Kundgebung am Römerberg
Unter dem Motto „Erst unsere Jobs, dann eure Profite“ ruft der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) zu Kundgebungen am 1. Mai 2026 auf. In Frankfurt wird an diesem Tag am Römerberg demonstriert.Arbeitsplätze und Sozialstaat sichern
„Die wirtschaftliche Lage ist angespannt. Viele lohnabhängig Beschäftigte haben Angst um ihre Zukunft und die ihrer Familien. Doch die Beschäftigten sind nicht verantwortlich für Krisen, Fehlentscheidungen oder unterlassene Investitionen. Sie sind es, die jeden Tag arbeiten und damit den Laden am Laufen halten. Die Bundesregierung und die Arbeitgeber müssen endlich soziale Verantwortung zeigen: In die Zukunft investieren, Arbeitsplätze und den Sozialstaat sichern“, erklärt der Frankfurter DGB-Vorsitzende Philipp Jacks.
Der Frankfurter DGB-Chef kritisiert die sozialstaatlichen Reformpläne der Bundesregierung: „Der Sozialstaat ist kein Kostenfaktor, den man beliebig kürzen kann – er ist die Grundlage für Zusammenhalt und Stabilität. Wer heute behauptet, er sei, zu teuer‘, lenkt von den eigentlichen Problemen ab: einer ungerechten Vermögensverteilung und einer Steuerpolitik zugunsten der Reichsten“.
Reichtum gerecht verteilen
Mit Blick auf die gestiegenen Lebenshaltungskosten, insbesondere beim Wohnen, der Energie und jüngst den Spritpreisen fordert Jacks: „Wir brauchen eine Politik, die zeigt, dass sie handlungsfähig ist und zeitnah für spürbare Entlastung der Leistungsträger in der Mitte der Gesellschaft sorgt. Aber nicht durch Kürzungen bei den Ärmsten, sondern durch eine gerechtere Verteilung des Reichtums! Wenn immer mehr Menschen die Sorge haben, dass das Geld am Ende des Monats nicht mehr reicht oder dass ihre Arbeitsplätze wegfallen, besteht die Gefahr, dass sich immer mehr Menschen von den demokratischen Parteien abwenden.“
Die Demonstration am 1. Mai 2026 in Frankfurt beginnt um 10.30 Uhr an der Hauptwache, die Kundgebung am Römerberg beginnt um 12 Uhr. Hauptrednerin ist die stellvertretende Vorsitzende der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) Cosima Ingenschay. Sprechen werden zudem der Oberbürgermeister Mike Josef, die DGB-Jugend sowie der Frankfurter DGB-Vorsitzende Philipp Jacks. Das Programm wird musikalisch durch Marvin Scondo begleitet. Zudem wird es ein Familienfest mit Essen und Getränken, Infoständen und Kinderprogramm geben.