Dannenröder Forst

Protest gegen Rodung

von Ursula Wöll

Hundert Hektar des Dannenröder Buchenwaldes sollen ab 1. Oktober gefällt werden wegen des Weiterbaus der A49. Gleichzeitig feiert man den Tag des Waldes und auf Europaebene werden Sonntagsreden zum Stopp des Klimawandels gehalten. Am Sonntag, 20. September 2020, wird gegen die Rodung im Dannenröder Forst protestiert.

Orchester „Lebenslaute“ spielt

Etwa 20 Baumhäuser gibt es in dem 250 Jahre alten Buchenwald, jeden Sonntag versammeln sich BewohnerInnen der Region zu einem Protestgang, um ihren Wald zu retten. Am 13.9. kamen 800 Leute. Bund, Nabu, die Grünen auf Bundes- und Regionalebene sind gegen die Rodung. Eine Eilpetition des Bundes an Verkehrsminister Scheuer und Staatsminister Al-Wazir, die einen Baustopp fordert, wurde bereits nach 30 Stunden von 20000 Menschen unterschrieben. Dennoch könnte die Rodung nach dem 1. Oktober beginnen.

800 Leute beim Waldspaziergang.

Der 20. September ist daher wohl ein historisches Datum. Vielleicht die letzte Möglichkeit zu protestieren. Sogar das berühmte Orchester „Lebenslaute“ kommt und spielt ab 12 Uhr auf, wie immer klassische Musik. Ab 14 Uhr beginnt dann der Protestgang durch den Wald. Wer zu bequem ist und fernbleibt, wird es bereuen, wenn der Klimawandel Schlag auf Schlag voranschreitet. Nicht nur unsere Kinder, auch wir erleben ihn bereits.

Man sammelt sich auch diesmal am Ortsrand von Dannenrod, beim alten Sportplatz. Dannenrod ist ein Ortsteil von Homberg/Ohm, etwa 5 km von dessen Autobahnabfahrt entfernt, noch reizend in der Natur gelegen. Wer den Shuttlebus vom Bahnhof Stadtallendorf benutzen will, muss sich anmelden, und zwar schnell und auch mitteilen, ob er bereits zum Konzert um 12 Uhr kommt: aktionwald@campact.de

Stadtallendorf ist 10 km entfernt vom Protestort. Wer mit dem Rad kommt, erhält Applaus.

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