KZ Auschwitz

Theaterstück erinnert an Opfer

Die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz jährt sich am 27. Januar 2017 zum 72. Mal. Der DGB Frankfurt erinnert an diesem Tag mit dem Theaterstück „Ich lebe doch noch!“ des Theaters odos an die Opfer des Nationalsozialismus.

Erinnerungen einer Holocaustüberlebenden

Judith Suermann (l.) und Sarah Giese in dem Theaterstück „Ich lebe doch noch!“ (Fotos: theater odos/Heiko Ostendor)

Dem Theaterstück liegen die Lebenserinnerungen von Hanna Mandel zugrunde. Der Münchener Theologe Norbert Reck hat monatelang die Holocaust-Überlebende interviewt und das Ergebnis in dem Buch „Beim Gehen entsteht der Weg – Gespräche über das Leben vor und nach Auschwitz“ veröffentlicht. Nun hat Autor und Regisseur Heiko Ostendorf das Leben Mandels auf die Bühne gebracht.

Mit der Befreiung fängt die Geschichte erst an

„Das Theaterstück ist mehr als eine Erinnerung an die Gräueltaten der Nazis“, erklärt Ostendorf. „Mandel reflektiert in diesem Gespräch intensiv ihre Erfahrungen und beschreibt die Schlussfolgerungen, die sie für ihr eigenes Leben daraus gezogen hat“, so der Theatermacher weiter. Mandels Geschichte endet aber nicht mit der Befreiung der Konzentrationslager – im Gegenteil. Da fängt die Geschichte von Hanna Mandel erst an. Hanna erzählt, wie die schrecklichen Erlebnisse ihr weiteres Leben beeinflusst haben, und wie sie ihren Weg zurück ins Leben gefunden hat.

„Für den Deutschen Gewerkschaftsbund ist Erinnerung an die NS-Verbrechenein wichtiger Bestandteil der Bildungsarbeit. Gerade angesichts eines wieder erstarkenden völkischen und nationalistischen Denkens ist eine Auseinandersetzung mit der Geschichte auch aktuell so wichtig“, sagt Alexander Wagner, Gewerkschaftssekretär beim Frankfurter DGB.

Das Theaterstück „Ich lebe doch noch!“ wird vom Ensembles des Theaters odos am Freitag, 27. Januar 2017, um 18 Uhr im DGB-Haus in Frankfurt, Wilhelm-Leuschner-Str.69-77, Wilhelm-Leuschner-Saal, aufgeführt. Der Eintritt ist frei.

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