Billiger wird es wohl nicht mehr
von Michael Schlag
Wie es aussieht, ist das sommerliche Preistief bei Heizpellets erreicht, die Pelletpreise legten in dieser Woche sprunghaft zu. Viele Pelletheizer hatten in den zurückliegenden Wochen wohl auf weiter sinkende Preise gelauert, zu erkennen an hohen Werten bei der Marktbeobachtung aber geringer Kaufaktivität. Zu Beginn des Juni stellte das Portal Heizpellets24 aber bereits eine „spürbare Marktbelebung“ fest, die erwartete Bevorratungswelle habe seitdem Fahrt aufgenommen.
Sprunghafter Anstieg

Quelle: Heizpellets24
300 Euro „unrealistisch“
In Mittelhessen waren Pellets zuletzt noch für 345 € pro Tonne zu haben. Pelletheizer, die ihren Wintervorrat noch nicht gedeckt hat, sollten die Entscheidung wohl besser nicht mehr lange herauszögern. Oliver Klapschus, Geschäftsführer von Heizpellets24 schrieb bereits Anfang Juni, „dass der Sommer 2026 offenbar keine allzu großen Schnäppchen bereithalten wird“. Schaue man auf das herrschende Preisniveau und den abzusehenden Bedarf, dann „erscheinen Einkaufskonditionen von unter 300 Euro je Tonne, wie sie in den Vorjahren regelmäßig erreicht wurden, derzeit leider unrealistisch“.
Ebbe in den Pelletkellern
Der zurückliegende Winter hatte einige kalte Wochen, in den Pelletkellern herrscht Ebbe, und es sei damit zu rechnen, dass jetzt stetig neue Käufer auf den Markt strömen und die Preise durch hohe Nachfrage stabil halten. Aus aktueller Sicht, so Klapschuß vor zwei Wochen, deute sich ein „soft landing“ der Pelletpreise im Bereich zwischen 320 und 350 Euro je Tonne an. Dieser Punkt scheint nunmehr erreicht.
Mittelhessen mit günstiger Preislage
Mittelhessen kommt bei der Preisbildung für Heizpellets übrigens recht gut weg. In den Pellet-Hochburgen Bayern und Baden-Württemberg, die zusammen 60 Prozent aller deutschen Pelletheizungen auf sich vereinen, sind Pellets regelmäßig etwas teurer. In Deutschland sind laut Deutschem Pelletinstitut (DEPI) rund 760.000 Pelletheizungen in Betrieb, davon gut 300.000 Pelletkaminöfen und 13.000 Großanlagen über 50 KW Leistung. Gleich hinter Deutschland kommt Polen mit rund 600.000 Anlagen. Die mit Abstand meisten Pelletheizungen Europas befinden sich übrigens in Italien (2,75 Mio.) und Frankreich (ca. 1,3 Mio.). Dabei handelt es sich aber überwiegend um Einzelraumöfen, die bedarfsweise mit Sackware angefeuert werden.
Quelle: www.heizpellets24.de
