Windkraft Winterstein

WindmastEinwendungen bald geprüft

Die Ausweisung von Vorrangflächen für Windräder auf dem Winterstein geht voran. „Die Prüfung der Einwendungen nach der ersten Offenlegung werden bald abgeschlossen sein“, sagt Birgit Simon (Grüne), erste Beigeordnete des Regionalverbands Frankfurt-Rhein-Main.

Attraktiver Standort

Während eines Vernetzungstreffens der Grünen der vier Anrainergemeinden des Wintersteins berichtete Simon über den Stand des Verfahrens. „Die Bürgerbeteiligung hat zu guten Ergebnissen geführt“, sagte sie. Eine zweite Offenlegung sei für Ende des Jahres geplant. Da der geplante Windpark auf dem Winterstein innerhalb des Radius von 15 Kilometern um ein Funkfeuer liegt, ist derzeit eine Einzelfallprüfung für jede Windkraftanlage nötig. Im Moment ist aber die Reduzierung der als kritisch bewerteten Zone auf zehn Kilometer im Gespräch. Dann wäre der Windpark nicht mehr betroffen: Er liegt bei 14,5 km. „Selbst wenn es bei den 15 Kilometern bleibt, ist das für uns kein K.-O.-Kriterium“, sagte Bernd Stiller, energiepolitischer Sprecher der Friedberger Grünen. klar. Der Winterstein sei auch mit Einzelfallprüfung ein attraktiver Standort.

Langer Atem nötig

Vor fünf Jahren sind die Grünen aus den vier Anrainergemeinden mit großer Energie ins Windkraftprojekt gestartet. „Dass wir im 5. Jahr ohne ein Windrad auf dem Winterstein zusammensitzen, zeigt, was man für einen langen Atem haben muss“, sagte Stiller. Der Winterstein sei eine der windreichsten Gegenden in Südhessen. Die Stadtverordnetenversammlungen der Anrainergemeinden Friedberg, Rosbach, Ober-Mörlen und Wehrheim haben bereits vor längerer Zeit beschlossen, das Windkraftprojekt voranzutreiben. Allerdings vermissen die Grünen das Engagement der anderen Fraktionen, der Magistrate und Bürgermeister. In Friedberg hatte die fehlende Unterstützung des Projekts durch die SPD 2015 zum Ende der Zusammenarbeit geführt. „Das Projekt steht und fällt mit dem politischen Willen“, sagte Peter Scholz, Vorsitzender der Grünen Rosbach.

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