Kein Hitzeschutz, aber noch Wasser
Von Klaus Nissen
Der Schutz vor Hitze ist wichtig – aber der „Hitzeaktionsplan“ für Rosbach kommt nicht voran. Beides betont Bürgermeister Steffen Maar auf eine Anfrage der CDU-Fraktion.Rosbach wartet noch ab
Seit Januar 2026 sei am Hitzeaktionsplan nicht weitergearbeitet worden, so Maar in der Parlamentssitzung am 11. August 2026. Denn in der zuständigen Stabsstelle des Bürgermeisters gebe es nicht die „erforderlichen personellen Ressourcen“. Das Personal sei ausgelastet mit der Arbeit am Stadtentwicklungskonzept, am Sporthallen-Förderungsprogramm und der Wirtschaftsförderung.
Im Etat für 2026 ist kein Geld für den Hitzeschutzplan vorgesehen, erinnerte der Bürgermeister vor dem Stadtparlament. Der Einsatz externer Berater würde rund 15 000 Euro kosten. Erst wenn das Stadtentwicklungskonzept fertig sei, könne man Zuschüsse für den Hitze-Aktionsplan beantragen.
Aktuell hat die Stadt laut Maar einen Runden Tisch mit Einrichtungen der Alten- und Pflegehilfe gegründet und gibt Hinweise, wie man sich selber vor Hitze schützen kann. Die Stadt sei auch jetzt schon dabei., versiegelte Oberflächen zu beseitigen und Grünflächen im öffentlichen Raum zu schaffen.
Grundwasser reicht noch aus
Letzteres ist akut wegen der Dürre wohl unmöglich. Unter dem Boden liegt aber noch genug Grundwasser, berichtete der Bürgermeister auf eine weitere CDU-Anfrage. Seit 2021 sei gar ein Anstieg der Grundwasserstände zu verzeichnen. Denn zuletzt 2023 und 2024 habe es viel geregnet. Seit Juli 2022 habe die Wasserampel kein Rot mehr gezeigt.
Die Stadtwerke können alle Haushalte und Betriebe mit eigenem Trinkwasser versorgen. Es gibt vier Tiefbrunnen, drei Quellfassungen, vier Hochbehälter und zwei Wasserwerke. Über ein 70 Kilometer langes Hauptleitungsnetz versorgen die Stadtwerke nach eigenen Angaben rund 4200 Hausanschlüsse.
Der Wasserverbrauch dürfte akut hoch sein – wie hoch, gab der Bürgermeister in der Parlamentssitzung nicht bekannt. Die gelieferten Wassermengen liegen zwischen 549 000 Kubikmetern im Jahr 2010 und 659 000 Kubikmetern 2020. Für 2025 stehen 631 000 Kubikmeter in der Statistik. kni
