Apfelernte

Jetzt wird gekeltertkeltern

Überall sieht man jetzt die prächtigen Äpfel an den Bäumen hängen. Leider liegen die schmackhaften Früchte aber auf den Wiesen oft am Boden und verfaulen ungenutzt. Das muss so nicht sein. Eine Verwendung ist beispielsweise das derzeitige Keltern an vielen Orten. So fand  kürzlich –  übrigens zum  neunten Mal –  als „Apfeltag“ im Gießener Stadtteil Allendorf/Lahn der Auftakt des mobilen Kelterns im Landkreis Gießen statt. Ortsvorsteher Thomas Euler hatte erstmals 2008 die mobile Kelteranlage von Alfred Will von Ebersburg-Schmalnau (in der Rhön) nach Mittelhessen geholt.

Mobiles keltern im Kreis Gießen

Mit dabei war in diesem Jahr auch die Hauptamtliche Erste Kreisbeigeordnete Dr. Christiane Schmahl.  Der kleinste Gießener Stadtteil Allendorf ist mit dem Thema „Apfel“ seit jeher eng verbunden, denn der hiesige „Judenberg“ stellt eine besonders große zusammenhängende Streuobstwiesenfläche dar. Zudem werden jährlich von der großen städtischen Streuobstwiesenfläche „Kühweide“ Obstbäume versteigert. Christiane Schmahl informierte sich über die Förderung des Landkreises Gießen zum Erhalt und Ausbau der Streuobstwiesen.

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Die Erstklässler der „Kleebachschule“ schauen zu, wie Kelterer Alfred Will (Mitte) ihren noch heißen Apfelsaft abfüllt. Allendorfs Ortsvorsteher Thomas Euler (l.), die Erste Kreisbeigeordnete Dr. Christiane Schmahl (r.) und der ehemalige Kreisvorsitzende der Obst- und Gartenbauvereine Rüdiger Baumgart im Hintergrund informierten sich ebenfalls über das Keltern. (Foto: Landkreis Gießen)

Die Naturschutz-Dezernentin unterstrich: „Streuobstwiesen sind ein wichtiger Beitrag für den Naturschutz, deshalb fördert der Landkreis Gießen die Anpflanzung von Streuobstwiesen auch mit einem Zuschuss. Außerdem sind natürlich gewachsene und ungespritzte Äpfel ein Beitrag zur gesunden und vitaminreichen Ernährung.“ Sinn des „Apfeltages“ sei, dass Kinder der örtlichen Grundschule und des örtlichen Kindergartens im Unterricht am Thema „Apfel“ arbeiten, selbst Äpfel pflücken und zur mobilen Kelteranlage bringen. Dort sahen die Schüler der ersten Klasse der Allendorfer „Kleebachschule“ mit ihrer Lehrerin Sabine Geyer, wie ihre Äpfel zunächst gewaschen, dann zerkleinert, ausgepresst, gekocht (pasteurisiert) und in Bag-in-Box-Behälter abgefüllt werden. Auf Bollerwagen nahmen sie den Saft wieder mit in ihre Schule. Das Pressgut (Trester) wird den örtlichen Landwirten zur Verfügung gestellt, wird abschließend in der Pressemitteilung des Landkreises Gießen berichtet.

kelterei-will.de

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