Einen Blick in das Aurea aetas – das goldene Zeitalter des Kaisers Augustus – können ab jetzt die Besucher des Römerkastells Saalburg werfen. Denn im Goldglanz erstrahlt seit dort jetzt der römische Pferdekopf, der 2009 in Lahnau-Waldgirmes von Archäologen ausgegraben wurde. Fast ein Jahrzehnt hat es gedauert, bis der 15 Kilo schwere Bronzekopf den Weg in die Öffentlichkeit gefunden hat. Der Grund waren die langen Auseinandersetzungen um den Wert des goldenen Schädels –– wahrscheinlich hatte er zu einer bronzenen, lebensgroßen Reiterstatue des Kaisers Augustus (63 v. Chr. bis 14 n. Chr.) gehört, die um das Jahr null gefertigt wurde. Römischer Pferdekopf weiterlesen →
Über mehr als drei Jahrzehnte dauerhaft sein Publikum zu begeistern, gelingt nur den wenigsten Künstlern. Bernd Stelter (Foto) gehört dazu. Als Komiker, Buchautor, Schauspieler, Liedermacher und Karnevalist erfindet er sich immer wieder neu. Doch seine eigentliche Leidenschaft gilt dem Schreiben. Sechs Bühnenprogramme und mittlerweile sieben Bücher stammen aus seiner Feder. In Friedberg präsentiert er am 17. August 2018 einen Liederabend mit seinem Kabuff-Orchester. Der Künstler erzählt im Interview mit Landbote-Autorin Jutta Himmighofen-Strack von seiner Arbeit Bernd Stelter weiterlesen →
Auftritte der Figurentheater sind ein fester Bestandteil des Kultursommers Mittelhessen. Eine Form der künstlerischen Darstellung, die als sogenannte vierte Sparte an Theaterhäusern so gut wie überhaupt nicht mehr existiert. Ein Engagement als Puppenspieler an einem Theater ist so gut wie unmöglich. Aber es gibt immer wieder Künstler, die trotz all dieser Widrigkeiten das Puppenspiel am Leben erhalten und dafür den Schritt in die Selbstständigkeit wagen – wie Bernd Linde (Foto), der am 14. August 2018 in Friedberg gastiert. Figurentheater weiterlesen →
Kurzsichtigkeit sei behebbar, aber offensichtlich nicht bei etlichen politischen Entscheidungsträgern, meint die Schutzgemeinschaft Vogelsberg (SGV), die sich gegen den Raubau am Vogelsberg-Grundwasser wehrt. Das Wasser wird in Massen nach Frankfurt gepumpt. Vorausschauende Anpassungen an den Klimawandel würden weder beschlossen noch umgesetzt. Ein typisches Beispiel sei das Verhalten der Frankfurter Stadtpolitik. „Solange aus dem Umland noch genügend Wasser in Frankfurts Hochbehälter gepumpt wird, interessieren die Sorgen und Nöte der Liefergebiete die Stadtoberen bis auf Ausnahmen kaum“, beklagt die SGV. Wassernotstand weiterlesen →
Ziegelsteine bestehen aus gebranntem Lehm. Der Baustoff Lehm, Jahrzehnte aus der Mode gekommen, wird heute neu entdeckt. Er ist nicht nur billig, sondern ökologisch unübertroffen wegen des guten Raumklimas und seinem Recycling ohne Rückstände. Noch bis Frühjahr 2019 ist die Jahresausstellung „Ziegeleien in Lich“ des Heimatkundlichen Arbeitskreises Lich zu sehen. Die Licher Ausstellung ist über ihre lokalen Bezüge hinaus interessant, denn sie trägt zu einer Diskussion über gesundes und umweltverträgliches Bauen bei. Nun ist auch das Begleitbuch zur Ausstellung „Der Ziegelstein – Ein Stein, der Kulturgeschichte schrieb“ erschienen. Bauen mit Lehm weiterlesen →
In Lützellinden, einem südlichen Stadtteil von Giessen, existiert ein kleiner Flugplatz. Betrieben wird er vom Aeroclub Lützellinden (ACL). Dieser Motorflugverein feiert sein 50jähriges Jubiläum mit einem Flugplatzfest am 12. August. 53000 Landungen und 50000 Flugstunden sind die bisherige Bilanz. Ich frage mich, wieviel Flugbenzin, also Kerosin dabei in die Luft geblasen wurde. Jetzt, nachdem der Klimawandel auch bei uns spürbar ist, sollte sich der Motorflugverein ACL in einen Segelflugverein umwandeln. Und die Regierung sollte das bislang steuerfreie Flugbenzin endlich besteuern. Flugplatzfest weiterlesen →
Die Zahl der vom Gericht angeordneten rechtlichen Betreuung steigt. Die Klienten sind meist Menschen mit einem hochen Grad an Hilfsbedürftigkeit: psychisch Kranke, Suchtkranke, Demente… Landbote-Autorin Elfriede Maresch beschreibt den durchschnittlichen Arbeitstag des rechtlichen Betreuers Eberhard Marten (Foto). Am Freitag, 14. September 2018, lädt Marten zu einem Tag der offenen Tür in seinem Büro in Ober-Mockstadt. Berufsbetreuer weiterlesen →
Der Jahrestag der Atombombenabwürfe steht ins Haus: Am 6. August 1945 starben in Hiroshima weit über 100.000 Menschen, und am 9. August über 700.00 durch eine zweite Bombe auf die Stadt Nagasaki. Am Samstag, 4. August 2018, wird eine Veranstaltung in Frankfurt stattfinden, und am Montag, 6. August 2018, gibt es eine Mahnwache in Hanau. Beide Veranstaltungen werden vor allem an unsere Bundesregierung appellieren, endlich für ein Atomwaffenverbot einzutreten. Also zu verlangen, dass die USA ihre 20 Atomsprengköpfe aus Büchel in der Eifel entfernen. Vor allem auch, dem Atomwaffenverbots-Vertrag beizutreten, den 122 Staaten vor einem Jahr in der UN-Generalversammlung beschlossen haben. Atomwaffenverbot weiterlesen →
Jeden Donnerstag und jeden Sonntag werden kostenlose Zeitungen von jungen Leuten in meinem Briefkasten deponiert. Falsch, vor meinem Briefkasten abgelegt, weil sie dick wie ein großformatiges Buch sind. Sie enthalten nämlich zusätzlich zu den vielen Anzeigen im Blatt selbst noch einen dicken Pack an zusätzlichen farbenfrohen Werbeprospekten. Am 22. Juli, also sogar in der Ferienzeit, lagen bei: 2 Broschüren von Globus, 2 Broschüren von Rewe, 28 Seiten von Lidl, 2 Broschüren von Möbel-Sommerlad, je 1 Broschüre von Drogerie Müller, von real und von expert-Klein. Und so geht das Woche für Woche. Es werden immer die gleichen Schnitzel, Maggi-Produkte oder Küchen offeriert. Muss das sein? NEIN ! Werbeprospekte weiterlesen →
Die dritte Reihe „nidda satirisch“ 2017/2018 ging erfolgreich mit drei von fünf komplett ausverkauften Veranstaltungen im Frühling zu Ende. Das Programm der vierten Reihe von der OVAG unterstützt, wurde kürzlich vorgestellt und macht neugierig. „Einladung, über Menschlich-Allzumenschliches zu lachen, ein satirischer Blick auf die Welt und die Tücken des Objekts“ war das Fazit Bürgermeister Hans-Peter Seums (Foto) nach einem Blick auf den neuen Flyer. Heidelore Ocken-Wilisch und Martin Guth vom Kulturmanagement der Stadt schilderten die Kontaktaufnahme mit den Künstlern, etwa auf der Kulturbörse Freiburg, die sorgfältige Auswahl. „Und ebenso der Künstlerinnen“ betonte Heidelore Ocken-Wilisch. Eine vielversprechende junge Talentierte und eine bestens bekannte „Melancholikerin mit Tendenz zu humorvollen Lösungen“ seien in der vierten Reihe zu erwarten. Nidda satirisch weiterlesen →