Gießener Schwätzer

Straßenzeitung schreibt über Wohnen

Mit bewegenden Geschichten zum Thema „Wohnen in Gießen“ meldet sich die Straßen- und Kulturzeitung „gießener schwätzer“ zurück. Nach einer pandemiebedingten Pause zeigt sich die dritte Zeitungsausgabe erstmals mit doppelter Seitenzahl. Auf 28 Seiten berichtet die, laut Selbstbezeichnung, (fast) unabhängige Straßen- und Kulturzeitung von Gießener Bürgern und ihren Lebenswelten.

Doppelt stark ist auch das Redaktionsteam der gießener schwätzer. Hinzugekommen sind Studierende aus verschiedenen Fachrichtungen, die Lust haben auf Begegnung, Recherche und Inspiration. So ist die Zeitung, wie gewohnt, ein Gemeinschaftsprodukt, an dem viele kreative Köpfe mitarbeiten. Sie lässt Personen zu Wort kommen, die sonst eher wenig Gehör in unserer Gesellschaft finden und rückt ihre Themen und Perspektiven in den Fokus, berichtet die Presseabteilung der Stadt Gießen.

Kritische und persönliche Beiträge

So entsteht der besondere Charakter dieser Zeitung. Sie lebt von den kritischen, persönlichen und anregenden Beiträgen der Mitwirkenden. Das Redaktionsteam bezeichnet sich selbst als „bunter Haufen“. Dazu gehören Menschen aus der Gießener Straßen- und Kulturszene sowie aus universitärem Kontext und Sozialer Arbeit. Die bewusste Diversität macht die Zusammenarbeit wie auch das Produkt besonders. Immer wieder entstehen Begegnungen, Gespräche und Recherchen, die es ohne das Zeitungsprojekt so nicht gäbe. Dies ist eine Bereicherung für alle Beteiligten. 

Die Gießener „Schwätzer“ gibt es auch als Skulptur  von Karl-Henning Seemann in Gießen im Seltersweg („Die drei Schwätzer“).  Mit „Schwätzen“ sind freilich in der Zeitung durchaus kritische Beiträge gemeint.  (Foto: Jörg-Peter Schmidt)

Besonders aktuelles Thema beleuchtet

Die Berichterstattung der gießener schwätzer ist unkonventionell. Sie hat ihren eigenen Stil. Mit Texten, Bildern und Interviews werden Geschichten erzählt – eigensinnig, alltagsnah und mit kritischem Blick. Nachdem sich die Erstausgabe im Jahr 2018 dem Thema „Begegnungen“ widmete, stellte die zweite Ausgabe im Frühjahr 2020 das Thema „Leben in Gießen“ in den Mittelpunkt. Die druckfrische dritte Ausgabe  beschäftigt sich mit dem Thema „Wohnen in Gießen“. Sie greift somit ein Thema auf, welches in Gießen allgegenwärtig ist.

Leben während der Pandemie

Beleuchtet wird das Ringen um bezahlbaren Wohnraum, die Lebensrealität von Menschen ohne festen Wohnsitz in Zeiten einer Pandemie wie auch besondere Formen gemeinschaftlichen Wohnens in der Stadt. Außerdem greift Ausgabe 3 das Leben während der Pandemie auf. Mit einer Umfrage zum Thema „Was macht Corona mit deinem Leben?“ werden verschiedene Aussagen und Gefühlslagen gebündelt und gegenübergestellt. In der Fotoreportage „Zeig uns deinen Style“ erklären Jugendliche, welche Einflüsse und Werte sich in ihrem persönlichen Modestil wiederfinden und welche Bedeutungen dahinterstecken. 

Bitte mitmachen

Über die Lektüre hinaus wollen die gießener schwätzer zum Mitmachen und Mitreden anregen. Die Redaktionssitzungen sind offen für alle interessierten Personen. Wer an künftigen Zeitungsausgaben mitwirken will, ist jederzeit willkommen. Vielfalt ist dabei klar erwünscht. Das Zeitungsprojekt möchte Horizonte erweitern, Menschen zusammenführen und kreative Plattform für Austausch, Begegnung und den Blick über den eigenen Tellerrand hinaus sein. 
Daneben gibt es die Möglichkeit, der Redaktion per Post oder Mail Beiträge zukommen zu lassen, gerne auch anonym. 

Unterstützung durch Paten

Die Straßen- und Kulturzeitung finanziert sich durch Patenschaften von Privatpersonen und regionalen Unternehmen. Die Unterstützung der Zeitungspat*innen macht die weitere Redaktionsarbeit sowie den Druck der jeweils nächsten Ausgabe möglich. Daneben werden die gießener schwätzer von verschiedenen sozialen Trägern unterstützt. Die Aidshilfe Gießen e. V., die Wohnungsnotfallhilfe des Diakonischen Werkes „Die Brücke“, die Arbeitslosenhilfe Gießen e. V., die Aufsuchende Jugendsozialarbeit sowie die Gemeinwesenarbeit in Quartieren der Universitätsstadt Gießen tragen zum Gelingen des Projektes bei. 

Besonderer Dank gilt den Zeitungspaten der dritten Ausgabe sowie der Grafikerin Ute Richter-Wolff, die gemeinsam mit dem Redaktionsteam der Zeitung ein ansprechendes Layout verpasst hat. So kann sich die Straßen- und Kulturzeitung inhaltlich wie auch optisch sehen lassen. 

Ab sofort ist die Zeitung bei den genannten sozialen Einrichtungen kostenfrei zu beziehen. Zudem wird sie demnächst in weiteren öffentlichen Einrichtungen, Cafés und Kulturstätten ausliegen. Nähere Informationen zu Patenschaften, Auslegestellen und Mitwirkungsoptionen finden sich im Internet unter schwaetzer.tumblr.com oder per Mail unter giessener.schwaetzer@web.de.  

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