Dannenröder Forst

Grüne fordern Unterbrechung der Rodung

Die Kreismitgliederversammlung und die Kreistagsfraktion der Grünen im Vogelsbergkreis rufen zu einer Unterbrechung der Rodungen und Arbeiten an der A49 auf. „Hintergrund ist eine drohende Zunahme an Gewalt durch Polizeiübergriffe und gewaltbereiten Gruppen unter den Aktivisten. Die Proteste müssen sowohl auf Seiten der Exekutive als auch auf Seiten der Protestorganisation überdacht werden“, heißt es in einer Pressemitteilung der Grünen.

Aufgeheizte Atmosphäre herunterkühlen

Nach Ansicht der Vogelsberger Grünen bedarf es „einer Pause für interne und Gespräche miteinander, die dazu dienen sollen, einen Modus Operandi für die weitere Proteste zu finden“. Einsatzkräfte, Aktivisten und Demonstranten müssten die Chance bekommen, ihre Taktik zu überdenken. Dazu müsse die, durch tägliche Einsätze aufgeheizte, Atmosphäre herunterkühlt werden.

Die Vogelsberger Grünen haben für den kommenden Kreistag eine Resolution zur Abstimmung eingereicht, die vor allem eine Unterbrechung der Arbeiten im Dannenröder Wald und des damit verbundenen Polizeieinsatzes fordert, „um die unversöhnlichen Lager in den betroffenen Ortschaften wieder miteinander ins Gespräch zu bringen und um gemeinsam nach Problemlösungen zu suchen“. Ein moderiertes Gesprächsforum ähnlich dem Runden Tisch zum Flughafenausbau halten die Grünen angesichts der Gewaltspirale für angemessen.

Die Grünen fordern die Kreis, Land und den Bund auf, alles Mögliche dafür zu tun, dass im Zusammenhang mit dem Ausbau der A49 eine für alle Seiten akzeptable Lösung der Probleme im Zusammenhang mit den gewaltsamen Protesten vor Ort gefunden wird. Es sei auch die Frage zu stellen, ob Polizeikräfte, die aus anderen Bundesländern kommen und teilweise offenbar nicht kontrolliert werden können, oder Aktivisten, die eigentlich den Klimaschutz nur als Vehikel zu Systemveränderung wollen, freundlich nach Hause gebeten werden.

Die Forderung nach Aussetzung werde mittlerweile von den Kirchen, Konfliktforschern und aus den Kreisen der Anwohner unterstützt. Die Gespräche sollten nach Meinung der Grünen im Kreis unter der Vermittlung der Kirche geführt werden.

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