Museen in Gießen

Eintauchen in die Historie der Stadt

Im Erdgeschoss des Leib´schen Hauses in Gießen befindet sich ein liebevoll gebautes Modell, das aus zahlreichen gebastelten Häuschen besteht. Anhand dieses Modells kann man sich darüber informieren, wie die Innenstadt Gießens ausgesehen hat, bevor sie am 6. Dezember 1944 zerstört wurde. Unter anderem in diesem Museen in Gießen sind& wieder Führungen möglich.

Führungen und Workshops

Führungen und Workshops werden ab September 2020 wieder angeboten, teilt die Stadtverwaltung mit. In den Leib’schen und Wallenfels’schen Häusern (in der Nähe des Gießener Stadtkirchturms gelegen) bieten die Museumsmitarbeiter nun wieder ein abwechslungsreiches Programm an. Das Alte Schloss am Brandplatz muss voraussichtlich noch bis Ende Oktober geschlossen bleiben. Dann erwartet die Besucher neben einem neuen und vor allem behindertengerechten Aufzug auch eine behindertengerechte Toilette im Untergeschoss. Zudem werden derzeit in allen öffentlichen Bereichen Wlan-Accesspoints eingerichtet, sodass zukünftig alle Besuche im Oberhessischen Museum die Möglichkeit haben, mit ihren eigenen mobilen Geräten das Internet zu nutzen. Ein wenig Geduld muss allerdings noch aufgebracht werden, denn die notwendige Verkabelung verzögert sich. 

In der Zwischenzeit startet das Museumsprogramm wieder mit dem Kunstkränzchen und verschiedenen Führungen (zum Oberhessischen Museum gehören die Räume im Alten Schloss am Brandplatz, das Wallenfels’sches Haus und das Leib’sches Haus (jeweils beim Stadtkirchenturm).

Das neue Programm

KunstKränzchen: Mittwoch, den 9. September 2020 (14 bis ca. 16 Uhr). Treffpunkt:  Wallenfels’sches Haus, Kirchenplatz 6. Thema: „Zwischen Hirtenmesser und Tempellöwen“. Man begibt  sich auf Spurensuchen im Wallenfels’schen Haus und wandelt zwischen Fossilien, Buddhas und Tempellöwen. Wie lassen sich diese Artefakte darstellen oder verfremden mit Farben, Formen, graphisch, malerisch? Man kann Anregungen geben, die man im gesamten Wallenfels’schen Haus im gebührenden Abstand voneinander ausleben kann. 

Öffentliche Führung: Von der Wasserburg zur Universitätsstadt (Sonntag, der 13. September 2020, 14 bis 15 Uhr). Treffpunkt:  Leib’sches Haus, Georg-Schlosser-Str.2. Die Wasserburg ,Zu den Giezzen‘ wurde um 1150 errichtet. Am Namen dieser Stadt hat sich nicht viel geändert – dafür alles andere. Wie Gießen den Sprung vom „Provinzkaff“ zur Universitäts- und später Industriestadt schaffte, erfährt mananhand von ausgewählten Exponaten bei diesem Rundgang durchs Leib’sche Haus.

Weitere öffentliche Führung: Rundgang durch das alte und neue Gießen (Sonntag, den 20. September 2020,  14 bis 15 Uhr). Treffpunkt:  Leib’sches Haus, Georg-Schlosser-Str.2. Bei einem gemeinsamen Rundgang durch die stadtgeschichtliche Sammlung im Leib’schen Haus und einem anschließenden Spaziergang durch die umliegenden Straßen kann manisch darüber informieren, was der 6. Dezember 1944 (Luftangriff) verändert hat. 
Für alle Veranstaltungen gilt eine Anmeldepflicht unter museum@giessen.de –  während des Besuchs muss eine Mund-Nase-Bedeckung getragen werden. Soweit die Pressemeldung der Stadt Gießen. 

Infos über die Museen

Wenn man giessener-land.de anklickt, findet man auch Erläuterungen über die drei Häuser des Oberhessischen Museums: Das Oberhessische Museum verteilt sich auf drei historische Gebäude im Zentrum der Stadt Gießen: Das Leib`sche Haus, das Wallenfels`sche Haus und das Alte Schloss. Sie beherbergen Objekte der gesamten Menschheitsgeschichte. Von der Darstellung der Vor- und Frühgeschichte, über einen Rundgang durch die Kunstgeschichte bis hin zur Dokumentation der Stadtgeschichte bietet das Oberhessische Museum einen abwechslungsreichen Besuch für alle Interessierten.
In den kommenden Jahren wird das Oberhessische Museum seine Dauerausstellung neu gestalten. 

Adresse
Oberhessisches Museum
 – Altes Schloss, Brandplatz 2
 – Leib’sches Haus, Georg-Schlosser-Straße 2
 – Wallenfels’sches Haus, Kirchenplatz 6
35390 Gießen

Öffnungszeiten
Dienstag bis Sonntag: 10  bis 16 Uhr

Eintritt frei

Führungen und Angebote
Durch die Workshops und Führungen lässt sich das Museum neu entdecken, kreativ und unter fachkundiger Anleitung individuell erleben und mitgestalten. Für Groß und Klein und ganz Klein – für Einzelbesucher*innen, Gruppen und Schulklassen.

Kontakt

Tel.: 0641 9609730
E-Mail: museum@giessen.de
Internet: www.museum.giessen.de
Facebook: www.faebook.de/museumgiessen
Instagram: www.instagram.com/oberhessisches_museum

Altes Schloss

Im Alten Schloss befindet sich die Gemäldegalerie. Außerdem werden Skulpturen sowie Porzellan und Fayencen ausgestellt. Große Sonderausstellungen werden im ersten Obergeschoss gezeigt, wechselnde Kabinettausstellungen und das „Kleine Filmbüro“ befinden sich im Erdgeschoss.


Während das das Wallenfels’sches Haus und das  Leib’sche Haus geöffnet sind, sind die Räume im Alten Schloss noch geschlossen. Sie befinden sich in einem historisch ehrwürdigen Gebäude.   Von daher lohnt sich schon mal die Außenbetrachtung.

Die Gemäldegalerie bietet einen Rundgang durch die Kunstgeschichte ausgehend vom späten 19. Jahrhundert mit Werken von Carl Engel von der Rabenau und Hermann Angermeyer bis in die Gegenwart. Schwerpunkte bilden hier derzeit regionale Künstler*innen wie Hein Heckroth, Hellmuth Mueller-Leutert und Lotte Bingmann-Droese sowie die Kunst nach 1945, unter anderem vertreten durch Elvira Bach, Günter Fruhtrunk, Karl Otto Götz, Otto Greis, Bernhard Jäger, Hans-Jürgen Schlieker, Bernard Schultze, Johanna Staniczek und Günther Uecker.

Leib´sches Haus

Das Leib´sche Haus zählt zu den ältesten Fachwerkhäusern in Hessen. Es wurde 1350 erbaut, ist im Krieg zu großen Teilen zerstört worden und wurde mit den Originalbalken wieder errichtet. Seit 1978 beherbergt es die Abteilung für Stadtgeschichte und Volkskunde.

Die Exponate gewähren Einblicke in die Volkskunde, das Kunsthandwerk und die ländliche Lebensweise in der Umgebung. Ausgestellt sind unter anderem Brettstühle, Finkentruhen aus dem 18. Jahrhundert, Ernteflaschen und Trachten. Das bürgerliche Leben wird durch Möbel-Ensembles aus der Zeit des Barock, des Biedermeier, der Gründerzeit und des Jugendstil veranschaulicht. Darstellungen zur Gießener Industrie- und Handwerksgeschichte beschließen den Rundgang im Dachgeschoss. Im Erdgeschoss befindet sich zudem, wie  erwähnt,  ein Stadtmodell, das die Gießener Innenstadt vor der Zerstörung am 6. Dezember 1944 zeigt.

Wallenfels´sches Haus

Im Wallenfels´schen Haus befinden sich seit 1987 die Abteilungen, die sich der Erd- und Menschheitsgeschichte widmen: Von Fossilien bis zu den frühsten Steinwerkzeugen der Geröllgeräte-Industrie der Neandertaler sind fast alle vor- und frühgeschichtlichen Entwicklungen in der archäologischen Abteilung vertreten. Hier werden bronzezeitliche Funde aus Hügelgräbern bis hin zu Fundstücken aus merowingischer und karolingischer Zeit gezeigt. Zu sehen sind Kämme, Gewandspangen, Gefäße und diverse Grabungsfunde aus der Gründungsgeschichte Gießens.

Das Wallenfels’sches Haus und das  Leib’sche Haus (Kirchenplatz 6 und Leib’sches Haus, Georg-Schlosser-Str.2 in der Gießener Innenstadt, beim Stadtkirchenturm gelegen. (Fotos: Jörg-Peter Schmidt)

Die besondere Sammlung zur Kultur Tibets schenkte Heinrich Beer in den 80er Jahren dem Museum. Neben den zahlreichen Buddha-Figuren gehören zu der Sammlung auch Kultmesser, Silberamulette, volkstümliche Gebrauchsgegenstände aus Tibet und ein Sandmandala, das vor Ort von tibetisch-buddhistischen Mönchen hergestellt wurde.

Im  Leib´sche Haus befindet sich ein Model, das Gießen vor der Zerstörung  durch den 1944 erfolgten Luftangriff zeigt. Die Universitätsstadt war stark von Fachwerk  geprägt. (Foto: Stadt Gießen)
Das Wallenfels’sches Haus und das  Leib’sche Haus (Kirchenplatz 6 und Leib’sches Haus, Georg-Schlosser-Str.2 in der Gießener Innenstadt, beim Stadtkirchenturm gelegen. (Foto: Jörg-Peter Schmidt)

Titelbild: Im  Leib´schen Haus befindet sich ein Modell, das Gießen vor der Zerstörung  durch den 1944 erfolgten Luftangriff zeigt. Die Universitätsstadt war noch mehr von Fachwerk  geprägt. (Foto: Stadt Gießen)

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