Klima und Umwelt

Karikaturen in Schaufenstern

Unter anderem um den Klimawandel und Umweltprobleme geht es in einer Ausstellung, die zurzeit in sieben Gießener Schaufenstern zu sehen ist. Gezeigt werden Karikaturen.

Schwarzer Humor

Zu sehen sind unter dem Titel „Glänzende Aussichten“ Werke 40 zeitgenössischer Künstler auch zu den Themen Lebensstil, Konsum, und globaler Gerechtigkeit, berichtet die Stadt Gießen in einer Presseinformation. Herausgegeben wird die Ausstellung vom katholischen Hilfswerk Misereor. Die Initiative zur Schau ging von der Steuerungsgruppe „Fair Trade Town Gießen“ aus; in dieser Gruppe arbeiten verschiedene zivilgesellschaftliche Organisationen mit der Stadt zusammen. Die Universitätsstadt Gießen ist seit 2011 als „Stadt des Fairen Handels“ anerkannt.

Bei der Ausstellungseröffnung im Rathaus benannte die Bildungskoordinatorin des Gießener Weltladens Angelika Körner, das Anliegen der Gruppe: „Der schwarze Humor dieser Karikaturen soll den Anstoß geben, den eigenen Lebensstil zu überdenken. Das Lachen hat auch eine befreiende Kraft.“ Stadträtin Gerda Weigel-Greilich fand lobende Worte für die Steuerungsgruppe: „Die Idee, diese Ausstellung nicht in einem geschlossenen Raum zu zeigen, sondern über die Stadt verteilt in Schaufenstern, ist den aktuellen Corona-Zeiten angemessen. Mein Dank gilt den teilnehmenden Organisationen.“ Die Karikaturen sind bis 14. August 2020 in folgenden Schaufenstern der Universitätsstadt zu sehen: Rathaus (Berliner Platz 1), Freiwilligenzentrum (Ludwigstr. 6), Weltladen (Schulstr. 4), Tourist-Information (Schulstr. 4), Kirchenladen (Burggraben 1), Begegnungszentrum (Walltorstr. 3), Arbeitsloseninitiative (Walltorstr. 1). Soweit die Presseinfo der Stadt.

Noch einige Erläuterungen zum Thema „Fair Trade Town Gießen“: Wie eingangs berichtet, trägt seit April 2011 die Stadt Gießen, wie man auf ihrer Homepage erfährt, den Titel „Fairtrade-Town“. Die Stadt betrachtet den Fairen Handel als einen wichtigen Beitrag gegen weltweite Armut, da für Produkte aus Fairem Handel gerechte Löhne unter menschenwürdigen Arbeitsbedingungen gezahlt werden.Die Universitätsstadt Gießen hat die dafür erforderliche Kriterien erfüllt, beispielsweise

  1. Einen Beschluss, bei allen Sitzungen des Stadtparlaments und dessen Ausschüssen sowie im Büro der Oberbürgermeisterin fair gehandelten Kaffee sowie ein weiteres Produkt aus fairem Handel anzubieten, 
  2. die Einrichtung einer Steuerungsgruppe, die Aktivitäten vor Ort koordiniert,
  3. in Gießener Einzelhandelsgeschäften werden gesiegelte Produkte aus fairem Handel angeboten und in Cafés und Restaurants werden jeweils mindestens zwei fair gehandelte Produkte ausgeschenkt,
  4. in öffentlichen Einrichtungen wie Schulen, Vereinen und Kirchen werden fair gehandelte Produkte verwendet und es werden dort Bildungsaktivitäten zum Thema fairer Handel durchgeführt . Auch berichtet die Presse über dieses Thema in Gießen.

Titelbild: Mitglieder der Steuerungsgruppe „Fair Trade Town Gießen“, von links: Janina Brendel (städt. Koordinatorin für kommunale Entwicklungspolitik), Uwe Koperlik (Partnerschaftsverein Gießen / San Juan del Sur), Angelika Körner (Bildungskoordinatorin Weltladen Gießen), Lena Trantel (Praktikantin Weltladen Gießen), Sophia Seitz (Bildungsreferentin Weltbewusster Stadtrundgang Gießen), Stadträtin Gerda Weigel-Greilich, Gemeindereferent Gerd Tuchscherer (Katholische Cityseelsorge), Lukas Morawietz (Projekt Gemeinwesenarbeit im Quartier). (Foto: Stadt Gießen)

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