Notunterkünfte voll

DRK betreut Flüchtlinge im VogelsbergBevor die Betten gestellt wurden_musste der Boden abgeklebt werden

Um ein Uhr früh trafen in der Nacht zum 6. November 2015 weitere 137 Flüchtlinge im Vogelsbergkreis ein. Sie wurden von der Erstaufnahmeeinrichtung in Gießen nach Alsfeld in die Großsporthalle gebracht. Damit sind alle vier Notunterkünfte, die der Landrat in Alsfeld, Lauterbach, Mücke und Homberg aufgrund des Einsatzbefehls des Innenministers ab dem 9. Oktober eingerichtet hatte, vollständig belegt.

Notunterkünfte voll

Es sind nun 952 Kriegsflüchtlinge im Vogelsbergkreis untergebracht, berichtet Kreis-Pressesprecher Erich Ruhl – zusätzlich zu den wöchentlichen regulären rund 40 Zuweisungen. In Homberg und Mücke sind die Zahlen seit einer Woche unverändert: 231 und 114. In Lauterbach befinden sich 320 Flüchtlinge, in Alsfeld in der Großsporthalle sind es nun 287. Der größte Anteil der 952 Flüchtlinge kommt aus Syrien und Afghanistan.  Zusätzlich dazu machen die „regulären“ Asylbewerber  im Vogelsberg mittlerweile 900 Personen aus.

Bevor die Betten gestellt wurden_musste der Boden abgeklebt werden
So wie hier in Nidda stehen auch in vier Vogelsberger Notunterkünften die Betten für die Flüchtlinge dicht an dicht. Foto: Wetteraukreis

Zahlreiche Ärzte und mehr als 800 Flüchtlinge füllen derweil am Freitag, 6. November 2015 die Stadthalle in Homberg an der Ohm. Ein Team  der Hessischen Erstaufnahmeeinrichtung aus Gießen, untersucht all jene Flüchtlinge,  die in Homberg, Mücke, Lauterbach und Alsfeld in Notunterkünften untergebracht sind.

In der Nacht zum 5. November waren in Lauterbach und Alsfeld 80 Einsatzkräfte im Dienst, davon etwa 35 von vom Roten Kreuz und der Bergwacht. Insgesamt sind an den vier Standorten rund 120 Einsatzkräfte im Dienst, davon 25 Soldaten der Bundeswehr und 25 Dolmetscher.  Landrat Görig rechnet kurzfristig mit der Übernahme aller vier Notunterkünfte durch die DRK-Kreisverbände Fulda (betrifft Lauterbach und Alsfeld) und Gießen-Marburg (betrifft Mücke und Homberg). Das Ziel der hauptamtlichen Übernahme durch das Deutsche Rote Kreuz sei die rasche Entlastung der vielen Ehrenamtlichen, die  bereits seit vier Wochen im Einsatz sind und „oft über ihre Grenzen gegangen sind, um die immense Aufgabe im Auftrag des Landes Hessen zu meistern“, so Landrat Görig.

Bürgertelefone in den Stadtverwaltungen

Bürgerinnen und Bürger die helfen, spenden oder anderweitig ihre Unterstützung anbieten wollen, können sich telefonisch in den Rathäusern melden. Die Nummern:

Lauterbach: 06641 / 184-444
Alsfeld: 06631 / 182-152
Mücke 06400 / 9102-27
Homberg: 06633 / 184-42

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