Staufenberg

Moderner Lernort für etwa 300 Kinder

An der neuen Grundschule in Staufenberg (Kreis Gießen) hätte etwa ein Jahr nach Baubeginn Richtfest gefeiert werden können. Wegen der Pandemie aber musste es ausfallen und so hatte der Landkreis als Bauherr zumindest im kleinen Kreis zu einer Baustellenbegehung eingeladen, damit sich die Verantwortlichen vom Werden des neuen 15,5-Millionen-Euro-Projekts überzeugen konnten.

Erster Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Christopher Lipp bedauerte, dass das Richtfest als wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Fertigstellung pandemiebedingt nicht mit allen am Bau Beteiligten, insbesondere den Schulgemeinden gefeiert werden konnte, berichtet die Pressestelle des Landkreises Gießen.

Lipp: „Maßstäbe werden gesetzt“

Erster Kreisbeigeordneter und Schuldezernent Christopher Lipp bedauerte, dass das Richtfest als wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Fertigstellung pandemiebedingt nicht mit allen am Bau Beteiligten, insbesondere den Schulgemeinden gefeiert werden konnte.

Den Neubau bezeichnete Lipp als wichtige Zukunftsinvestition: „Das Gebäude der neuen zentralen Grundschule Staufenberg setzt Maßstäbe im Schulbau. Es entsteht ein moderner, heller und offener Bau, der viel Raum für moderne Pädagogik bietet. Der Neubau eröffnet mit einem schülergerechten Raumkonzept, einer modernen digitalen Ausstattung und hohen Standards in Bezug auf Energetik und Barrierefreiheit beste Rahmenbedingungen für gute Bildung.“

Schneider: „Zukunftsfähige Entscheidung“

Landrätin Anita Schneider, die den Entstehungsprozess der neuen Staufenberger Grundschule von Beginn an begleitet hat und die Weichen entsprechend mitgestellt hat, zeigte sich ebenfalls sehr zufrieden über die Fortschritte der Baustelle. Sie sagte: „Mit der Entscheidung, die drei bestehenden Grundschulen in Staufenberg, Daubringen und Mainzlar hier in einem zeitgemäßen Neubau zusammenzufassen, haben der Landkreis und die Stadt Staufenberg gemeinsam eine zukunftsfähige Entscheidung getroffen.“

Gefeller: „Andere Nutzung bisheriger Schulen möglich“

Und so warf auch Staufenbergs Bürgermeister, Peter Gefeller, einen Blick auf die Schulentwicklung seiner Stadt und den Umstand, dass man den heutigen Ansprüchen von Grundschulen an den alten Standorten nicht hätte gerecht werden können. Die demnächst nicht mehr genutzten Schulgebäude könne die Stadt gut für die Weiterentwicklung Staufenbergs nutzen. „Ich denke zum Beispiel an den Bereich des sozialen Wohnungsbaus, oder auch den steigenden Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen“, schmiedete er Zukunftspläne. Er lobte die Zusammenarbeit mit dem Landkreis und fasste zusammen: „Staufenberg freut sich auf diese Schule!“

Besonderheiten des Neubaus erläutert

Im Anschluss führte Projektingenieur Ingmar Kupski durch die Baustelle und erläuterte die Besonderheiten des Neubaus. Der Rohbau präsentiert sich als tragende Skelettbauweise aus ineinander wirkenden Stahlbetonstützen und -wänden. Das Dach wurde als Stahlbetonfaltwerk ausgebildet und sorgte für anerkennende Blicke nach oben. Oberlichter und hell gestaltete Akustikdecken sorgen nach dem Innenausbau für ausreichend Helligkeit auf den geräumigen Fluren.

Die neue Grundschule setzt sich aus drei fünfeckigen Modulen zusammen, wodurch offene und halboffene Raumgruppen entstehen, die zugleich großzügige Pausenbereiche bieten. Der Bau ist durchgängig zweigeschossig. Die Verwaltungs-, Fach- und Mehrzweckräume sowie der Ganztagesbereich und die Mensa verteilen sich in lockerer Anordnung im Erdgeschoss.

Alle Klassen- und Differenzierungsräume sind im Obergeschoss angesiedelt. Dort gruppieren sich vier bis fünf Klassenräume jeweils um eine vielfältig bespielbare Aktionsfläche, die die mit ihren Nischen vielfältige räumliche Angebote für informelle Lernsituationen schafft.

Schulgarten wird entstehen

Die Außenanlage der neuen Grundschule wird verschiedene Bereiche für Bewegung und Spielmöglichkeiten bieten. Neben einem Sportfeld sind mehrere Spielgeräte und Freiflächen vorgesehen. Ein Schulgarten und eine üppige Begrünung ergänzen das pädagogische Angebot.

Das Raumkonzept der zentralen Grundschule in Staufenberg geht von einer dauerhaften Dreizügigkeit aus und bietet Platz für etwa 300 Schülerinnen und Schüler. Die Fertigstellung der Bauarbeiten ist für Ende März 2023 vorgesehen. Die Schule soll dann zum Schuljahr 2023/2024 nach den Sommerferien im kommenden Jahr den Betrieb aufnehmen.

Zuschüsse durch Förderprogramme

Der Neubau der Grundschule ist ein Eigenprojekt des Landkreises Gießen, dessen Konzeption nach einem Architektenwettbewerb an das Architektenbüro Hess/Talhof/Kusmierz aus München vergeben wurde. Begleitet wird es von verschiedenen Fachplanern.

Die Gesamtkosten belaufen sich aktuell laut Plan auf 15,55 Mio. Euro. Aus vier Förderprogrammen sollen Zuschüsse fließen, darunter eine allgemeine Förderung aus dem kommunalen Investitionsprogramm II (KIP II) des Landes Hessen in Höhe von etwas über 2,1 Mio. Euro sowie ein Bundes-Zuschuss für den Einbau einer Corona-konformen Lüftungsanlage über etwa 500.000 Euro. Jeder Raum wird separat mit frischer Außenluft belüftet, wobei ein vollautomatisiertes System mit CO2-Steuerung vorgesehen ist.

Stellplätze für Fahrräder, Roller, E-Bike

Auch die zentrale Bushaltestelle wird voraussichtlich über das Mobilitätsfördergesetzt (MobFöG) des Landes Hessen gefördert. Dort sind rund 200.000 Euro beantragt. Aus dem Programm ‚Stadt und Land‘ nach dem Gute-Zukunft-Sicherungsgesetz (GZSG) des Landes Hessen kommen etwa 70.000 Euro für die Fahrradabstellanlagen. Geplant sind über 100 Stellplätze für Fahrräder, Roller und E-Bikes. (Foto: Landkreis Gießen)

Titelbild: Baustellenbegehung in Staufenberg. (Foto: Kreis Gießen)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.