Scholl-Schule

Circus Phantasia begeisterte Publikum

Eine ganze Woche lang schmückte das große Zelt des „Circus Phantasia“ das Schulgelände der Sophie-Scholl-Schule Gießen in der Rödgener Straße. Der sogenannte „Projektzirkus“, der auf die Arbeit mit Kindern spezialisiert ist, war bereits zum zweiten Mal seit 2017 zu Besuch.

„Unser Ziel ist es, dass alle Schüler und Schülerinnen während ihrer Grundschulzeit einmal die Möglichkeit haben, selbst am Zirkusgeschehen teilzunehmen“, erklärt Melanie Grzimbke, Schulleitung Primarstufe, in einer Pressemitteilung  der Lebenshilfe Gießen.

Kinder waren Zirkusstars

Tatsächlich waren die Sophie-Scholl-Grundschüler die eigentlichen Stars der Zirkus-Projektwoche, die auch dank der finanziellen Unterstützung des Sophie-Scholl-Schulen-Fördervereins ermöglicht werden konnte. Die einzelnen Klassen beschäftigten sich jeweils an einem Tag mit der Welt unter dem Zirkuszelt, erlernten jeweils zwei Darbietungen und präsentierten diese noch am gleichen Abend den bis zu 200 Zuschauer, unter denen sich natürlich auch zahlreiche Eltern befanden.

Vor den Vorstellungen übten die Sophie-Scholl-Schüler*innen fleißig – etwa für Seiltanz-Darbietungen.

Langer Applaus als verdienter Lohn

Die Tribünen-Gäste erfreuten sich an Schwerttricks, Trapez-Künsten, Seiltänzen, Feuerspucker und beispielsweise Clown-Sketchen – insgesamt acht Attraktionen beinhalteten die Vorführungen. „Unsere Schüler und Schülerinnen konnten die Übungen erlernen, für die sie sich am meisten interessierten. Dank des kompetenten Zirkus-Teams und unseren Lehrer und Lehrerinnen und pädagogischen Fachkräften konnten wir alle Kinder – auch diejenigen mit sonderpädagogischen Bedarfen – individuell begleiten und unterstützen“, so Melanie Grzimbke, die ein positives Fazit zog: „Ich denke, der begeisterte Applaus bei den Vorführungen und die insgesamt positive Resonanz belegen den Erfolg dieser Projektwoche. Es war total schön zu sehen, mit welcher Begeisterung die Kinder bei der Sache waren, sich bei den Vorstellungen gegenseitig anfeuerten und wie sie zum Teil über sich hinauswuchsen.“ 

Standorte in Gießen und der Wetterau

Auch Patrik Mähling, Geschäftsführer der Sophie-Scholl-Schulen gGmbH, die insgesamt drei Schulstandorte in Gießen und Bad Nauheim (Wetteraukreis) betreibt und zum Unternehmensverbund der Lebenshilfe Gießen zählt, freute sich über die spürbare Begeisterung der Schüler, aber auch über die Möglichkeit, die Familien der Kinder auf dem Schulgelände begrüßen zu dürfen: „Das Hygienekonzept hatte mich überzeugt, es hat diese Projektwoche ermöglicht. Es tut gut, dass man solche Aktionen – das gemeinsame Erleben von Kultur und Bildung – nach den zurückliegenden schwierigen Monaten wieder anbieten kann.“

Zirkusdirektor Lars Wasserthal, der den Projektzirkus seit 2010 führt und mit seinem Team jährlich 40 Schulen in ganz Deutschland besucht, zeigte sich ebenfalls angetan, zumal der „Circus Phantasia“ aufgrund der Pandemie zwischenzeitlich 15 Monate pausieren musste: „Es ist einfach schön, dass man wieder das machen kann, wofür man gebaut ist.“

Weitere Informationen zu den Sophie-Scholl-Schulen und ihren reformpädagogischen sowie inklusiven Ansätzen erhalten Interessierte unter sophie-scholl-schulen.de 

Die Sophie-Scholl-Schulen gemeinnützige GmbH ist eine Tochtergesellschaft der Lebenshilfe Gießen e.V. und der Lebenshilfe Wetterau e.V. Sie ist Trägerin von drei inklusiven Ganztagsschulen: der staatlich anerkannten Sophie-Scholl-Grundschule Gießen (gegr. 1998), der staatlich anerkannten Sophie-Scholl-Gesamtschule Gießen (gegr. 2009) sowie der staatlich genehmigten Sophie-Scholl-Grundschule Wetterau (gegr. 2009) in Bad Nauheim. Das gegenseitige Respektieren und Helfen ist durchgängiges Prinzip der inklusiven Schulen, ebenso das Von- und Miteinander lernen. Das gemeinsame Mittagessen sowie ein vielfältiges und altersangepasstes Kursprogramm am Nachmittag oder die Ferienbetreuung gehören zum Schulalltag. 

Titelbild: An jedem Abend der Zirkus-Projektwoche der Sophie-Scholl-Grundschule Gießen schloss die Vorstellung mit einem gemeinsamen Lied, das – da aufgrund der Corona-Bestimmungen nicht gesungen werden konnte – in Gebärdensprache vorgetragen wurde. Rechts im Bild: „Phantasia“-Zirkusdirektor Lars Wasserthal. (Fotos: Lebenshilfe Gießen)

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