Impfzentrum

Heuchelheim soll am 19. Januar öffnen

Das Impfzentrum in Heuchelheim wird nach Ankündigung des Landes Hessen ab dem 19. Januar 2021 in Betrieb gehen. Neben den über 80-Jährigen sollen die Mitarbeiter der Rettungsdienste sowie der Mobilen Altenpflegedienste geimpft werden. Als eins von sechs regionalen Impfzentren in Hessen versorgt der Landkreis Gießen nicht nur die eigenen Bürger, sondern auch die Nachbarlandkreise Lahn-Dill, Marburg-Biedenkopf und Wetterau, teilt der Landkreis Gießen mit.

Mobile Impfteams sind unterwegs

Das Impfzentrum des Landkreises Gießen hat bis zum 7. Januar 2021 insgesamt 2840 Impfdosen erhalten. Die Liefermenge teilt sich auf in 1150 Impfdosen für das Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) als koordinierendes Krankenhaus sowie 1690 Impfdosen für das Impfzentrum in Heuchelheim. Vom Impfzentrum aus haben mobile Impfteams bisher 18 Pflegeheime von insgesamt 28 Pflegeheimen im Landkreis Gießen besucht. Dort wurden 918 Bewohner und 644 Mitarbeiter gegen das Coronavirus geimpft, berichtet der Landkreis in einer Pressemitteiling.

Im Obergeschoss des Heuchelheimer Einrichtungsmarktes Roller ist das Impfzentrum schon seit Tagen betriebsfertig. Als eins von sechs regionalen Impfzentren in Hessen versorgt es nicht nur die Bevölkerung des Landkreises Gießen. sondern auch aus den Kreisen Lahn-Dill, Marburg-Biedenkopf und Wetterau. (Foto: Jörg-Peter Schmidt)

„Die aktuell 1562 geimpften Bürgerinnen und Bürger sind ein kleiner erster Schritt in Richtung Ende der Pandemie.  Das macht uns besonders für die Pflegeheime im Landkreis Gießen Mut. Unsere Mobilen Impfteams leisten hervorragende Arbeit,“ sagt Landrätin Anita Schneider. Derzeit sind an jedem Tag vier Ärzt*innen sowie vier medizinische und vier Verwaltungs-Fachkräfte im Einsatz. Die Servicestelle „Mobiles Impfen“ ist täglich von 6 bis 23 Uhr in zwei Schichten mit insgesamt vier Mitarbeiter*innen besetzt. In der allgemeinen Verwaltung, IT, Logistik und Leitung arbeiten 15 Personen im Mehrschichtbetrieb.

Impfung zunächst in den Pflegeheimen

Da die Mobilen Impfteams maßgeblich auf die Vorbereitungen der Einrichtungen inklusive der betreuenden Hausärzt*innen angewiesen sind, wurde zunächst in den Pflegeheimen geimpft, die als Erstes eine Impfbereitschaft gemeldet haben. Die Versorgung der weiteren Einrichtungen erfolgt nach Eingang der Meldung zur Impfbereitschaft. „Wenn ein Pflegeheim Impfbereitschaft signalisiert, wird es schnellstmöglich besucht“, weiß Udo Liebich als Leiter des Impfzentrums. „Eine Aufschiebung von Impfungen gibt es nicht, vorausgesetzt dass Impfstoff zur Verfügung steht. Am Mittwoch, 6. Januar haben wir unsere letzten Dosen verimpft, aber für Ende dieser Woche wurde uns Nachschub versprochen.“

„Impfbereitschaft in Pflegeheimen allgemein hoch“

„Im Allgemeinen ist die Impfbereitschaft in den Pflegeheimen hoch“, sagt Landrätin Anita Schneider und fährt fort „Wir hoffen, dass sich möglichst viele Menschen impfen lassen, damit wir die Pandemie bald überwinden können. Besonders bei Personen, die täglich mit Risikogruppen in Kontakt stehen, ist eine Impfung enorm wichtig. Jedoch gibt es keine Impfpflicht, weshalb es in der Entscheidung und Verantwortung eines jeden Einzelnen liegt, ob er sich impfen lassen möchte oder nicht.“ Die Ständige Impfkommission des Robert Koch-Instituts (RKI) empfiehlt, dass Personen, die bereits das Coronavirus hatten oder gerade damit infiziert sind, im Moment nicht geimpft werden, sondern erst später, wenn genügend Impfstoff zur Verfügung steht.

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