Diversität

Bad Nauheim und die Charta der Vielfalt

Die Stadt Bad Nauheim hat die „Charta der Vielfalt“ unterzeichnet. Dies erfolgte auf einen Beschluss, den das Stadtparlament im Juni mit großer Mehrheit auf SPD-Antrag fasste.

Das Rathaus in Bad Nauheim. (Bild: Petra ihm-Fahle)
Das Rathaus in Bad Nauheim. (Bild: Petra ihm-Fahle)

Vorurteilsfreier Arbeitgeber

Bürgermeister Klaus Kreß (parteilos) betont: „Mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt möchten wir deutlich machen, dass die Stadt Bad Nauheim ein vorurteilsfreier Arbeitgeber ist und für ein offenes Arbeits­umfeld steht.“ Die Stadt wolle Vielfalt in jeder Richtung eine größere Gewichtung geben. Dies gelte im Hinblick auf die Belegschaft und die Bedürfnisse von Bürgern und Partnern.  

Diversität in der Arbeitswelt

2006 riefen vier Unternehmen die Charta der Vielfalt ins Leben. Ziel der Initiative ist laut einer Presseinformation aus dem Rathaus die Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen. Sie will die Anerkennung, Bedeutung und Einbeziehung von Diversität in der Arbeitswelt in Deutschland voranbringen. Inzwischen machen mehr als 3000 Unternehmen mit.

Für Diversität in der Arbeitswelt. Unser Bild zeigt (von links nach rechts): Fachbereichsleiter Matthias Wieliki, Frauenbeauftragte Patricia Mayer, Ersten Stadtrat Peter Krank, Bürgermeister Klaus Kreß, Marina Keil für den Personalrat sowie Jasmin Yilmaz, Jugend- und Auszubildenden-Vertretung der Stadtverwaltung.  (Foto: Stadt Bad Nauheim)
Für Diversität in der Arbeitswelt. Unser Bild zeigt (von links nach rechts): Fachbereichsleiter Matthias Wieliki, Frauenbeauftragte Patricia Mayer, Ersten Stadtrat Peter Krank, Bürgermeister Klaus Kreß, Marina Keil für den Personalrat sowie Jasmin Yilmaz, Jugend- und Auszubildenden-Vertretung der Stadtverwaltung. (Foto: Stadt Bad Nauheim)
Diversität wird fester Bestandteil

Die städtische Frauenbeauftragte Patricia Mayer sagt: „Wir gehen damit freiwillig die Verpflichtung ein, Diversität zum festen Bestandteil un­serer Organisationskultur zu machen. Alle Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen sollen Wertschätzung erfahren.“ Dies gelte unabhängig von Geschlecht und geschlechtlicher Identität, ethnischer Her­kunft und Nationalität, Alter, Religion und Weltanschauung, sexueller Orientierung und Identität sowie Behinderung. Matthias Wieliki ist städtischer Fachbereichsleiter für Zentrale Steuerung und Öffentlichkeitsarbeit. Er er­gänzt: „Unsere Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen haben vielfältige Talente.“ Die Anerkennung und För­derung dieser Potenziale schaffe persönlichen Entfaltungsspielraum und Zufrieden­heit einerseits. Auf der anderen Seite aber entstünden wirtschaftliche Vorteile für den Arbeitgeber.

Fähigkeiten gerecht werden

Konkret sollen beispielsweise die internen Personalprozesse überprüft werden, so dass sie den Fähigkeiten der Mitarbeiter und gleichzeitig dem Leistungsan­spruch der Stadtverwaltung gerecht werden.

Effektiver auf Bedürfnisse eingehen

Das Rathaus weiter: Vielfältig zusammengesetzte Beleg­schaften können effektiver auf die Bedürfnisse und Anliegen unterschiedlicher Bür­ger und Bürgerinnen eingehen. Die Charta der Vielfalt, deren Unterzeichnung auf einen Be­schluss des Stadtparlaments zu­rückgehe, solle dabei für eine stärkere Verpflich­tung zur Umsetzung bei allen Verantwortlichen sorgen.

Mehr Infos zur Charta der Vielfalt

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