Bombenangriffe 1944

Gedenken an die Opfer

Durch mehrere Bombenangriffe im Dezember 1944, insbesondere am 6. Dezember, wurden 80 Prozent des Gießener Stadtkerns zerstört. Zum Gedenken an die Opfer und die schwere Zerstörung des Gießener Stadtkerns lädt der Magistrat der Universitätsstadt Gießen die Bevölkerung am Montag, 6. Dezember 2021, ein.

Wie die Pressestelle der Stadt Gießen bekannt gibt,  ist folgendes öffentliches Programm vorgesehen: Nach dem Glockengeläut und der Begrüßung durch Pfarrer Dr. Gabriel Brand (Evangelische Stadtkirchenarbeit) trägt die Musikschule Gießen eine Komposition von Arcangelo Corelli vor: Triosonate op. 3 Nr. 7; daraus: Grave – Allegro (1. und 2. Satz). Während der Feier erfolgen noch weitere Beiträge der Musikschule:  Arcangelo Corelli: Triosonate op. 3 Nr. 7; daraus: Adagio – Allegro (3. und 4. Satz) und Antonio Vivaldi: aus der Triosonate op. 1 Nr. 1; daraus: Adagio – Capriccio – Gavotta.

Zeitzeugen interviewt

Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz wird im Rahmen der Feier sprechen. Schüler der Ricarda-Huch-Schule Gießen interviewten Zeitzeugen und berichten darüber.  Sie zeigen zudem Bilder und Werke zum Thema „Bombenangriffe auf Gießen im Dezember 1944“, die im Kunstunterricht entstanden sind. Sie berichten über ihre Überlegungen zur Gestaltung der Bilder und Werke.  Alle Bilder und Werke sowie Videofilme über die Zeitzeugen-Interviews sind am 6. Dezember 2021 von 18 bis 21 Uhr im Leib’schen Haus des Oberhessischen Museums, Georg-Schlosser-Straße 2 in Gießen, zu sehen und weiter dort bis zum 15. Dezember 2021 nach vorheriger Anmeldung unter museum@giessen.de

In der Pankratiuskapelle erfolgt die Gedenkfeier. (Fotoquelle: Wikipedia, Jörg R. Becker)

Friedensgebet wird gesprochen

Ein Friedensgebet spricht Abderrahim En-Nosse, Zentralrat der Marokkaner in Deutschland und Co-Vorsitzender der Christlich-Islamischen Gesellschaft Gießen, bevor von Pfarrer Dr. Gabriel Brand die Schlussworte kommen.  Im Anschluss an die Gedenkveranstaltung  erfolgt eine Kranzniederlegung am Gedenkstein vor dem Stadtkirchenturm durch die Oberbürgermeisterin  und Stadtverordnetenvorsteher Joachim Grußdorf. 

Historische Bilder werden projiziert

Historische Stadtbilder und die im Kunstunterricht zum Thema „Bombenangriffe auf Gießen im Dezember 1944“ entstandenen Bilder und Werke von Schülerder Ricarda-Huch-Schule werden am 6. Dezember 2021 von 7.20 – 9.20 Uhr und von 18  – 20.15 Uhr an den Stadtkirchenturm (Kirchplatz) projiziert. Zu den genannten Zeiten werden auch drei Seiten des Stadtkirchenturms rot-gelb angestrahlt.

Drei Seiten des Stadtkirchenturms werden am 6. Dezember 2021 rot-gelb angestrahlt. Rechts die Engel-Skulptur auf dem Haus, in dem die Engel-Apotheke untergebracht ist. (Archivfoto: Jörg-Peter Schmidt)
Coronaregeln sind zu beachten

Folgende Corona-Zugangsregelungen sind zu beachten:
Der Magistrat wendet für den Zugang zur Gedenkstunde das 2G-plus-Zugangsmodell an. Das bedeutet, dass die Gäste sich vorher zusätzlich zum Negativnachweis Impfnachweis/Genesenennachweis in einer Teststelle aktuell testen lassen (PCR-Test oder Antigentest) und die dort erhaltene Bescheinigung mit vorlegen müssen. Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren können den Negativnachweis durch einen aktuellen Test in einer Teststelle (Antigentest) oder die Vorlage eines Testhefts mit Eintragungen der Schule erbringen.

Dies gilt auch für Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können und dies durch ein schriftliches ärztliches Zeugnis, das auch den vollständigen Namen und das Geburtsdatum enthält, nachweisen. Kinder unter 6 Jahren haben keinen Negativnachweis zu führen. Der PCR-Test darf nicht länger als 48 Stunden zurückliegen, der Antigentest nicht länger als 24 Stunden. Selbsttests für zu Hause können nicht berücksichtigt werden.

Die 2G-plus-Zugangsregelungen werden im Eingangsbereich der Pankratiuskapelle kontrolliert. Zum Nachweis der erfolgten Kontrolle ist ein ausgehändigtes Bändchen zu tragen. Nach der Kontrolle entfallen in der Pankratiuskapelle die Pflicht zum Tragen einer medizinischen Maske und das Einhalten eines Mindestabstandes von 1,50 Metern. Dies gilt auch, wenn die Gäste im Anschluss an die Gedenkstunde an der Kranzniederlegung am Gedenkstein vor dem Stadtkirchenturm teilnehmen. 

Die Gedenkstunde beginnt am Montag, 6. Dezember 2021, um 19.30 Uhr in der Gießener Pankratiuskapelle, Georg-Schlosser-Straße 5.

Titelbild: Zerstörtes Haus am Gießener Marktplatz. (Bildquelle: stadtarchiv)

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