Wetterau streikt mit
Das Frauenzentrum Wetterau ruft mit weiteren Initiativen dazu auf, sich am Frauenstreik am Montag, 9. März 2026 zu beteiligen. In Friedberg ist eine Aktion auf dem Elvis-Presley-Platz. Sie ist Teil des weltweiten Frauenstreiks „Enough! Genug! Basta!“.Kollektiver Aufschrei
„Die Wetterauer Frauen schließen sich damit einer offenen, solidarischen Bewegung von Frauen an, die sich für Gleichberechtigung, Sichtbarkeit, Würde, friedenspolitisches Handeln, Klimaschutz sowie ein gerechtes und solidarisches Zusammenleben einsetzen“, schreibt das Frauenzentrum in einer Pressemitteilung. „Enough! Genug! Basta!“ drücke einen kollektiven Aufschrei aus: Genug der strukturellen Ungleichheiten, der unsichtbaren, unbezahlten Arbeit, der patriarchalen Machtstrukturen, der Leugnung von Klimakrise, Gewalt und Krieg. Der Ausdruck GENUG! stehe synonym für „es reicht – Schluss damit“ und richte sich gegen Ungerechtigkeiten in allen Lebensbereichen. Durch den landes- und weltweiten Streik werde dieser Aufschrei gemeinsam sichtbar gemacht.
Der Frauenstreik am 9. März 2026 knüpfe an eine lange Tradition feministischer Proteste an, unter anderem an den Frauenstreik in Island 1975. „Frauen legen an diesem Tag weltweit ihre Arbeit nieder und machen sichtbar: Ohne diese Arbeit funktioniert unsere Gesellschaft nicht“, schreibt das Frauenzentrum. Der Begriff „Streik“ werde bewusst als politische und gesellschaftliche Protestform verwendet. Es handele sich ausdrücklich nicht um einen tarif- oder arbeitsrechtlichen Streik, sondern um eine symbolische Intervention im Rahmen des Meinungs- und Versammlungsrechts.
Aktion in Friedberg
Die Aktion in Friedberg ist am Montag, 9. März 2026, von 12 bis 14 Uhr auf dem Elvis-Presley-Platz. Wie diese Zeit gestaltet wird, werde bewusst offen gehalten. „Frauen sind eingeladen, gemeinsam ihre persönlichen ‚Genugs‘ sichtbar zu machen, aufzuschreiben und zu teilen. Ob mit Trommeln oder Topfdeckeln Musik gemacht, gesungen, getanzt oder Gespräche geführt werden, gepicknickt, sich ausgetauscht oder ganz eigene kreative Ideen eingebracht werden – alles ist willkommen! Alle Frauen und solidarischen Männer sind eingeladen, sich zu beteiligen.
Mitzubringen sind: Offenheit, Sitzgelegenheit, Snacks, gern Instrumente oder Alltagsgegenstände für Musik – und die eigene Stimme. Das Motto: Veränderung ist möglich – wenn wir gemeinsam handeln“, schreibt das Frauenzentrum.
Anregungen und Rückfragen per E-Mail an frauenzentrum.wetterau@t-online.de.
Weitere Informationen zur Bewegung online unter www.enoughgenug.org .