Corona in der Wetterau

Immer mehr Schwerkranke

Binnen eines Tages infizierten sich mindestens 54 weitere Menschen im Wetteraukreis mit dem Coronavirus. Die rund 600 Menschen in der Büdinger Ex-Kaserne haben mittlerweile Ausgangssperre. Und Landrat Jan Weckler warnt die Menschen davor, das Wochenende kurz vor dem Beginn weiterer Restriktionen zum Feiern zu nutzen.

Corona in der Wetterau breitet sich aus

Die Zahl der seit Beginn der Pandemie nachgewiesenen Fälle von Corona-Infektionen im Wetteraukreis stieg von Mittwoch auf Donnerstag, den 29. Oktober 2020 auf bei 1190, das sind 54 mehr als am Mittwoch. Die Neuinfektionen sind laut Landratsamt über den ganzen Kreis verteilt. Sie wurden gemeldet aus Altenstadt (3), Bad Nauheim (3), Bad Vilbel (15), Büdingen (3), Echzell (1), Friedberg (6), Gedern (2), Karben (7), Münzenberg (2), Nidda (2), Niddatal (1), Ranstadt (1), Reichelsheim (2), Rockenberg (3) und Rosbach (3).

In stationärer Behandlung aufgrund der Corona-Infektion befinden sich 38 Menschen (33). Zehn Personen werden intensivmedizinisch behandelt, das sind zwei mehr als am Vortag. Bislang sind mit der Corona-Infektion 15 Menschen im Wetteraukreis gestorben (15).

Die Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete in der früheren US-Kaserne in Büdingen ist derweil abgeriegelt. Die rund 600 Bewohnerinnen wurden unter Quarantäne gestellt, weil drei von ihnen positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Das Land Hessen hat das Sicherheitspersonal am Kasernentor verstärkt.

Mehr Klinikbetten belegt als im Frühjahr

„Die am gestrigen Mittwoch zwischen Kanzlerin und den Ministerpräsidentinnen und Ministerpräsidenten getroffenen Vereinbarungen zur Beschränkung von Kontakten und der Schließung vieler Einrichtungen sind leider notwendig“, findet Landrat Jan Weckler. „Natürlich wird man immer über die eine oder andere Maßnahme kontrovers diskutieren können. Aber im Kern geht es darum, Kontaktmöglichkeiten zu verringern. Wir haben schon heute mehr Menschen mit einer COVID-Infektion in den Krankenhäusern als im März und April dieses Jahres. Trotz der jetzt beschlossenen Maßnahmen wird deren Zahl noch deutlich steigen, und die Kliniken werden an den Rand ihrer Möglichkeiten stoßen. “ Erschwerend komme hinzu, dass auch Angehörige der medizinischen Berufe vermehrt von der Infektion betroffen seien, die zunehmende Zahl von Patienten müsse von weniger Fachpersonal versorgt werden. Weckler: „Hier müssen wir dringend gegensteuern. Ziel muss es sein, dass unsere medizinische Infrastruktur nicht kollabiert. Daher müssen wir alle unseren Beitrag leisten, das Virus einzudämmen. Und das geht nur über Kontakteinschränkung. “

Warnung vor Party-Wochenende

Landrat Weckler warnte vor ausschweifenden Feiern am Wochenende, bevor die Restriktionen in Kraft treten. Schon jetzt gelte eine Höchstzahl von zehn Personen für Feiern. Die Polizei und die Ordnungsbehörden werden am Wochenende verschärft die Einhaltung kontrollieren: „Wir alle sind jetzt gefordert, in einer gemeinsamen Kraftanstrengung die Verbreitung der Infektion zu stoppen. Dafür muss jeder und jede Einzelne Verantwortung übernehmen.“

Zur Unterstützung von ambulanten und stationären Pflegeeinrichtungen wurden am Mittwoch 3 100 Liter Desinfektionsmittel, knapp 130 000 einfache Masten, 32 530 FFP-Masken, 144 500 Handschuhe, knapp 2 000 Face Shields und 2.000 Schutzbrillen aus einer Lieferung des Landes Hessen ausgegeben.

453 Menschen aktuell infiziert

Zieht man von der Gesamtzahl der Infizierten die Zahl der genesenen Menschen und die an oder mit Covid-19 Verstorbenen ab, gibt es aktuell im Wetteraukreis 453 mit Corona infizierte Menschen. Sie befinden sich alle in häuslicher oder klinischer Quarantäne.

Das Hessische Landesprüfungs- und Untersuchungsamt HLPUG meldet für den Wetteraukreis eine amtliche Inzidenz von 79,5. Das tägliche Bulletin zu Corona wird auf der Seite des Hessischen Ministeriums für Soziales und Integration veröffentlicht:

https://soziales.hessen.de/gesundheit/corona-hessen/taegliche-uebersicht-der-bestaetigten-sars-cov-2-faelle

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