Störche

Über 120 Paare im Wetteraukreis

Die Zahl der Störche in der Wetterau wächst weiter: 2019 wurden 112 Storchenpaare mit 198 Jungen gezählt. In diesem Jahr liegt die Zahl der Storchnepaare bei über 120. „Eine zehnprozentige Steigerung können wir schon seit Jahren registrieren“, berichtet Ralf Eichelmann, Leiter der Arbeitsgemeinschaft Wiesenvogelschutz innerhalb der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz im Wetteraukreis.

Sinnbild besserer Umweltbedingungen

„Gerade der Storch ist ein Sinnbild für die verbesserten Umweltbedingungen“, heißt es in einer Pressemitteilung des Wetteraukreises. Vor 20 Jahren sei ein einzelner Storch schon eine Meldung für die Zeitung gewesen. Die Auen waren trocken, die Lebensbedingungen für die großen Vögel ungünstig. Durch die enge Zusammenarbeit zwischen ehrenamtlichem und hauptamtlichem Naturschutz und der Landwirtschaft sei es gelungen, wesentliche Verbesserungen zu schaffen. Die Auenlandschaft werde nicht mehr kontinuierlich entwässert, sondern große Flächen würden angestaut und so hervorragende Lebensbedingungen für viele Vögel geschaffen.

Ein Storch im Anflug im Bingenheimer Ried. (Fotos: Moritz Elsaß)

Das Nahrungsangebot in der Agrarlandschaft sei inzwischen wieder groß und würde auch einer doppelt so großen Zahl wie aktuell genügen. Wesentlich sei derzeit aber das Angebot an Brutmöglichkeiten. Da der Weißstorch im Wetteraukreis nicht mehr bedroht sei, würden auch keine neuen Brutmasten mehr aufgestellt. Neue Paare seien somit auf natürliche Brutplätze angewiesen. Dazu brauchen die großen Tiere, die den Winter in Südeuropa oder in Afrika verbringen, alte Bäume mit lichten Kronen. Auch Nadelbäume in Hausgärten mit abgebrochenen Spitzen werden angenommen.

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