Chaos in Nepal

„Es mangelt an allem“

Das Erdbeben hat das bitterarme Land in ein gewaltiges Chaos gestürzt. Lydia Schmidt vom Verein Kinderhaus Kathmandu kdurbar kaputtonnte per Facebook und Whats App Informationen aus Budhanilkanta bekommen. Sie bittet nun um Geld zum Wiederaufbau.

Chaos in Nepal

Die in Bad Nauheim lebende Lydia Schmidt hat 1995 in Budhanilkanta bei Kathmandu ein Waisenhaus gegründet. Der Verein Kinderhaus betreut zurzeit 52 Mädchen und Jungen im Alter von 3 bis 19 Jahren aus den ärmsten Bevölkerungsschichten Nepals.

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Lydia Schmidt (rechts) mit einigen ihrer Schutzbefohlenen am Tor des Kinderhauses. (Bild: kinderhaus-kathmandu.de)
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Erst 2012 eröffneten B.B. und Laxmi Tamang ihr Gästehaus mit dem atemberaubenden Ausblick auf den Himalaya und die Millionenstadt Kathmandu. Das Erdbeben hat es zerstört. Bild: Kinderhaus-kathmandu.de

Die Kinder haben das Erdbeben heil überstanden, erfuhr Lydia Schmidt von der Heimleiterin Laxmi Tamang. „Dafür sind wir unendlich dankbar. Allerdings hat es erhebliche Gebäudeschäden gegeben.  Die beiden Kinderhäuser haben wohl nur einige Risse, aber das Gästehaus und die Schulen hat es schlimm erwischt.“ Eine eigene und vier Dorfschulen in entlegenen Regionen von Nepal erbaute der Verein mit dem Geld von vielen Spendern im Rhein-Main-Gebiet.

„Im Moment wagt sich niemand weit weg vom sicheren Kinderhaus“, so Lydia Schmidt. Denn jederzeit sei mit Nachbeben zu rechnen. Zuletzt bebte am Sonntagmorgen die Erde mit einer Stärke von 6,7.  Die Bewohner halten sich jetzt alle in einem Gebäude auf, das ihnen am sichersten erscheint.  Keine Informationen hat Lydia Schmidt, wie es den 25 früheren Kinderhausbewohnern geht, die inzwischen erwachsen sind und nun außerhalb von Budhanilkanta leben. Die Telefonleitungen und die meisten Straßen scheinen zerstört zu sein. „Es mangelt an allem“, sagt Lydia Schmidt.  Das Heimleiter-Paar B.B. und Laxmi Tamang wurde von der Vereinsvorsitzenden aufgefordert, Not leidende Nachbarn mit Geld und Lebensmitteln zu unterstützen.

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Mit bloßen Händen graben Helfer diesen Verschütteten in Kathmandu aus. Foto: Twitter

Während das Kinderhaus seit 2014 übe eine eigene Solarstromanlage verfügt, ist in der eine Autostunde entfernten Millionenstadt Kathmandu das Stromnetz komplett ausgefallen. Es war ohnehin schon sehr anfällig, tägliche Stromausfälle die Regel. Viele Häuser sind eingestürzt, die Menschen suchen mit bloßen Händen nach Verschütteten. Die Behörden hatten schon im normalen Alltag Mühe, das öffentliche Leben zu  koordinieren und die Menschen mit Wasser und Strom zu versorgen. Sie sind nun komplett überfordert. Flugzeuge mit Katastrophenhelfern und Hilfsgütern stauen sich im indischen Delhi, weil der Flughafen von Kathmandu beschädigt ist und nicht genug Kapazität hat.

Touristen sitzen fest

Das Erdbeben hat auch den Tourismus – eine wichtige Einkommensquelle des Landes, zum Erliegen gebracht. Tausende Touristen sitzen nun in Nepal fest,  Gasthäuser sind beschädigt und unbrauchbar. Viele historische Tempel auf dem zum Weltkulturerbe erklärten Durbar-Platz in Kathmandu sind nur noch Ziegelhaufen.

Spenden mit dem Stichwort „Erdbeben“ kann man auf das Konto  des Kinderhauses überweisen:

Sparkasse Oberhessen, IBAN DE39518500790012002246

Rundbrief des Vereins Kinderhaus zum Erdbeben in Nepal:

Erdbeben-Rundbrief

www.kinderhaus-kathmandu.de

 

 

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