Parlament Bad Nauheim

Flagge zeigen gegen Homophobie

Von Petra Ihm-FahleBN5

Die Bad Nauheimer Stadtverordnetenversammlung, die jetzt in der Trinkkuranlage terminiert war, war geprägt von Ehrungen, Wahlen und der Vereidigung der Christdemokration Sonja Rohde (Foto) als Stadträtin. Zum Internationalen Tag gegen Homophobie hat die Stadt vorm Rathaus geflaggt.

Haushalt von Bad Nauheim genehmigt

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Die Regenbogenfahne gegen Homophobie weht vor dem Bad Nauheimer Rathaus. (Fotos: Ihm-Fahle)

Wie Kämmerin Brigitta Nell-Düvel (Grüne) eingangs mitteilte, ist die Genehmigung des städtischen Finanzetats durch die Kommunalaufsicht eingegangen. „Wir können nun über unseren Haushalt bestimmen“, sagte sie. Benjamin Pizarro (FDP) ging auf die Regenbogenfahne ein, die zum Internationalen Tag gegen Homophobie letzten Dienstag vorm Rathaus gehisst worden war. Er dankte Bürgermeister Armin Häuser (CDU) und Magistratsdirektor Klaus Kreß, die seine Anregung aufgegriffen hatten. Jeden 17. Mai werde der Internationale Tag gegen Homophobie begangen, so Pizarro, da an diesem Tag im Jahr 1990 die Weltgesundheitsorganisation (WHO) Homosexualität endgültig von der Liste der psychischen Erkrankungen gestrichen habe. Der Paragraph 175 habe sich sogar noch bis 1994 in den Gesetzbüchern gefunden. „Dass sich die Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt mit dieser Aktion identifizieren, zeigt beispielsweise die Resonanz auf der städtischen Facebook-Seite“, erklärt Pizarro. Dort erfuhr die Aktion viel Zustimmung, aber auch einige abfällige Kommentare seien hinterlassen worden, woran sich zeige, wie wichtig die Beflaggung sei. „Um die 2- bis 3000 Bad Nauheimerinnen und Bad Nauheimer werden diese Geste der Solidarität ganz besonders wertschätzen können“, betont der Liberale.

Glückwünsche, Vereidigung, Ehrungen

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Gerhard Hahn gratuliert Bernd Witzel (links) zum 70.
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Sonja Rohe, hier mit Bürgermeister Armin Häuser (rechts) und Stadtrat Christian Weiße, wird Stadträtin.

Parlamentschef Gerhard Hahn gratulierte Ex-Bürgermeister Bernd Witzel (beide FW/UWG), der kürzlich 70 Jahre wurde. Während acht ehrenamtliche Stadträte bereits in der letzten Parlamentssitzung vereidigt worden waren, musste Sonja Rohde zunächst warten, denn zur Schaffung eines neunten ehrenamtlichen Stadtratspostens musste erst die Hauptsatzung geändert werden (der Neue Landbote berichtete). Nun aber konnte Rohde durch Bürgermeister Häuser ins Amt eingeführt werden, anschließend ehrte er ausgeschiedene Stadtpolitiker. „Viele langjährige ehrenamtliche Politiker üben kein Amt mehr aus und haben sich in den wohlverdienten politischen Ruhestand verabschiedet“, sagte der Rathauschef. Kommunalpolitik lebe von ehrenamtlichem Engagement, „der Politik geben Sie ein Gesicht“. Geehrt wurden Peter Baumann, Gerhard Bennemann, Markus Kunzfeld, Detlef Schultheis und Erol Türkmen (alle CDU), Gertrud Kampmann und Hans-Dieter Weimar (beide FDP), Jutta Dörendahl-Kolb und Erwin Klee (SPD). „Gemeinsam kommen bei Ihnen 179 Jahre ehrenamtliches Engagement zusammen“, erklärte Häuser. Anschließend wurden der ausgeschiedene Stadtverordnetenvorsteher Prof. Dr. Friedrich-Karl Feyerabend und die ausgeschiedenen Stadträte Wolfgang Mahr (CDU) und Adolf Göbel (SPD) zu Ehrenmitgliedern ihres jeweiligen Gremiums ernannt. Feyerabend war seit 31 Jahren, Mahr seit 35 Jahren und Göbel insgesamt 22 Jahre kommunalpolitisch aktiv.

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