cORONA IN DER wETTERAU

Neun Tote an einem Tag

Die Epidemie gerät auch im Wetteraukreis immer mehr außer Kontrolle. Sie hat die Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen erfasst. Viele alte Menschen, die sich infiziert haben, sterben nun.

Corona: 66 neue Infizierte

Neun weitere Todesfälle im Zusammenhang mit SARS-CoV-2 wurden am 15. Dezember 2020 aus dem Wetteraukreis gemeldet: Eine 87- jährige und eine 75-jährige Frau, beide aus Nidda, ein 90-jähriger Mann ebenfalls aus Nidda, eine 97-jährige Frau aus Ortenberg, ein 87-jähriger und ein 69-jähriger Mann aus Ortenberg, eine 92-jährige Frau aus Karben, ein 59-jähriger Mann aus Wölfersheim und ein 88-jähriger Mann aus Münzenberg. Damit sind seit Beginn der Pandemie 70 Menschen im Wetteraukreis an den Folgen der Infektion gestorben, berichtet das Gesundheitsamt.

Ewas mehr als ein Prozent der Wetterauer Bevölkerung hat sich bisher mit dem Coronavirus infiziert. Bis zum 15. Dezember 2020 wurden 4594 Fälle gemeldet. Von ihnen gelten aktuell 1330 als infiziert. Sie sitzen alle in Quarantäne. Am Dienstag wurden 66 neu Infizierte gemeldet. Und zwar aus Altenstadt (1), Bad Nauheim (6), Bad Vilbel (3), Büdingen (6), Butzbach (3), Echzell (1), Friedberg (5), Gedern (4), Hirzenhain (2), Karben (6), Kefenrod (1), Limeshain (2), Nidda (5), Niddatal (1), Ortenberg (11), Ranstadt (3), Reichelsheim (2), Rockenberg (1), Rosbach (2) und Wölfersheim (1). In Ortenberg gab es besonders viele Infektionen unter den Bewohnern zweier Pflegeheime.

An den Wetterauer Schulen gab es drei neue Infektionen. Am 14. Dezember wurde je ein Schüler der Beruflichen Schule am Gradierwerk Bad Nauheim, der Beruflichen Schule in Büdingen (1S) und der Schule am Solgraben in Bad Nauheim positiv getestet.

Keine Beatmungs-Betten mehr frei

In stationärer Behandlung aufgrund der Corona-Infektion befanden sich am 15. Dezember 110 Menschen. Davon wurden 22 Personen intensivmedizinisch behandelt. Aus den Wetterauer Kliniken wurde für Corona-Erkrankte eine Bettenkapazität von 109 Betten gemeldet: 87 Normalbetten und 22 Intensivbetten mit Beatmung. Von diesen 109 Betten sind vier frei, freie Betten mit Beatmungsmöglichkeit gab es nicht. Wer also schwere Symptome aufwies, musste außerhalb des Kreises behandelt werden.

Die Inzidenz liegt nun bei 239 Corona-Infektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche. Sie ist so hoch, dass bis auf weiteres eine Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr früh gilt. In der Öffentlichkeit darf kein Alkohol getrunken werden. Und in der Wetterau schließen wie überall im Lande ab dem 16. Dezember alle Geschäfte, deren Sortiment nicht zum täglichen Lebensbedfarf gehört.

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