Demo für die Zukunft

Am 20. laufen die Eltern mit

Zeichnung: Judith Hildebrandt

Die bundesweite Bewegung „Fridays for Future“ hat einen Wetterauer Ableger. Am Freitag, 20. September ab 11.30 treffen sich Erwachsene, Schülerinnen und Schüler am Friedberger Bahnhof, um dann in der Stadt für schnellere Maßnahmen gegen den Klimawandel zu demonstrieren. Parallel dazu melden Eltern, dass sie die Gruppe „Parents for Future“ gegründet haben.

Demo für die Zukunft

Fridays for Future mischt die Wetterau bereits seit längerem auf: Nach regelmäßigen Schulstreiks für das Klima in Friedberg wird inzwischen auch in Bad Nauheim für eine effektive Klimapolitik gekämpft: Obwohl der menschengemachte Klimawandel seit 125 Jahren bekannt ist und Wissenschaftler bereits seit 40 Jahren massiv vor den Folgen der sich anbahnenden Katastrophe warnen, werden die notwendigen Gegenmaßnahmen nach Ansicht der jungen Leute immer wieder hinausgeschoben.

Der Weg des Demonstrationszuges am 20. September 2019 durch Friedberg.

Die Klima-Demos wurden schon immer von Eltern und Großeltern, Tanten und Onkeln unterstützt. Auch durch Begleitung der Demos. Um die Unterstützung auf eine effektivere Basis zu stellen, haben sich nun die Parents for Future Wetterau gegründet. Die Wetterauer Eltern für die Zukunft haben sich auch dem bundesweiten Netzwerk angeschlossen. Das erleichtere den Erfahrungsaustausch und die Weiterbildung in Klima- und Energiefragen, so der Sprecher Volkmar Heitmann aus Friedberg.

Das erste Ziel der Gruppe ist die Unterstützung des weltweiten Klimastreiks am 20. September. In der Wetterau beginnt die zentrale Demo um 11:30 Uhr am Friedberger Bahnhof. Von dort zieht man zur Adolf-Reichwein-Schule, weiter zur Augustinerschule und zu einer Kundgebung auf dem Elvis-Presley-Platz. Nach einem Abstecher zum Burggymnasium laufen die Demonstranten auf die Seewiese.

Die Parents for Future Wetterau hoffen, dass mit dieser Aktion weitere Menschen und vor allem die politisch Verantwortlichen wachgerüttelt werden. Heithorn: „Bekanntlich ist es bereits 5 nach 12! Jede weitere Verzögerung bei der Energiewende lässt die späteren Kosten ins Unermessliche wachsen. Von den katastrophalen Folgen für Millionen von Menschen ganz zu schweigen.“

Das Gründungsteam der Parens for Future.

Der wesentlichste Schritt sei, so schnell wie möglich aus der Kohle aus- und auf die erneuerbaren Energien umzusteigen. Dafür sei auch im Wetteraukreis bisher viel zu wenig getan worden. Die wenigen Solarparks und Photovoltaik-Anlagen auf den Dächern reichten bei weitem nicht aus. Das gelte ebenso für die Windenergieanlagen: Seit über einem Jahr gebe es hier keinen Zuwachs. Ohne weitere Windenergieanlagen aber ließe sich die Energiewende nicht schaffen. Sankt-Florians-Prinzip und Kirchturmpolitik dürften nicht länger die oberste Prämisse sein.

Die Parents for Future Wetterau sehen sich nicht als Weltuntergangspropheten: „Auch wenn es immer schwieriger wird, die menschengemachte Klimakatastrophe zu bremsen, so können wir immerhin dafür sorgen, dass die Katastrophe nicht noch schlimmer wird. Wir möchten daher auch Mut machen! Mut, sich mit uns zu engagieren, Mut zu zukunftsweisenden politischen Entscheidungen!“

Das Gründungsteam besteht aus Anja Kirchner, Susanne Niedermeyer, Simone Parbel, Tom Dinkelaker, Helge Georg und Volkmar Heitmann. Wer zur Gruppe stoßen will, erreicht sie unter der Mailadresse wetterau@parentsforfuture.de oder ab dem, 18. Oktober 2019 alle drei Wochen freitagabends bei Costa an der Bismarckstraße 32.

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