Sprudelhof

Sprudelhof: „Bau von Tiefgarage liegt nahe“

Könnte sich die Grundsteuer B in Bad Nauheim nahezu

Bild: Petra Ihm-Fahle
Bild: Petra Ihm-Fahle

verdreifachen? Ja, warnt der Stadtverordnete und Landtagskandidat Tillmann Weber (FDP). Und zwar dann, wenn die Stadt die Grundstücke für die geplante Wohnbebauung des Gesamtkonzepts Sprudelhof nicht verkaufen würde. Dieser und andere Punkte waren Inhalt eines Gesprächs: zwischen Weber und der Bürgerinitiative „Für einen zügigen Thermenneubau ohne Reihenhausbebauung“ (BI).

Gespräch mit BI

Tillman Weber (Bild: pv)

Wie Weber und die BI in einer Pressemitteilung erklären, habe der Liberale laut BI „als erster Stadtverordneter überhaupt“ der Initiative ein Gespräch angeboten.  Inhalt war eine Diskussion über die beiden Konzepte: zum einen das Entwicklungskonzept Sprudelhof der BI, zum anderen das Konzept Hölzinger/Patscha. Jenes geht zurück auf Planungen des Architekten Johannes P. Hölzinger und des städtischen Fachbereichsleiters Jürgen Patscha (diese Zeitung berichtete). Kürzlich trafen sich die Gesprächspartner im Biergarten des Hotels Brunnenhof.

Nach Meinung gefragt

Wie Weber und die BI dazu nun mitteilen,  hätten drei FDP-Vertreter als einzige von 30 angeschriebenen Stadtverordneten auf die Anfrage von „openPetition“ geantwortet. Dahinter steht die Online-Initiative „Rettet den Sprudelhof“. Die Initiatoren hatten sich bei den Bad Nauheimer Parlamentariern nach der Meinung zu der Initiative erkundigt.

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Sprudelhof: Gemeinsamkeiten gesucht

Bei dem Treffen hätten die beiden Seiten zunächst nach Gemeinsamkeiten gesucht. „Wir fanden diese in dem Wunsch nach einem zügigen Thermen-Neubau mit Anbindung an den Sprudelhof“, schildern Weber und die BI. Aber bereits bei dem Außenbecken für die Therme seien die Meinungen auseinander gegangen. Während die Initiative ein Außenbecken für zwingend erforderlich erachte, denkt Weber da anders: „Ein Betreiber müsste dies entscheiden: mit seinen Spezialisten und im Sinne einer Investitions-Entscheidung.“

Sprudelhof: Neue Wohnhäuser an der Ludwigstraße? (Bild: Petra Ihm-Fahle)
Sprudelhof: Neue Wohnhäuser an der Ludwigstraße? (Bild: Petra Ihm-Fahle)
„Klar positioniert“

Die unterschiedlichen Ansichten seien vor allem aber bei der geplanten Wohnbebauung entlang der Ludwigstraße zutage getreten.  „In dieser Frage hat sich alleine die FDP Bad Nauheim klar positioniert – im Gegensatz zu den anderen städtischen Parteien“, meint Weber. Die Liberalen unterstützten den Grundsatzbeschluss, den die Stadtverordneten im Januar verabschiedet hätten. Denn damit könnten sämtliche Fragen im Zusammenhang mit Thermen-Neubau und Sprudelhof-Entwicklung endlich eine Antwort finden. Weber wies ausdrücklich auf das diesbezügliche dringliche Thema Stellplätze hin:  „Parkplätze müssen in dem Bereich geschaffen werden.“ Der Bau einer Tiefgarage sei daher „mehr als naheliegend“.

Der Sprudelhof: Parkaplätze sind ein wichtiges Thema dabei. Bild: Petra Ihm-Fahle
Der Sprudelhof: Parkaplätze sind ein wichtiges Thema dabei. Bild: Petra Ihm-Fahle
Mehrerlös 10 Millionen Euro

Wie aus der Pressemitteilung weiter hervorgeht, setzten die Verfechter der Initiative Webers Argumenten die Meinung ihrer 3800 Unterstützer entgegen. „Wir versuchten mit zahlreichen historischen und aktuellen Fakten unsere Position deutlich zu machen.“ Weber habe allerdings die Überzeugung der FDP verteidigt. Demnach könne die Stadt einen Mehrerlös von 10 Millionen Euro erwarten, wenn sie die Grundstücke verkauft und nachdem sie die Tiefgarage gebaut habe. Weber: „Ohne diese Einnahmen müsste die Stadt die Grundsteuer B nahezu verdreifachen. Die Initiative hätte das letztlich zu verantworten.“

„Miteinander, nicht übereinander“

Am Ende dann hätten beide Seiten den Eindruck gehabt, nun viel Stoff zum Nachdenken zu haben. Man habe damit die Grundlage für eine sachlichere Auseinandersetzung gelegt. „Wichtig ist, dass wir miteinander und nicht nur übereinander sprechen“, betonen Weber und die Vertreter der BI.

Das Alternativ-Konzept der Bürgerinitiative

Ein Gedanke zu „Sprudelhof“

  1. Als Wetzlarerin schätze ich das grüne Jugendstiljuwel Bad Nauheim und kann den Verantwortlichen nur raten, den Plan der BI, und darin besonders Punkt 5, wohlwollend zu bedenken.

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