Hilfsaktion

3000 Geschenke für Obdachlose

von Ursula Wöll

Schon in den vergangenen Jahren sammelte Markus Machens Geschenkpäckchen für Obdachlose in seinem Laden in Giessen. Diesmal sollen es 3000 werden, die er und seine HelferInnen dann am Nikolaustag an obdachlose und bedürftige Menschen verteilen.

Corona trifft Obdachlose besonders

Die Orte, an denen Obdachlose übernachten können, haben ihre Plätze stark reduziert. Auch Orte wie ‚Die Brücke‘ in Giessen oder das Haus in der Braunfelser Straße in Wetzlar, wo sie sich tagsüber für ein paar Stunden aufwärmen, Sachen waschen und Gesellschaft finden können, lassen nur noch einige wenige rein. Ich stelle mir vor, ich wäre so extrem heimatlos und ausgeliefert, furchtbar das. Und überdies von den MitbürgerInnen mit einem Dach über dem Kopf scheel angesehen. Verachtung trifft Obdachlose vielleicht stärker noch als die Kälte. Wenn dann trotz Corona in den Familien die Festtage gefeiert werden, fühlen sie sich sicher total außen vor. Deshalb betont Markus Machens so stark, dass der Inhalt der gespendeten Päckchen einen persönlichen Gruß an die unbekannten Empfänger enthalten soll. Auch durch eine schöne Verpackung wird Wertschätzung zum Ausdruck gebracht. Zahnbürsten, Mützen, Schals, Kulis, Bücher, Seife usw. werden natürlich auch dringend gebraucht. Markus Machens bittet darum, neben den Dingen des täglichen Gebrauchs keinen Alkohol und keine Zigaretten zu schenken. Natürlich auch keine verderblichen Lebensmittel. Dafür aber Süßigkeiten und Plätzchen jede Menge. Der Initiator dieser wunderbaren Idee „Nikolaus im Schuhkarton“ hat die Fünfzig bereits überschritten und ist bei vielen Leuten auf der Straße bekannt. Er kennt deren Situation gut, denn er selbst war wohl einmal ziemlich unten und obdachlos. Er hat es heraus geschafft und schon vor Jahren einen florierenden Betrieb aufgebaut, der sechs bis acht Angestellte beschäftigt.

Achtung und Liebe sind wichtige zivile Werte

Eine Klasse 7 der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Lich hat im vergangenen Jahr geholfen.

Das ist nicht nur ein Gebot aller Religionen, sondern die Basis aller unserer zivilen Werte. Vor Weihnachten erinnern wir uns daran und spenden mehr als im übrigen Jahr. Auch ein Lächeln und eine Geste der Hilfsbereitschaft senden wir häufiger aus. So hat Markus Machens eine Menge ehrenamtlicher HelferInnen an der Hand, denn die angestrebten 3000 Päckchen zu verteilen kostet Zeit und Energie. Im letzten Jahr half ihm sogar eine ganze Schulklasse bei der Geschenkaktion, eine Klasse 7 der Dietrich-Bonhoeffer-Schule in Lich. Allen SpenderInnen und HelferInnen sei auch von der Landboten-Zeitung herzlich gedankt!

Etwa 1000 Päckchen wurden bereits gespendet. Noch bis zum 5. Dezember können weitere Geschenkpäckchen abgegeben werden bei Firma Möbelschnäppchen, Herrn Markus Machens, Frankfurter Str. 12d, 35390 Giessen. (Man kann in den Hof reinfahren)

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