F“ aus Staufenberg (Kreis Gießen) auf, die 2020 gegründet wurde und laut ihrer Homepage „politische, humorvolle, deutsche Lieder mit dem Schuss Eigenwilligkeit“ spielt. Bandmitglieder sind Markus Wach am Kontrabass, Emily Peach an der Geige, Rafael de la Vega am Saxophon, Constantin Pukownick an der Gitarre und Jan Biedenkopf an der Klarinette. Die Musiker haben sich folgendes Ziel gesetzt: „Die Lieder sollen uns helfen, den Mut zu finden etwas zu verändern. Die Liebe zu empfinden, sich nicht von all dem Hass anstecken zu lassen.“ (Fotoquelle: Fogel F)

„Diggin‘ Gabriel“ spielt in der Kulturhalle

Samstag, 23. Oktober, 20 Uhr, Kulturhalle Stockheim. Eintritt: 17 Euro im Vorverkauf unter www.kulturhalle-stockheim.de, 19 Euro an der Abendkasse. Es gilt die 2G-Regel,

Der britische Musiker Peter Gabriel wird oft als „Ausnahmekünstler“ oder gar als „Gesamtkunstwerk“ bezeichnet. Was auch immer solche Begriffe bedeuten mögen, auf alle Fälle schrieb der ehemalige Sänger von „Genesis“ eine Menge wirklich sensationeller Musik. Und so haben sich ein paar Jungs und eine Dame aus dem Großraum Frankfurt nun zum Ziel gesetzt, diese Musik zu zelebrieren und stehen erstmals auf der Kulturhallenbühne. Dies tun die sechs Musiker von „Diggin’ Gabriel“ Menschen auf zuweilen unkonventionelle Arten und Weisen, aber immer mit viel Spaß an der Musik und fürs Publikum. Zum Teil ungeheuer detailverliebt und ganz hart am Original, andererseits wiederum mit großen musikalischen Freiheiten und sehr eigenwilligen Interpretationen.

Friedenspreis des Buchhandels

Sonntag, 24. Oktober, 11 Uhr, live im ZDF

Der mit 25.000 Euro dotierte Friedenspreis des Deutschen Buchhandels wird verliehen. Seit seiner Existenz ab 1950 wurden nur zwei Schriftsteller aus Afrika bedacht: 1968 Leopold Senghor und 2002 der Nigerianer Chinua Achebe. Nun ist eine Autorin und Filmemacherin aus Simbabwe dran. Sie heißt Tsitsi Dangarembga (Foto), ist 62 Jahre alt und ihre auf Deutsch übersetzten Bücher sind im Berliner Orlanda-Verlag erschienen. Die feierliche Verleihung des Friedenspreises in der Paulskirche wird live um 11 Uhr im ZDF übertragen. Die Laudatio wird Auma Obama, die Schwester Barack Obamas, halten. Da sie auch in Deutschland studiert hat, dürfte sie deutsch sprechen, so dass eine Übersetzung wegfällt.

Austellung zur Sammlung Fritz Usinger endet

Sonntag, 24. Oktober, 15 Uhr, Wetterau-Museum, Haagstraße 16, 61169 Friedberg. Eintritt: 4 Euro, ermäßigt 2 Euro, Familienkarte 8 Euro. Öffnungszeiten: Dienstag bis Freitag 9-12 und 14-17 Uhr, Samstag 14-17 Uhr, Sonntag 10-17 Uhr. Es gilt die 3G-Regel. Im Museum ist eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen und der Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten.

Nach fünf Monaten Laufzeit und einer sechswöchigen Verlängerung geht die Sonderausstellung „Arp, Fontana, Goepfert, Nay. Die Sammlung Fritz Usinger“ zu Ende. Wer die Ausstellung noch nicht gesehen hat oder sie noch einmal sehen möchte, hat in den kommenden Tagen noch die Gelegenheit dazu. Für den letzten Ausstellungstag lädt das Wetterau-Museum zu einer öffentlichen Führung durch die Ausstellung mit Museumsleiter Johannes Kögler ein. Der Friedberger Lyriker und Essayist Fritz Usinger (1895–1982) stand in jungen Jahren und dann wieder nach 1945 in engem Austausch mit zeitgenössischen bildenden Künstlern. Der persönliche Kontakt und die Beschäftigung mit dem jeweiligen Werk mündeten in zahlreiche Essays und Eröffnungsreden. Durch den intensiven Austausch mit den Künstlern, für die Usinger Gesprächspartner, Interpret und teils auch Mentor war, wurde er auch zum Sammler ihrer Kunst. Neben den bedeutenden Namen wie Lucio Fontana, Hans Arp und Ernst Wilhelm Nay, deren Werke in den Kunstmuseen Deutschlands, Europas und teils auch weltweit zu finden sind, umfasst die Sammlung Werke zahlreicher weiterer Künstlerinnen und Künstler. Für die aktuelle Ausstellung wurden zwölf Künstler ausgewählt, die innerhalb der Sammlung und in der Beziehung zu Fritz Usinger eine besonders wichtige Bedeutung haben.

Barock-Musik in der Kulturkirche

Sonntag, 24. Oktober, 18.30 Uhr, Kulturkirche St. Thomas Morus, Grünberger Str. 80, Gießen. Anmeldung unter www.thomas-morus-giessen.de

Sie ist nicht nur das „Instrument des Jahres“, sie ist dieses Jahr auch runde 50 Jahre alt geworden – die Orgel des Orgelbauers Matthias Kreienbrink aus Osnabrück. Am 31. Januar 1971 wurde das Instrument feierlich geweiht. Dieses Jubiläum feiert die Kulturkirche das ganze Jahr mit Konzerten, Gottesdiensten und Orgelführungen und findet seinen Abschluss zur 50. Orgelvesper am 2. Adventssonntag. Die 3. Orgelmesse in diesem Jahr gestaltet der amtierende Leuner Kantor Michael Klein (Foto:Kulturkirche St. Thomas Morus) mit Werken des deutsch-französischen Barock von Bach und Boëly zu Dandrieu und Lübeck Klein studierte Kirchenmusik in Saarbrücken und München. Prägende Lehrer waren Prof. André Luy und Prof. Franz Lehrndorfer. Es folgten Kantorenstellen im Allgäu und Nordbayern. Von 2005-2018 war Klein Kantor der evangelischen Wicherngemeinde. Seither als Ruheständler Organist an der historischen Bürgy-Orgel der Ev. Stadtkirche in Leun.

Führung im Oberhessischen Museum

Dienstag, 26. Oktober, 14 Uhr, Oberhessisches Museum, Altes Schloss, Brandplatz 2, Ausstellungsraum, Gießen. Anmeldung unter museum.giessen.de oder per Mail an museum@giessen.de

Eine Führung zur aktuellen Ausstellung „Aus der Praxis: Archäologie erleben!“ wird im Oberhessischen Museum angeboten. Thema ist die Ausgrabung im südlichen Gräberfeld des Limeskastells in Lich-Arnsburg anhand der photographischen Reproduktionen und des ausgestellten Grabungswerkzeugs, kündigt die Pressestelle der Stadt Gießen an.
Anlässlich der Sonderausstellung „Auf den Spuren der Archäologie. Vom Fundort ins Museum“ bieten Studierende der Justus-Liebig-Universität Gießen thematische Veranstaltungen an. Das Foto zeigt das rekonstruiertes Nordtor des Limeskastells in Arnsburg.

Polit-Hip-Hop mit Pigor und Eichhorn

Mittwoch, 27. Oktober, 19.30 Uhr, „Theater altes Hallenbad“, Haagstr. 29, Friedberg. Karten gibt es nur im Ticket-Shop an der Burg in Friedberg oder unter ticket-shop-friedberg.de. Eintritt: 21 Euro. Es gilt die 3-G-Regel und es besteht generelle Maskenpflicht, außer sitzend am Platz.

Ihr Name ist Programm: „Pigor singt, Benedikt Eichhorn muss begleiten“, heißt das Duo der beiden Kabarettisten, die jetzt nach Friedberg kommen. Mit dem Namen ist somit schon klar, wer Chef, wer der Zulieferer ist. Eine gewollte Hierarchie, die Konflikte untereinander verspricht, die – augenzwinkernd – in einem Kleinkrieg zelebriert werden. Mit ihrem neuen Programm Volumen X (für Nicht-Lateiner: Nummer 10) kommen die Berliner ins „Theater altes Hallenbad“. In Volumen X präsentiert das Duo neue Lieder ihres speziellen Sprechgesangs – oder ist es Polit-Hip-Hop? Auch egal. Während also Benedikt Eichhorn vorwiegend Klavier spielt, das übrigens so einfühlsam wie virtuos, hüpft der Chef singend, brüllend, steppend (!) über die Bühne. Thematisch nähern sie sich den zwanziger Jahren dieses Jahrhunderts von der bissigsten Seite: Von „Fuck Corona“ über „Du darfst nicht einfach so in Rente gehen“ bis zu „Kontrolliert mich“. In diesem Chanson beschwert sich Thomas Pigor, wenn am Bahnhof immer nur die Schwarzen kontrolliert werden, wo er doch von hier ist und 1a-Papiere besitzt. Ist auch wirklich bitter. Seit 1995 sind die beiden zusammen, touren durch alle deutschsprachigen Länder (inklusive Bayern, Österreich und der Schweiz) und wurden gleich reihenweise mit Preisen dekoriert.

Internationales Frauencafé

Mittwoch, 27. Oktober, 14 Uhr, Frauenzentrum, Wintersteinstr. 3, 61169 Friedberg. Anmeldung unter Tel. 06031-2511 oder E-Mail: frauenzentrum.wetterau@t-online.de .

Mittwochs lädt das „Internationale Frauen-Café“ deutsche und ausländische Mitbürgerinnen zum Erfahrungsaustausch bei Kaffee und Tee ein. Es gibt Gespräche sowie Informationen über Leben, Kultur und Veranstaltungen in der Wetterau. Neue Teilnehmerinnen sind willkommen. Es gilt die 3-G-Regelung mit begrenzter Teilnehmerinnenzahl statt. Zur besseren Planung wird um rechtzeitige Anmeldung per E-Mail oder Telefon gebeten.

Treffen für Frauen in Trennung

Donnerstag, 28. Oktober, 19 Uhr, Frauenzentrum, Wintersteinstraße 3, 61169 Friedberg. Infos und Anmeldung unter Tel. 06031-2511 oder E-Mail: frauenzentrum.wetterau@t-online.de.

Zu einem Treffen für Frauen, die sich von ihrem Partner getrennt haben oder geschieden wurden, lädt das Frauenzentrum ein. In der Gruppe besteht die Möglichkeit des Austauschs von Erfahrungen und der gegenseitigen Unterstützung in einem geschützten Rahmen. Die Veranstaltung findet unter Beachtung der 3-G-Regelung und mit begrenzter Teilnehmerinnenzahl statt. Zur besseren Planung wird um rechtzeitige Anmeldung per E-Mail oder Telefon gebeten.

Diskussion über Zustand des Erlebachs

Freitag, 29. Oktober, 18 Uhr, Laupushof, Harheimer Weg 100, Bad Vilbel- Massenheim. Eintritt frei, um Spenden für die Forschungsarbeit von David Mittag wird gebeten. Es gelten die 3G Hygieneregeln. Um Anmeldung per E-Mail an hallo@spd-bv-massenheim.de wird gebeten.

David Mittag (Foto), dieses Jahr Abiturient des Georg-Büchner-Gymnasiums, hatte schon 2018 gemeinsam mit Paul Czaja mit ihrem Projekt „Erlenbach-Check“ den zweiten Platz beim Jugend-Forscht-Regionalwettbewerb und den Sonderpreis für Umwelttechnik des Senckenberg-Museum gewonnen. Bereits vor drei Jahren waren beide bei der Massenheimer SPD zu Gast. Seit dem ist viel passiert und es gibt sicher spannende neue Erkenntnisse. In diesem Jahr gewann David Mittag einen der drei mit 1.500 Euro dotierten Hauptpreise beim 31. Bundes-Umwelt-Wettbewerb (BUW). Seit 2018 erforscht er kontinuierlich die Wasserqualität des Erlenbachs. Dieser ist weit davon entfernt von dem seit dem Jahr 2000 gültigen Wasserrahmenrichtlinie geforderten „guten ökologischen Zustand“. Nur im Oberlauf bis zur Einleitung einer Kläranlage hat der Erlenbach die geforderte Wassergüte. Bis zur Mündung ist ein „Erholungseffekt kaum erkennbar. Was muss passieren um den Erlenbach wieder in ,,guten ökologischen Zustands“ zu versetzen? Das ist eine der zentralen Fragen, die bei der Veranstaltung besprochen werden sollen.

Jazz in der Keltenwelt

Samstag, 30. Oktober, 18 Uhr, Keltenwelt am Glauberg. Eintritt: 15 Euro, ermäßigt 12 Euro. Karten gibt es telefonisch im Bistro der Keltenwelt unter 06041/8233016 oder im Online-Ticketverkauf unter michele-alberti-trio

Mit einem Konzert vom Michele Alberti Trio (Foto) und dem Gitarristen Burkhard Mayer gehen die Veranstaltungen in der Keltenwelt am Glauberg für dieses Jahr zu Ende, denn das Museum wird ab 1. November für die Großausstellung „Kelten Land Hessen“ umgebaut. Wiedereröffnet wird das Museum am 10. März 2022. Den „Abschied auf Zeit“ gestaltet das Jazz-Trio aus Mittelhessen mit melodischen Jazz, Swing und Latin Jazz, „der mit viel Freude in klassischer Besetzung mit Klavier, Kontrabass und Schlagzeug dargeboten wird“, wie es in der Pressemitteilung der Keltenwelt am Glauberg heißt. Zudem haben die Musiker für ihr Publikum manche Überraschung: etwa Interpretationen klassischer Stücke, von Walzern oder auch aus dem Bereich der Lounge-Musik. Zu dem Konzert zum Sonnenuntergang serviert das Bistro der Keltenwelt „Sundowner“-Longdrinks und „American Style Food“.

Dante-Autorenlesung in Wetzlar

Samstag, 30. Oktober, 11 Uhr, Phantastische Bibliothek, Turmstr. 20, Wetzlar. Eintritt: 5 Euro, ermäßigt 3 Euro (DIG-Mitglieder, Schüler) Anmeldung unter: kontakt@dig-mittelhessen.de oder Mobil/WhatsApp: 0173-3603916. Es gilt die 3G-Regel.

Die Deutsch-Italienische Gesellschaft (DIG) Mittelhessen e.V. lädt zu einer Dante-Autorenlesung ein. Anlässlich des 700. Todestages Dante Alighieris werden zahlreiche Veranstaltungen über den großen italienischen Dichter in der ganzen Welt organisiert. Die DIG Mittelhessen e.V. in Zusammenarbeit mit der Phantastischen Bibliothek Wetzlar konnte den Autor Dr. Klaus Rudolf Engert, für diese Lesung gewinnen. Sein 2019 erschienenes Buch „Dante und die Liebe seines Lebens“ ist für ein breites Publikum, auch ohne Vorkenntnisse, gedacht und präsentiert Dante einfühlsam und vielschichtig nicht nur als weltberühmten Dichter und Philosophen, sondern auch als Menschen und Politiker, der viele Jahre in der Verbannung leben und dabei häufig seine Zufluchtsorte wechseln musste. In Engerts Lesung wechseln sich historische Exkurse über die politischen wie sozialen Bedingungen vom Florenz im 13.-14. Jahrhundert und Dantes Einstellung ab mit der Lektüre ausgewählter Passagen aus seiner Dante-Biografie. Die ZuhörerInnen werden überrascht sein, wie viele Parallele zwischen der damaligen Zeit und heute zu erkennen sind und wie aktuell Dante ist.

Verdis Macbeth im Alten Hallenbad

Sonntag, 31. Oktober, 18 Uhr, „Theater altes Hallenbad“, Haagstr. 29, Friedberg. Weitere Vorstellungen: 5. und 12. November, jeweils 19.30 Uhr, 14. November, 18 Uhr. Einlass eine Stunde vor Beginn. Karten gibt es nur im Ticket-Shop an der Burg in Friedberg oder unter ticket-shop-friedberg.de. Preis: 31 Euro. Es gilt die 3-G-Regel und es besteht generelle Maskenpflicht, außer sitzend am Platz.

Eine Oper, rabenschwarz und mystisch, ganz ohne Liebesgeschichte – das ist Guiseppe Verdis „Macbeth“. Der italienische Komponist folgte dabei ganz der Intention William Shakespeares, dessen dunkles Theaterstück er vertonte. Die „Oper aha!“ im „Theater altes Hallenbad“ stellt dieses Musikdrama vor. Macbeth und seine Lady sind vom Machthunger besessen, ja zerfressen und begehen einen Mord nach dem anderen – bis letztlich auch sie selbst zu Tode kommen. Verdi vertonte diese Brutalitäten meisterhaft: die hässliche Wildheit der beteiligten Hexen, heimtückische Tötungen, beklemmende Szenen des Wahnsinns. Die deutschen Dialoge und Zwischentexte stammen von Veronika Brendel, die auch das musikalische Schauspiel in Szene setzt. Das was an großen Theatern coronabedingt neu geprobt werden muss, stellt für die „Oper aha!“ seit Jahren schlichte Realität dar – das Orchester tritt in Kammerbesetzung auf. Durch die Reduzierung des Orchesters auf zwölf einzeln besetzte Instrumente ergibt sich eine besondere Transparenz des Klangs. Die musikalische Gesamtleitung hat die Butzbacher Dirigentin Karin Hendel, es singt das Gesangsensemble der „Oper aHa !“, einstudiert von Wolfgang Weiß.

Ausstellung „We Are Part Of Culture“

bis 31. Oktober, vhs Wiesbaden e.V., Foyer Haus B, Alcide-de Gasperi-Str. 5, 65197 Wiesbaden. Öffnungszeiten: Montag bis Freitag 8 bis 20 Uhr. Eintritt frei.

Die Kunstausstellung „We Are Part Of Culture“ zeigt queere Persönlichkeiten von der Antike bis heute, welche die europäische Gesellschaft, unsere Kultur, Politik und Wissenschaft nachhaltig geprägt haben. Dazu gehören: Alexander der Große, Leonardo da Vinci, Florence Nightingale und Käthe Kollwitz. Die Portraits der Persönlichkeiten

wurden von national und international bekannten Künstlern wie Robert W. Richards, Ralf König, Tanja S. Pril und Gerda Laufenberg speziell für die WAPOC geschaffen. Die Ausstellung fördert Vielfalt, Respekt und Akzeptanz. Sie schafft Vorbilder und Identifikationsfiguren, und zeigt: lesbische, schwule, bisexuelle, trans, inter und queere Personen haben schon immer unsere Gesellschaft entscheidend mitgeprägt.

Podiumsdiskussion über Femizide

Dienstag, 23. November, 19 Uhr, Saal im Roncallihaus, Friedrichstraße 26-28, 65185 Wiesbaden.

Wiesbadener Burgfestspiele e.V., frauen museum wiesbaden, Kommunale Frauenbeauftragte und Amnesty International Wiesbaden laden zu einer Podiumsdiskussion über Situation, Ursachen und mögliche Lösungen zum Thema Femizid ein. Es diskutieren: Dr. Monika Hauser, Gründerin von Medica Mondiale; Barbara Lochbihler, Menschenrechtsexpertin unter anderem im UN-Ausschuss gegen Erzwungenes Verschwindenlassen; Prof. Dr. Uta Ruppert, Soziologin und Politikwissenschaftlerin, Roland Hertel Geschäftsführender Vorstand BAG Täterarbeit Häusliche Gewalt; Gunda Opfer, Expertin bei AI zum Thema Menschenrechtsverletzungen an Frauen. Moderation ist die ARD-Journalistin und Autorin der Reportage „Femizid – Wenn Männer ihre Partnerin töten“ Antonella Berta, Schirmherrin ist Schwester Lea Ackermann, Gründerin der Organisationen Solwodi und Solgidi. „Femizid in Deutschland ist real. Gewalt gegen Frauen nimmt zu. Jeden dritten Tag bezahlt eine Frau in Deutschland männliche Gewaltexzesse mit ihrem Leben. Aufgrund von Corona und der damit einher-gehenden Lockdown Situationen wurden die unerträglich hohen Zahlen nochmals gesteigert. Folgen wir der Statistik, kennt in Deutschland jede Person einen Täter oder ein Opfer“, heißt es in der Einladung. Frauen und Mädchen würden vielfach und nach wie vor als „selbst schuld“ stigmatisiert. Und Gewalt gegen Frauen, geschlechtsbezogene Gewalt, werde verharmlost, indem von Beziehungstaten, Verbrechen aus Leidenschaft oder Familiendramen geredet und geschrieben wird. Echte präventive Maßnahmen fehlten, auch wenn der Sachverhalt seit Jahrzehnten bekannt seien. Selbst die Umsetzung der Istanbul-Konvention, die am 1. Februar 2018 in Kraft getretene Übereinkunft des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häuslicher Gewalt, komme in Deutschland nur schleppend voran.

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