Keine A49

Mahnwache in Marburg

Für die Erhaltung des Dannenröder Waldes, für Klimagerechtigkeit und für die Verkehrswende setzt sich eine 24 Stunden währende Mahnwache am Freitag, 17. Juli 2020, in Marburg ein. Durch den Dannenröder Forst soll die A49 gebaut werden. Der Wald ist von Autobahngegnern besetzt. Zu der Mahnwache rufen Fridays for Future Marburg, Extinction Rebellion Marburg und die Klimagruppe Marburg auf.

Bedrohter Lebensraum

„Der Dannenröder Wald ist bedrohter denn je! Und das, obwohl die Unterstützung stetig größer wird. Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig lehnt die Klage des Bund ab. Und das, obwohl das Trinkwasserschutzgebiet durch den Bau der A 49 gefährdet ist und die sogenannten Ausgleichsmaßnahmen mangelhaft sind. Das ‚grün‘ geführte hessische Verkehrsministerium stellt sich nicht gegen den Bau dieser Autobahn. Und das, obwohl der Wald ein Lebensraum bedrohter Tierarten und ein wichtiger CO2-Speicher für die Einhaltung des 1,5 °C-Klimaziels ist“, heißt es im Aufruf zur Mahnwache.

Mit dem Bau der Autorbahn durch den Wald soll noch in diesem Jahr begonnen werden. Die Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) hat die Waldbesetzer aufgefordert, den Wald zu verlassen. Die wollen im Wald bleiben und den Autobahnbau verhindern. „Der Ausbau der A49 muss gestoppt werden. Wir brauchen eine sozialökologische Transformation der Gesellschaft. Wir brauchen den Wald“, heißt es im Aufruf zur Mahnwache.

Die 24-Stunden-Mahnwache startet am Freitag um 12 Uhr am Elisabeth-Blochmann-Platz in Marburg. Es git Redebeiträge, Infomaterialien und Möglichkeiten zum persönlichen Gespräch. Um 16 Uhr startet eine von Fridays for Future Marburg organisierte Fahrrad-Demo am Hauptbahnhof. Im Rahmen der Demo werden offene Briefe bei den Parteibüros, die sich in der Marburger Kernstadt befinden und deren Stadtverordneten sich zum Klimanotstand positioniert haben, eingeworfen. Die Fahrrad-Demo endet an der Mahnwache. Um 17:30 Uhr wird der Inhalt eines offenen Briefs auf dem Elisabeth-Blochmann-Platz verkündet. Im Anschluss gibt es Redebeiträge des Aktionsbündnis „Keine A 49“ sowie einen Vortrag von Waldbesetzern. Um 19 Uhr ist eine offene Diskussionsrunde geplant. Um 21 Uhr wird es eine Videodarbietung mit Live-Impressionen aus dem Dannenröder Wald geben. Um 22 Uhr wird die Dokumentation „HAMBI – Der Kampf um den Hambacher Wald“ gezeigt. Der Regisseur der Dokumentation wird bei der Darbietung anwesend sein. Am Folgetag wird es ab 11 Uhr weitere Redebeiträge und um 12 Uhr ein Solidaritätsfoto für die von Gewalt und Krieg betroffenen Kurden geben.

Die Veranstalter fordern die Teilnehmer der Mahnwache auf, einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen und 1,5 Meter Abstand einzuhalten. Handdesinfektion werde vorhanden sein. Wer über Nacht bleiben möchte, soll Schlafsack und Isomatte mitnehmen.

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