Impfzentrum

In Heuchelheim für den Start bereit

Die sieben Impfstraßen im Obergeschoss des Heuchelheimer Einrichtungsmarktes Roller sind jetzt fertiggestellt. Sobald das Land Hessen grünes Licht gibt, wird dort gestartet.

Medizinisches Team hilft jederzeit

Das rund 3000 Quadratmeter umfassende Zentrum, in dem die Impfungen hinsichtlich des Coronavirus‘ stattfinden,  wurden in einer Pressekonferenz vom Landkreis Gießen vorgestellt. Die von dem Gebäudeeigentümer gemieteten Räume standen kürzlich noch leer. Aber zahlreiche Handwerks-Fachleute haben wie die fleißigen Bienen in Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern die logistische gewaltige Herausforderung bewältigt und innerhalb von zwei Wochen das Gesundheits-Projekt realisiert. 

Wie aus der für die Presse zur Verfügung gestellten Vorlage des Landratsamts hervorgeht, wurden die Räume mit Böden, Messebau-Einrichtung, Strom- und IT-Versorgung, Mobiliar sowie erforderlicher medizinischer Ausstattung versehen. Landrätin Anita Schneider dankte in diesem Zusammenhang auch dem Technischen Hilfswerk (THW) Gießen sowie der Feuerwehr Heuchelheim, die bei den umfangreichen Umbauarbeiten unterstützend tätig waren.

Das Impfzentrum steht im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Hier Landrätin Anita Schneider (rechts) im Gespräch mit Anne Schmidt (FFH). (Foto: Jörg-Peter Schmidt)

Die Fragen der Presse beantworteten außer der Landrätin beispielsweise Kreisbrandinspektor Mario Binsch und Udo Liebich (beide sind für die Leitung der Einrichtung zuständig), Marco Schulte-Lünzum (Vorstand des Johanniter-Regionalverbands Mittelhessen) Christian Betz, Vorstand des DRK-Kreisverbands Gießen-Marburg und Thorsten Jungk (Lahn-Apotheke, Klinikversorgung).  Jungk erläuterte, dass bei der Zubereitung des Impfstoffs Fachkräfte von Apotheken, der Pharmazie zusammenarbeiten. Partner des Landkreises beim Betrieb des Impfzentrums sind die Johanniter und das DRK.
Bei einem Rundgang konnte man sich darüber informieren,  in welchen Schritten der Impfvorgang sieben Tage in der Woche von 7 bis 22 Uhr vonstatten geht. Zunächst erfolgen Anmeldung, Registrierung, Untersuchungen und die medizinische Beratung. Das kostenlose Impfen durch das medizinische Personal erfolgt entweder im Sitzen oder Liegen des zu Impfenden. Der Vorgang muss innerhalb von drei Wochen wiederholt werden. Es ist dafür gesorgt, dass man sich ausruhen kann.

Gespräche beispielsweise mit den Ärztinnen und Ärzten sind in geschlossenen Räumen möglich. Jederzeit kann man sich mit Fragen an das medizinische Team wenden. Wer nicht gut zu Fuß ist, kann eine Rolltreppe oder den Fahrstuhl nehmen. Die Information, welche Personen als erste zu einer Impfung eingeladen werden, erfolgt noch. Dies legt das Land Hessen nach einer Empfehlung der Ständigen Impfkommission des Robert-Koch-Instituts fest, war in der Pressekonferenz vom Kreis Gießen zu erfahren. Es wird im Übrigen einen Sicherheits- und einen Dolmetscherdienst geben.

Impfen in den Pflegeheimen

Selbstverständlich können auch die Menschen, die in Pflegeheimen wohnen oder nicht von zuhause fort können, geimpft werden, unterstrich die Landrätin. Hierfür stehen mobile Impfteams zur Verfügung. Für Menschen, die beispielsweise unter Demenz leiden, muss etwa durch Angehörige eine Einwilligungserklärung vorbereitet werden. Übrigens wird niemand gezwungen sich impfen zu lassen. Dies erfolgt freiwillig. 

Detailliertes Straßenverkehrskonzpt

In der Pressekonferenz ging es auch darum, wie ein Straßenverkehrschaos vermieden werden kann. Hierzu hat der Landkreis in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Heuchelheim ein detailliertes Konzept erarbeitet, das in der Pressevorlage des Landratsamts wie folgt erläutert wird: 
So wird in Heuchelheim ab der Gießener Straße (Haltestelle der Buslinie 24 von Gießen nach Wetzlar) halbstündlich ein Shuttle-Bus zum Impfzentrum fahren. Autos werden weiträumig so geleitet, dass möglichst wenig Verkehr in den Ortskern fließt: Fahrzeuge, die über die A480 und die B429 nach Heuchelheim fahren, werden über die Rodheimer Straße in die Gießener Straße und die Bachstraße zum Impfzentrum gelenkt. Für den abfließenden Verkehr – vor allem Richtung Biebertal und Wettenberg – wird die Ludwig-Rinn-Straße zur Einbahnstraße ausgewiesen. Alle anderen Verkehrsteilnehmer werden über die Straße „Am Zimmerplatz“ zur Bachstraße und von dort als Linksabbieger Richtung Gießen geleitet.

Für Menschen, die nicht gut zu Fuß sind, stehen eine Rolltreppe und ein Fahrstuhl zur Verfügung.

Zu- und Abfahrten werden weiträumig mit Hinweisschildern versehen. Wer mit dem Auto kommt, sollte nicht das Navigationsgerät nutzen, sondern der Beschilderung folgen. Landkreis und Gemeinde stehen weiterhin in enger Abstimmung, um weitere Regelungen zu treffen, falls Probleme entstehen sollten. Vor Ort stehen insgesamt 220 Parkplätze zur Verfügung.

Für das Personal des Impfzentrums werden gesonderte Parkflächen bereitgestellt. Außerdem werden eine Fahrradabstellanlage sowie eine Nextbike-Station eingerichtet. Abschließend war in der Pressekonferenz noch zu erfahren, dass der Landkreis Gießen auch Ordnungs-  und Reinigungspersonal für das Impfzentrum gewährleistet.  Auch weiteres medizinisches Personal zur Verstärkung des Impfteams wird noch benötigt.

In den nächsten Tagen werden noch Feinarbeiten vorgenommen, damit so schnell wie möglich  Impfungen beginnen können. Diese werden für schätzungsweise 1350 Personen Personen pro Tag in einem ersten Schritt erfolgen

Zu dem Impfzentrum wird auch ein Shuttle-Bus fahren.

Titelbild: Verantwortliche stellten in der Pressekonferenz das Impfzentrum vor (v. l.) Marco Schulte-Lünzum, Vorstand des Johanniter-Regionalverbands Mittelhessen, Landrätin Anita Schneider, Kreisbrandinspektor Mario Binsch und Udo Liebich, Leitung der Einrichtung, Christian Betz, Vorstand des DRK-Kreisverbands Gießen-Marburg (Foto: Landkreis Gießen

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