Klimaschutz

Gießen bildet vier Arbeitsgruppen

Die Stadt Gießen will bis 2035 klimaneutral werden. Vier Arbeitsgruppen wurden gebildet, um dieses Ziel zu erreichen, teilt die Stadt Gießen mit. Die Treffen fanden pandemiebedingt online statt.

Themenauswahl ist vielfältig

Die Arbeitsgruppen beschäftigen sich mit den Themen Bauen und Sanieren, Konsum, Mobilität und Energie. Es gibt rund 150 Teilnehmer. „Wir sind von der Resonanz beeindruckt“, wird Klimaschutzdezernentin Gerda Weigel-Greilich in einer Pressemitteilung der Stadt zitiert. Die Dezernentin resümiert: „Wir können uns bei der Aufgabe, die CO2-Emissionen bis 2035 auf Null zu drücken, auf Engagement und Know-how unserer Bürgerinnen und Bürger verlassen.“ Besonders erfreut zeigt sie sich über die Beteiligung der Hochschulen wie die Studierenden aus dem Fachgebiet Nachhaltiges Bauen der THM, geleitet von Prof. Neumann.

Moderiert wurden die Treffen von Alexandra Böckel, Sönke Müller unterstützte die Sitzungen technisch – beide sind vom Freiwilligenzentrum für Stadt und Landkreis Gießen. Bei den ersten Treffen wurden Maßnahmenvorschläge gesammelt und priorisiert. Insgesamt wurde deutlich, dass es in allen vier Themengruppen eine Vielzahl von Ideen gibt, um dem Ziel der Klimaneutralität bis 2035 näher zu kommen. 
In Abstimmung mit allen AG-Teilnehmenden wurden dann je vier bis sechs Themenschwerpunkte pro Arbeitsgruppe priorisiert. Diesen Schwerpunktthemen möchten sich die Arbeitsgruppen zuerst widmen und entsprechende Maßnahmenvorschläge erarbeiten, die dann dem Magistrat vorgelegt werden sollen. In der AG „Konsum“ stehen Themen wie die Förderung von Gebrauchtwarenangeboten in der Innenstadt sowie regionalen und ökologisch erzeugten Produkten im Vordergrund, aber auch das Thema nachhaltige Verpackungen für „to go“-Gerichte. 

Gießen hat an Beliebtheit sehr dazugewonnen (hier ein Blick in ein Schaufenster).  Der Einsatz für eine Klimaverbesserung dürfte das Image noch steigern. (Archiv-Foto: Jörg-Peter Schmidt)

Energetische Sanierung ein Schwerpunkt

Bei der Gruppe „Energie“ möchte man sich beispielsweise der Ermittlung von lokalen Energiepotenzialen und Photovoltaik widmen, während man sich in der AG „Bauen und Sanieren“ zunächst auf Schwerpunktthemen wie „Nachhaltige Baustoffe“ oder „Energetische Sanierung“ einigte. Im Bereich der Mobilität kam der Wunsch auf, sich zunächst mit dem Magistrat abzustimmen, welche grundsätzlichen Schwerpunktsetzungen für die nächsten Jahre verkehrspolitisch geplant sind, um Vorschläge in Kenntnis der spezifischen Rahmenbedingungen erarbeiten zu können.

Mitarbeit ist noch möglich

Oberbürgermeisterin Dietlind Grabe-Bolz zeigt sich über die ersten Ergebnisse erfreut: „Hier werden die Ideen der Bürger*innen aufgenommen und ausgearbeitet. Die Personen und Institutionen der Stadtgesellschaft sind bereit sich aktiv einzubringen und Klimaschutzmaßnahmen auf den Weg zu bringen. Nur so kann der Weg zur klimaneutralen Stadt gelingen.“ Wie Grabe-Bolz mitteilt, sind die nächsten Treffen für Ende Januar bis Anfang Februar 2021 anberaumt. „Wir laden nochmals alle Interessierten herzlich zur aktiven Mitarbeit ein,“ so Grabe-Bolz. Soweit die Pressemitteilung. 

Nähere Informationen sind auf  stadt-klima.giessen.de zu finden. Dort heißt es unter anderem: Die Stadt Gießen hat sich das Ziel gesetzt, bis 2035 klimaneutral zu werden und dies auch offiziell beschlossen. Im September 2020 wurde der umfassende Bericht unter dem Titel »Klimaneutrales Gießen 2035 – Analysen und Szenarien zur Entwicklung einer klimaneutralen Stadt« vorgestellt. Es wird ein Überblick über den Status quo auf unterschiedlichen Ebenen gegeben. Szenarien, Perspektiven für weitere Maßnahmen und ein umfangreiches Bürgerbeteiligungskonzept werden vorgestellt. Ein Teil dieses Konzepts sind die Thematischen Arbeitsgruppen. Das Klimaschutzmanagement möchte alle interessierte Bürger*innen dazu ermutigen, in diesen Arbeitsgruppen mitzuwirken – ob als fachlicher Neuling oder bereits Profi in einem Themengebiet.

Titelbild: Gießen (hier ein Blick in die Innenstadt) will langfristig klimaneutral sein. (Archiv-Foto: Jörg-Peter Schmidt)

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