Coronavirus

Wetterauer bei Gottesdienst infiziert

Der sprunghafte Anstieg der Corona-Infektionen in Rosbach ist auf einen Baptisten-Gottesdienstes in Frankfurt zurückzuführen, teilten Landrat Jan Weckler und Gesundheitsdezernentin Stephanie Becker-Bösch mit. In mehreren Familien in Rosbach sind 26 Personen infiziert, 76 Personen sind in häuslicher Quarantäne.

Auch Karbener Kita betroffen

„Bei der Nachverfolgung der Infektionsketten haben wir festgestellt, dass diese punktuelle Zunahme der Infektionen auf den Gottesdienstbesuch am 10. Mai in der Baptisten Gemeinde in Frankfurt zurück zu führen ist. Wir haben vorsorglich die Mitglieder mehrerer Familien in häusliche Absonderung geschickt. Die Familien verhalten sich sehr kooperativ und halten strikt die Vorgaben des Gesundheitsamtes ein“, wird Amtsarzt Dr. Reinhold Merbs in einer Pressemitteilung des Wetteraukreises zitiert.

Ein Kind einer betroffenen Familie habe den städtischen Kindergarten in Karben-Petterweil besucht. Auch dieses Kind sei positiv auf Corona getestet. „Noch am Mittwochabend wurden alle anderen Kinder, die in der Notbetreuung waren und die Erzieherin abgestrichen. Der Befund lag am Donnerstagabend vor: Alle anderen getesteten Personen – Kinder und Erzieherinnen – waren negativ. Niemand hat sich bei dem Kind aus Rosbach angesteckt, das sich jetzt, wie seine Eltern, in häuslicher Absonderung befindet. Die Zahl der positiv getesteten Personen im Zusammenhang mit dem Gottesdienst liegt in Rosbach, Rodheim und Karben bei 26. Insgesamt befinden sich 76 Personen in Quarantäne“, teilt der Wetteraukreis mit.

Lockerungen nicht zu leicht nehmen

Unter Einhaltung des Datenschutzes wolle man Transparenz in dem Fall zeigen, zumal neben der Wetterau und der Stadt Frankfurt auch andere Landkreise betroffen sind. „Die Menschen wollen zu recht wissen, wie die Infektionsketten entstanden sind, auch um sich selbst zu schützen“, erklärte Landrat Weckler

Mit der Stadtverwaltung Rosbach und Bürgermeister Steffen Maar finden laut Gesundheitsdezernentin Stephanie Becker-Bösch regelmäßige Gespräche zur Entwicklung der Situation statt. „Wir informieren die Stadt zeitnah über die Ergebnisse von Proben und den Stand der Nachverfolgung möglicher Kontaktpersonen, um das Infektionsgeschehen in den Griff zu bekommen und die weitere Ausbreitung des Virus zu verhindern“, sagt sie. Weckler und Becker-Bösch warnen davor, die Lockerungen, die jetzt ermöglicht werden, zu leicht zu nehmen. Dieses Ausbruchsgeschehen zeige, wie schnell eine einzige Veranstaltung gravierende Konsequenzen haben könne.

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