PFLEGEERLAUBNIS

Neue Tagesmütter ausgebildet

Spielen, füttern, trösten, schlafen legen – wer sich für eine Zukunft als Kindertagespflegeperson entscheidet, hat alle Hände voll zu tun und muss gekonnt auf die Bedürfnisse der Kleinsten eingehen können. Etliche wichtige Grundlagen haben sieben Frauen in einer vom Landkreis Gießen finanzierten, sechsmonatigen Ausbildung beim Bildungswerk der AWO Hessen e.V. in Gießen vermittelt bekommen.

Reem Adi, Sümeyye Aydemir-Kemi, Yessica Greiner, Laura Khalil-Bipp, Stephanie Wächter und Julia Wirth stehen jetzt am Beginn ihrer beruflichen Laufbahn im Bereich der Kinderbetreuung und haben mit der Qualifikation eine Pflegeerlaubnis für die Betreuung von bis zu fünf Kindern erhalten. Diese ist fünf Jahre lang gültig und muss jährlich mit einer Aufbauqualifizierung bestätigt werden, erläutert die Pressestelle des Landkreises.

Verbesserung der Betreuungssituation

Die sieben neuen Kindertagespflegekräfte kommen aus Hungen, Lich, Reiskirchen und Heuchelheim. Kreis-Sozialdezernent Hans-Peter Stock freut sich, dass sie ab sofort zur Verbesserung der Kinderbetreuungssituation im Landkreis beitragen: „Viele Eltern entscheiden sich ganz bewusst für die Betreuung ihrer Kinder in einem familiennahen Umfeld, in dem sie eine feste Bezugsperson haben. Es ist schön, dass wir das Angebot innerhalb unseres Landkreises Dank der neuen Kindertagespflegekräfte ausweiten können.“

Nächste Grundqualifikation startet im September

Zum 1. September 2021 sind die Frauen mit dem Grundqualifizierungsseminar in ihre Ausbildung gestartet. In 160 Unterrichtseinheiten lernten sie unter anderem das Berufsbild der Kindertagespflege, rechtliche und steuerrechtliche Grundlagen, interkulturelle Bildung, Konfliktverhalten, Ernährung, das kindliche Spiel und wichtige psychologische Grundlangen kennen.

Des Weiteren mussten die angehenden Kindertagesmütter insgesamt 80 Unterrichtseinheiten Praktikum bei einer anerkannten Kindertagespflegeperson sowie in einer Kindertageseinrichtung absolvieren. Auch ein zweitägiger Erste-Hilfe-Kurs für Säuglinge und Kleinkinder gehörte zum Ausbildungsprogramm.

Organisiert wurde die Ausbildung vom Netzwerk Kindertagespflege, des im Auftrag des Landkreises Gießen zuständigen Kindertagespflegebüros, das im gesamten Kreisgebiet für die Ausbildung und Betreuung von Kindertagespflegepersonen zuständig ist. Es setzt sich zusammen aus dem Verein „Eltern helfen Eltern“ in Gießen, der katholischen Familienbildungsstätte in Buseck sowie dem Oberhessischen Diakoniezentrum in Laubach. Alle drei Partner unterhalten am jeweiligen Standort ein Kindertagespflegebüro. Bei der Umsetzung wurden sie von Katherina Schauer, Fachberatung für Kindertagespflege beim Landkreis Gießen, unterstützt.

Wer gerne zukünftig als Kindertagespflegeperson im Landkreis Gießen arbeiten möchte, hat ab dem 1. September 2022 die Möglichkeit, in die nächste kostenlose Grundqualifikation zu starten. Hierfür gibt es noch freie Plätze. Weitere Informationen dazu erteilt das jeweilige Kindertagespflegebüro vor Ort.

Wer die Ansprechpartner sind

Zuständig für die Region Allendorf/Lumda, Buseck, Fernwald, Lollar, Rabenau, Reiskirchen und Staufenberg ist die Katholische Familienbildungsstätte in Buseck. Ansprechpartnerin ist Marion Fritz (Telefon: 06408 501153, E-Mail: tagespflege@fbs-buseck.de). Das Oberhessische Diakoniezentrum in Laubach kümmert sich um die Region Grünberg, Hungen, Laubach und Lich. Hier ist Eva Heigl (Telefon: 06405 827160, E-Mail: kindertagespflege@oberhess-diakonie.de) zuständig. Vom Verein „Eltern helfen Eltern“ in Gießen kümmert sich Christine Rinn (Telefon: 0641 3012579, E-Mail: c.rinn@ehe-giessen.de) um Interessierte in der Region Biebertal, Heuchelheim, Langgöns, Linden, Pohlheim und Wettenberg.

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