Coronavirus

Risikogruppen schützen

Landrätin Anita Schneider appelliert an die Bürgerinnen und Bürger im Landkreis Gießen, alle Bemühungen zur Eingrenzung des Coronavirus zu unterstützen und sich solidarisch zu verhalten. Der Landkreis Gießen wird alle Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen untersagen. Die Allgemeinverfügung tritt am Mittwoch, 18. März in Kraft und wird zunächst bis 30. April 2020 gelten.

VHS setzt alle Veranstaltungen aus

In der Pressemitteilung des Landratsamts unterstreicht die Landrätin: „Wir erleben gerade eine Ausnahmesituation, die es so noch nie gab. Jeder einzelne kann durch sein Verhalten dazu beitragen, die Gesellschaft zu schützen. Auch wenn Einzelne möglicherweise gerade keine persönliche Betroffenheit sehen, ist die Reduzierung persönlicher Kontakte auf ein Minimum unbedingt erforderlich. Nur so können wir die Ausbreitung des Virus in der derzeitigen Pandemie verlangsamen, um Risikogruppen zu schützen.“

Der Landkreis Gießen hatsämtliche eigenen Veranstaltungen abgesagt. Die Kreisvolkshochschule bleibt geschlossen –  alle Angebote werden bis zunächst 19. April ausgesetzt. Dies betrifft auch Integrationskurse und Prüfungen. Verschiedene Bereiche der Verwaltung mit Publikumsverkehr werden stark eingeschränkt arbeiten, um dort die Teams vor einer Ansteckung zu schützen. Über Erreichbarkeiten wird gesondert informiert.

Um Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein Arbeiten zu Hause zu ermöglichen – sowohl zum Schutz vor Ansteckung und Übertragung als auch zur Kinderbetreuung – werden in vielen Bereichen Homeoffice-Lösungen umgesetzt. Kolleginnen und Kollegen aus anderen Bereichen unterstützen mittlerweile das Team des Gesundheitsamtes, wenn es um Information und Recherche von Kontaktpersonen Infizierter geht. „Ich bitte Bürgerinnen und Bürger, wann immer es geht auf den persönlichen Gang in unsere Verwaltung zu verzichten und Anliegen telefonisch oder per Mail zu klären“, so  Landrätin Schneider.

Bereits am Samstag, 14. März hatten sich Landkreis und Kommunen darauf verständigt, in den Rathäusern alle Unterstützungsangebote- und -Gesuche von hilfsbedürftigen Menschen zu bündeln. „Es ist schön, auf wie viel Resonanz dies gestoßen ist“, resümiert  die Landrätin.  Vereine, Initiativen und Privatpersonen haben in den Städten und Gemeinden Unterstützung angeboten. Schneider: „Dies ist das richtige Zeichen. Auch wenn wir jetzt auf viele persönliche Begegnungen verzichten müssen, sollten wir füreinander da sein.“

Im Landkreis Gießen gab es am Montagmorgen (16. März) seit Bestätigung des ersten Falls insgesamt 18 Fälle des Coronavirus. Alle befinden sich in häuslicher Isolierung. Eine Person wurde bereits wieder aus der Isolierung entlassen. 44 enge Kontaktpersonen sind derzeit ebenfalls in Quarantäne und werden vom Gesundheitsamt betreut.

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