Trockenheit

Versiegende Quellen melden

Die Schutzgemeinschaft Vogelsberg (SGV), die gegen den Grundwasserraubbau im Vogelsberbg kämpft, ruft dazu auf, ihr das Austrocknen von Gewässern und Biotopen sowie das Versiegen von Quellen zu melden. Sie braucht die Daten, um schnell und wirkungsvoll Alarm zu schlagen.

Eine immer schlimmere Katastrophen

„Das mittlerweile dritte trockene Jahr im Großraum Vogelsberg lässt Bäche und Quellen in ungeahntem Umfang sterben. Auch für den Forst ist der fortgesetzte Wassermangel eine immer schlimmere Katastrophe. Zudem brechen die landwirtschaftlichen Erträge enorm ein. Gleichzeitig aber werden von den großen Wasserwerken größtmögliche Grundwassermengen für den Export in den Ballungsraum abgepumpt. Deshalb sind in den entsprechenden Einzugsbereichen Gewässer, Nass- und Feuchtbiotope und das Grundwasser der Kommunen sowie der Land- und Forstwirtschaft besonders gefährdet“, erklärt die Schutzgemeinschaft.

Die SGV kämpft dafür, die Fördermengen gerade in den sommerlichen Trockenperioden spürbar zu reduzieren. Dafür will sie Fakten sammeln. Um sich durchsetzen zu können, brauche sie einen Überblick über die tatsächlichen Wasserverhältnisse vor allem im südöstlichen, südlichen und südwestlichen Vogelsberg sowie in den sich daran anschließenden Gebieten im Main-Kinzig-Kreis, Wetteraukreis und Landkreis Gießen, erläutert die Schutzgemeinschaft. Die Daten, die Wasserwerke und Behörden zur Verfügung stellen, seien dafür nicht ausreichend und kämen mitunter mit Verzögerung an. Um zeitnah und wirkungsvoll Alarm schlagen zu können, braucht sie eigene Daten. Deshalb ruft die SGV die Bevölkerung auf, die Gewässer und wasser-abhängigen Biotope der Region zu beobachten.

Die Wasserverhältnisse dokumentieren

Besonders wichtig sind der Schutzgemeinschaft dabei Angaben über das Austrocknen von Gewässern und Biotopen sowie über das Versiegen von Quellen. Je öfter solche Beobachtungen erfolgen, desto besser könne sie die Entwicklung der Wasserverhältnisse dokumentieren und als Beweismittel nutzen, erklärt die SGV. Die Informationen „müssen eine genaue Angabe des jeweiligen Standortes, das Datum der Beobachtung und wenn möglich ein Foto des Zustandes enthalten“, betont die Schutzgemeinschaft.

Die Informationen über austrocknende Gewässer und Biotope sollen möglichst per E-Mail an info@sgv-ev.de geschickt werden. Die Postadresse der Geschäftsstelle ist: Schutzgemeinschaftg Vogelsberg (SGV), Goethestraße 4, 63679 Schotten. Für Rückfragen sollen Einsender ihren Namen und ihre Telefonnummer oder E-Mail-Adresse angeben.

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