Protest gegen AfD

Butzbach gegen Hass

Unter dem Motto „Dafür steht Butzbach: Gegen Hass und Ausgrenzung – für eine vielfältige und offene Wetterau!“ ruft das Butzbacher Bündnis für Demokratie und Toleranz zu einer Kundgebung am Sonntag, 20. September 2020, auf. Die AfD will an diesem Tag im Butzbacher Bürgerhaus tagen. Auf der Rednerliste der AfD-Veranstaltung stehen Angehörige der rechtsextremen Flügels der Partei.

Rechtsextreme Redner

„Die Redner der AfD zeigen eindeutig, wofür die AfD steht“, teilt die Antifaschistische Bildungsinitiative mit und listet auf: „Der Wetterauer AfD Landtagsabgeordnete Herrmann, dessen Kreisverband als extrem rechts in der AfD gilt und dessen Kollege Andreas Lichert einschlägige Verbindungen zur rechtsextremen ‚Identitären Bewegung‘ hatte. Martin Hohmann von der AfD, der wegen einer antisemitisch wahrgenommen Rede bundesweit bekannt wurde. Stephan Brandner, der dem rechten Höcke-Flügel des AfD zugerechnet wurde und auch für einen bundesweiten Skandal gesorgt hat. Nach dem Terroranschlag in Halle, bei dem zwei Menschen starben, fiel er durch unterirdische Angriffe auf Michel Friedmann und weitere demokratische Politiker auf. Der Rechtsausschuss des Bundestags hat den AfD-Politiker Stephan Brandner darauf als Vorsitzenden abgewählt.“

Im Aufruf des Butzbacher Bündnis für Demokratie und Toleranz zur Kundgebung heißt es: „Die AfD steht für Menschenhass und völkische Ideologien und positionierte sich zuletzt auch gegen Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie, also gegen das Recht aller auf Unversehrtheit. Nach den Morden von Hanau haben wir erst kürzlich gezeigt, dass wir hier zusammenstehen und in Frieden und Toleranz miteinander leben wollen. Hass und Ausgrenzung haben für uns in Butzbach und der Wetterau keinen Platz. Wir rufen alle Mitbürgerinnen und Mitbürger dazu auf, nicht in Gleichgültigkeit zu verfallen, sondern sich jeden Tag aufs Neue gegen Hass und Hetze gegenüber Minderheiten zu erheben und für ein friedliches, respektvolles Miteinander einzustehen. Lasst uns gemeinsam dafür sorgen, dass auch an diesem Tag die Stimmen der Toleranz lauter sind als die Stimme der extremen Rechten und lasst uns in Butzbach ein Zeichen für Menschenrechte setzen!“

Breites Bündnis für Demokratie

Zu der Kundgebung rufen neben dem Butzbacher Bündnis für Demokratie und Toleranz auch der Ausländerbeirat der Stadt Butzbach, die Antifaschistische Bildungsinitiative Friedberg, die Omas gegen Rechts Wetterau, die Evangelische Markus-Kirchengemeinde Butzbach, die SPD und die JuSos Butzbach, Bündnis 90/die Grünen OV Butzbach und die FDP Butzbach auf.

Die Antifa-BI erinnert daran, dass die NPD vor einem guten Jahrzehnt versucht habe, mit ihrem „Nationalen Schulungszentrum“ im Butzbacher Stadtteil Hoch-Weisel Fuß zu fassen. Sie sei „aufgrund des geschlossenen Widerstandes der Demokraten in und um Butzbach gescheitert“. Damals habe es neonazistische Umzüge gegeben, der Holocaust sei geleugnet und Demokraten seien von Neonazis bedroht und zusammengeschlagen worden. „Wenn auch heute wieder die ideologischen Gesinnungsfreunde des deutschen Nationalismus in einem anderen Gewand versuchen in Butzbach Fuß zu fassen, müssen sich diesem alle Demokraten von links bis konservativ friedlich und entschlossen entgegenstellen“, sagt Andreas Balser, Vorsitzender der Antifaschistischen Bildungsinitiative.

Die Kundgebung „Dafür steht Butzbach: Gegen Hass und Ausgrenzung – für eine vielfältige und offene Wetterau!“ startet am Sonntag, 20.September 2020, um 16 Uhr am Bürgerhaus Butzbach, Gutenbergstrasse 19. Während der Kundgebung ist der Mindestabstand von 1,5 Metern einzuhalten und bei geringeren Abständen ein Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

2 Gedanken zu „Protest gegen AfD“

  1. Das war heute eine rund herum gelungene Veranstaltung vor dem Bürgerhaus in Butzbach. Danke auch der Polizei für ihren Einsatz.Ich war da zusammen mit den Omas gegen rechts aus Giessen.Die Reden waren mehr als zutreffen und wahrscheinlich in vielem noch zu harmlos formuliert.Besonders gut hat mir gefallen was der evangelische Pfarrer gesagt hat-nämlich dass diejenigen die vorgeben das Abendland zu schützen vor der Islamisierung die selben sind,die die Werte der christlich jüdischen Abendlandes (Barmherzigkeit,Nächstenliebe,Gastfreundschft,Offenheit,Toleranz und Menschenwürde) selber am meisten mit Füßen treten.Was im Osten Deutschlands abgeht ist noch viel schlimmer.Da sind ganze Landstriche rechts.Lassen wir es hier nicht soweit kommen und versuchen wir mit Mut,Phantasie,Solidarität,Gewaltlosigkeit Ausdauer und Beherrlichkeit Humor und Gottvertrauen die Rechten wieder zurückzudrängen in ihre Mauselöcher,wo sie hin gehören.Die Chancen sind gut,denn z.Zt. schießen sie sich selber in beide Kniee und noch sonstwo hin.
    VENCEREMOS
    Nie wieder Faschismus
    Monika Starke

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