Schlagwort-Archive: Friedberg

Saisongärten

Große Nachfrage

Wer sein Gemüse selbst anbaut, weiß, wie es behandelt wurde und woher es kommt. Immer mehr Friedberger werden deshalb ihre eigenen Gärtner. In der Wetterauer Kreisstadt gibt es inzwischen zwei Saisongärten, in denen jeder sein eigenes Gemüse züchten kann. Die Coronapandemie scheint die Nachfrage zu beflügeln. Wer sich eine Parzelle für die neue Saison sichern möchte, „muss sich ranhalten“, sagt Michaele Schremmer, die in Fauerbach einen Saisongarten mit organisiert. Saisongärten weiterlesen

Kommunalwahl

Was Friedbergs Jugend wünscht

Ein Gruppe Friedberger Jugendliche hat Themen gesammelt, die aus ihrer Sicht bei der Kommunalwahl am 14. März 2021 wichtig sind, berichtet der Leiter der Friedberger Jugendzentrums Lukas Hölzinger. Das neue Kinocenter und die Zukunft des Leerstehenden Kaufhauses Joh waren dabei Themen. Kommunalwahl weiterlesen

Querstellen

Gegen rechte Querdenker

Querstellen Friedberg wurde vor zehn Jahren gegründet, um die Laufzeitverlängerung für Atomkraftwerke zu verhindern. Die Organisation wehrt sich nur gegen Verwechslung mit den die Coronapandemie leugnenden „Querdenkern“. „Der Name ‚Querstellen‘ irritiert heute gelegentlich, da er so ähnlich klingt wie die seit kurzem aufgetauchten ‚Querdenker’, mit denen wir absolut nichts gemein haben“, erklärt Querstellen Friedberg. Querstellen weiterlesen

Die Uni von Friedberg

Batterieforschung und Drei-D-Druck

Friedberg ist eine besondere Studentenstadt. Etwa 6000 junge Leute sind hier bei der Technischen Hochschule Mittelhessen immatrikuliert, die mit den Standorten Gießen und Wetzlar zusammen rund 19 000 Studierende zählt. Dass sie in Friedberg weitgehend unsichtbar bleiben, liegt auch an ihrer Verwurzelung in der Region. Die meisten angehenden Maschinenbauer, Mechatroniker, Logistik- und Facility-Manager, die Wirtschafts- und Bahningenieure pendeln aus Frankfurt, Hanau, Bad Nauheim, Offenbach, Wetzlar und kleineren hessischen Orten ins verkehrsgünstig liegende Friedberg. Das sorgt für eine gewisse emotionale Distanz zwischen Eingesessenen und den Studiosi. Dabei arbeiten letztere intensiv daran, die Stadt zukunftssicher zu machen. Die Uni von Friedberg weiterlesen

Friedberg anno 2030

Eine Blütezeit für die Kreisstadt

Von Klaus Nissen

Mit spöttischen Kommentaren reagieren viele Friedberger, wenn man sie fragt, was sie von ihrer Stadt halten. Sie mache nichts aus sich, finden sie. Die Altstadt und die zentrale Kaiserstraße würden vernachlässigt, das Kaufhaus Joh im Herzen der Stadt stehe seit Jahren leer. „Es ist ein bisschen ungepflegt bei uns“, meint Ulf Berger, der Sprecher der rund 50 Mitglieder zählenden Werbegemeinschaft „Friedberg hat’s“. Die Lokalpolitik brauche auch viel zu lange, das Filetgrundstück der früheren US-Kaserne zu entwickeln. „Da ist kein roter Faden“, sagt der Inhaber eines Lederwaren-Fachgeschäfts. Aber stimmt das? Verkaufen sich die Friedberger da nicht unter Wert? Friedberg anno 2030 weiterlesen

Urlaub in Friedberg

Positive Bilanz

Die Werbegemeinschaft „Friedberg hat‘s“, ein Zusammenschluss von Geschäftsleuten der Kreisstadt, zieht eine positive Bilanz der Aktion „Urlaub in Friedberg“. Zehn Wochen lang hatte die Innenstadt durch Sandstrände, Palmen, Liegestühle, Tapas, Streetfood und Straßenkunst ein Urlaubsflair erhalten. „Die Aktion ‚Urlaub in Friedberg‘ hat uns bestätigt, dass die Aufenthaltsqualität eine sehr große Rolle für die Belebung der Innenstadt und somit auch für den Umsatz der Einzelhändler bedeutet“, sagt Ulf Berger, Vorsitzender von „Friedberg hat’s“. Urlaub in Friedberg weiterlesen

Waldsterben

Drama auf dem Winterstein

von Bruno Rieb

Die Arbeitsgruppe Natur der Friedberger Grünen hat sich am Samstag, 12. September 2020, den Zustand des Friedberger Stadtwaldes auf dem Winterstein von Förstern zeigen lassen. Der Wald ist durch die lange Trockenheit schwer krank. Die Grünen fordern den Bau von Windrädern auf dem Winterstein, um den Wald zu schützen. Der Vertreter von Hessenforst sprach sich ebenfalls für Windräder aus. Waldsterben weiterlesen

Rassismus in der Sprache

Gerangel um den Mohren

Von Klaus Nissen

Viele Dutzend Mohren-Apotheken gibt es in Deutschland – in Hanau, Erlangen, Bayreuth, München, Memmingen, Meerbusch – und in Friedberg. Da steht schon seit 1621 die Hof-Apotheke zum Mohren an der Ecke Haag- und Kaiserstraße. Kurz vor dem 400. Jubiläum eskaliert hier der Streit um den Namen. Weil er rassistisch sei, müsse die Apothekerin ihn ändern, forderten Demonstranten. Doch Dr. Kerstin Podszus sieht das anders, zahlreiche Stammkunden ebenfalls. Nun tobt ein Streit im virtuellen Raum. Rassismus in der Sprache weiterlesen