DEPORTATION 1943

Öffentliches Gedenken in Gießen

Am Montag, 16. März findet in Gießen eineGedenkstunde aus traurigem Anlass statt. Das Gedenken erfolgt anlässlich des Jahrestages der Deportation von 15 Gießener Sinti und Jenischen am 16. März 1943 nach Auschwitz-Birkenau und für weitere deportierte Gießener Sinti und Jenische.

Erinnerung an den Völkermord

Wie die Pressestelle der Stadt Gießen ankündigt, beginnt die öffentliche Veranstaltung um 17 Uhr im Hermann-Levi-Saal des Rathauses (Berliner Platz ) mit anschließendem Gedenken am Mahnmal für alle Opfer und Verfolgten des Naziregimes am Berliner Platz. Der Magistrat der Universitätsstadt Gießen lädt die Gießener Bevölkerung zur Gedenkstunde ein, deren Ablauf sich wie folgt gestaltet: Nach der Begrüßung von Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher sowie einem Grußwort von Rinaldo Strauß vom Landesverband Hessen des Verbandes Deutscher Sinti und Roma wird Rinaldo Strauß zum Thema „Gedenken an den Völkermord – Zwischen Erinnerung und Verantwortung“ sprechen.

Namenslesung deportierter Sinti und Jenischen

Die musikalische Umrahmung  erfolgt von Georgi Kalaidjiev, Janika Epe, Marco Konrad und Sabine Schmidt. 
Die Teilnehmer/innen an der Gedenkstunde gehen anschließend zum Mahnmal für alle Opfer und Verfolgten des Naziregimes am Berliner Platz. Einer Namenslesung der deportierten Gießener Sinti und Jenischen von Oberbürgermeister Frank-Tilo Becher folgen Gebete der Katholischen Kirche (Benjamin Weiß) und der Evangelischen Kirche (Dr. Gabriel Brand). 

Zum Abschluss wird das Mahnmal mit Blumen geschmückt zur Erinnerung an die Sinti und Jenischen, die einmal Bürger/innen Gießens waren, die in Gießen gelebt haben, bis sie deportiert und viele von ihnen ermordet wurden.

Titelbild: KZ Auschwitz, Lagertor. Quelle:   Bundesarchiv, B 285 Bild-04413 / Stanislaw Mucha / CC-BY-SA 3.0




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