Coronavirus

Mobiltest im Kreis Gießen

Der Landkreis Gießen stellt ab sofort über den Rettungsdienst ein Fahrzeug zur Verfügung, um in besonderen Fällen kurzfristig bei Erkrankten zu Hause Abstriche zum Test auf eine Infektion mit dem Coronavirus vorzunehmen, berichtet das Landratsamt in einer Pressemitteilung. Das Team des Fahrzeugs übernimmt vor Ort die Abstriche und befördert diese ins Labor. Das Fahrzeug kommt nur dann zum Einsatz, wenn das Gesundheitsamt es festlegt – zum Beispiel, wenn Erkrankte hohes Fieber haben und kein Hausbesuch durch einen niedergelassenen Arzt oder den Ärztlichen Bereitschaftsdienst möglich ist.

Testmobil wird telefonisch angekündigt

„Wir bieten in Zusammenarbeit mit unseren Partnern aus dem Rettungsdienst eine Möglichkeit, um schnell zu helfen und eine Lücke zu schließen“, so Landrätin Anita Schneider. Sie kündigt zugleich Gespräche mit der Ärzteschaft und der Kassenärztlichen Vereinigung an, um das Testmobil als Lösung für einen längeren Zeitraum zu etablieren.

Der Besuch des mobilen Test-Teams wird in jedem Fall vorher telefonisch bei den Betroffenen angekündigt. „Dies ist besonders wichtig, weil es in Nachbarkreisen Betrugsversuche gab, in denen sich Personen als Mitarbeiter des Gesundheitsamtes ausgaben und unangekündigt Wohnungen betreten wollen“, erklärt Landrätin Schneider. 

Nicht Feuchttücher statt Toilettenpapier verwenden

Die Pressestelle des Kreises kommt noch auf ein anderes Thema zu sprechen:  Die einen horten in der Coronakrise das Toilettenpapier, andere haben keines. Stattdessen sollten aber auf keinen Fall Feucht- oder Kosmetiktücher im WC entsorgt werden – darauf machen kommunale Abwasserverbände und Stadtwerke im Landkreis Gießen aufmerksam. In vielen Kläranlagen kommt es zu Problemen, denn die Tücher bringen Pumpen und Rechen der Anlagen von kommunalen Abwasserverbänden und Stadtwerken zum Stillstand. Das verursacht einen erheblichen Aufwand und zusätzliche Kosten, weil Personal die Anlagen säubern muss.  

Denn anders als gängiges Toilettenpapier bestehen Feuchttücher oftmals aus chemisch bearbeitetem Vliesstoff. Dieser zersetzt sich kaum und bildet in der Kanalisation lange, verfilzte und extrem reißfeste Stränge, die sich in den Pumpen und Rechen festsetzen und diese verstopfen. Benutze Feuchttücher sollten daher ausschließlich über den Hausmüll entsorgt werden. Alternativ zu feuchtem Klopapier kann auch gängiges Toilettenpapier befeuchtet oder Feuchttücher aus Papier statt aus Vlies verwendet werden. Ebenso nicht über die Toilette entsorgt werden sollten Fett, Speiseöl, Windeln, Hygieneartikel, Watte, Katzenstreu Zigarren- und Zigarettenreste.

Weitere Informationen zur Situation rund um das Coronavirus gibt es gesammelt unter www.lkgi.de 

Auf der Homepage des Landratsamtes kann man sich über die Entwicklung informieren

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