Wetterau weit vorn

Mehr Öko-Energien als anderswoWindmast

Mehr Strom und Wärme als im deutschen Durchschnitt kommt in der Wetterau aus erneuerbaren Quellen. Das ist eine Kernaussage des Klimaschutzberichtes für 2014. Hier eine Zusammenfassung der wichtigsten Erkenntnisse.

Wetterau weit vorn

Diethardt Stamm und Carsten Krätschmer
Diethardt Stamm (links) von der Mittelhessischen Energiegenossenschaft und Glauburgs Bürgermeister Carsten Krätschmer vor der neuen Solaranlage auf dem Dach des Stockheimer Kindergarten. Die Genossenschaft soll auch die Heizungen des Dorfgemeinschaftshauses in Stockheim und der Turnhalle in Glauberg auf Öko-Betrieb umstellen. Foto: Energiegenossenschaft.

In Deutschland steht an erster Stelle noch immer die Kohle mit 46,4 Prozent (Wetterau 37,5 Prozent), gefolgt von erneuerbaren Energien 21,9 Prozent (Wetterau 31,8 Prozent), der Kernenergie 16,6 Prozent (Wetterau 15,9 Prozent), Erdgas 8,1 Prozent (Wetterau 3,8 Prozent), sonstige erneuerbare Energien 4,0 Prozent (Wetterau 9,4 Prozent), sonstige fossile Energieträger 3,90 Prozent (Wetterau 1,6 Prozent).

Insgesamt liegen wir bei den erneuerbaren Energien (…) bei einem Anteil von mittlerweile mehr als 40 Prozent gegenüber 26 Prozent im Bundesvergleich. Das ist ein hervorragender Wert“, finden Arnold und Betschel.

Biomasse und Solarstrom vor Wind und Wasser

Zu den erneuerbaren Energien tragen in erster Linie die 29 Biomasseanlagen in der Wetterau bei. Sie haben im vergangenen Jahr 49,6 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugt und können damit rund 22 500 Zwei-Personenhaushalte mit Strom versorgen. An zweiter Stelle der erneuerbaren Energien stehen knapp dahinter die Solaranlagen. Davon gibt es in der Wetterau mittlerweile 3 742, die im vergangenen Jahr 48,6 Millionen Kilowattstunden ins Netz eingespeist haben und damit rechnerisch 22 100 Haushalte mit Strom versorgen konnten. An dritter Stelle stehen die 13 Windkraftanlagen mit einer Stromeinspeisung von 33,9 Millionen Kilowattstunden (das entspricht 15 400 Haushalte). Schließlich gibt es noch sechs Wasserkraftanlagen mit einer Energieeinspeisung von rund 2,7 Millionen Kilowattstunden, mit denen mehr als 1 200 Zweipersonenhaushalte mit Strom versorgt werden könnten.

Die Energiewende ist noch in Arbeit. Alle neuen kreiseigenen Gebäude sollen Passivhausstandard erreichen. Wo in Schulen und Verwaltungsgebäuden Heizungen zu modernisieren sind, will man möglichst Blockheizkraftwerke mit  Biogas aus regionaler Erzeugung nutzen. 

Leuchtdioden sparen viel Strom

An acht Schulen wurde vor allem in den Sporthallen Leuchtdioden installiert. Damit sparte der Kreis laut Bericht 310 000 Kilowattstunden Strom und 72 000 Euro Kosten ein. Die  CO2-Emission konnte um 3 670 Tonnen reduziert werden. Größter Einzelposten war  die Sanierung der Hallenbeleuchtung an den beruflichen Schulen am Gradierwerk in Bad Nauheim, die zu einer Stromeinsparung von 77 000 Kilowattstunden führte.

Der gesamte Klimaschutzbericht steht hier.

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