GARTENPARADIES

Wettbewerbs-Sieger geehrt

Im Schatten des gewaltigen Walnussbaums liegt das kleine Paradies, das Familie Bogdan-Waha aus Gießen-Allendorf in jahrelanger Arbeit geschaffen hat. Heimische Sträucher und Bäume, ein Teich für Amphibien, Natursteinmauern und Totholz für Insekten prägen den naturnahen Garten, an den sich eine weitläufige Streuobstwiese anschließt, die von Bienenvölkern besiedelt ist. Mit ihrem Garten konnten sie die Jury der Unteren Naturschutzbehörde des Landkreises Gießen überzeugen.

1. Platz geht nach Allendorf/Lahn

Bei dem Wettbewerb „Schönster naturnaher Garten“ haben sie in diesem Jahr unter 18 Bewerbungen den ersten Platz belegt, schreibt die Pressestelle des Landkreises Gießen in einer Reportage.

„Wir möchten dafür sensibilisieren, den eigenen Garten vielfältig und insektenfreundlich zu gestalten. Dazu benötigt man auch keinen so großen Garten wie den der Erstplatzierten, auch auf kleinstem Raum lässt sich viel für die Artenvielfalt erreichen. Denn gerade in einem naturnahen Garten gilt oft: Weniger ist mehr“, sagt Alisha Weigand, naturschutzfachliche Mitarbeiterin im Landkreis Gießen.

Drei Gärten ausgezeichnet

Zusammen mit den weiteren Mitgliedern der Fachjury hat sie die Preise verliehen. Drei Gärten wurden jeweils mit einem Preisgeld sowie einer kleinen Plakette ausgezeichnet, die beispielsweise am Zaun angebracht werden kann und so auf den besonderen Garten aufmerksam macht.

Familie Bogdan-Waha erhält für den ersten Platz 500 Euro. Mit dem Preisgeld nehmen die Gartenbesitzer unter anderem die Projekte der nächsten Saison in Angriff. Darunter ein Sandarium – ein sandiger Bereich, der beispielsweise erdbewohnenden Wildbienen als Lebensraum dient. Außerdem möchten sie Nisthilfen in ihrem Walnussbaum anbringen. Der zweite Platz und ein Preisgeld von 300 Euro gehen an die Gartengemeinschaft Jepp & Kegelmann aus Gießen. Ihr Garten liegt direkt am Philosophenwald. Jutta und Bernd Decher aus Grünberg erhalten für ihren mit dem dritten Platz ausgezeichnet.

Wie man teilnehmen kann

An dem jährlich stattfindenden Wettbewerb können alle teilnehmen, die Gärten im Landkreis pflegen. Wichtig ist, dass der Garten naturnah gestaltet ist und somit zur Artenvielfalt und zum Klimaschutz beiträgt. Die Fachjury aus naturschutzfachlichen Beraterinnen des Landkreises Gießen zieht verschiedene Bewertungskriterien heran.

Dazu zählen beispielsweise, dass der Garten Obstbäume und Blühwiesen hat, Nisthilfen und Totholz Insekten einen Platz zum Leben bieten und Wasserflächen einen Lebensraum für Amphibien schaffen. Allerlei heimische Pflanzen tragen zur Diversität im Garten bei. Auch ein Komposthaufen, der Verzicht auf Kunstdünger sowie die natürliche Bewässerung mit Regenwasser bringen Punkte im Wettbewerb um eine möglichst naturnahe Oase.

Wer Interesse hat, sich im nächsten Jahr zu bewerben, findet weitere Kriterien und Informationen zum Bewerbungsverfahren auf der Internetseite des Landkreises unter www.lkgi.de/landschaftspflege-und-foerderung/.

Titelfoto: Preisträger des Wettbewerbs (v. l.): Bernd und Jutta Decher, Anna-Sophie Waha und Roman Bogdan sowie Christina Jepp. Die Preise wurden von der Fachjury des Fachdienstes Naturschutz des Landkreises Gießen überreicht (v. r.): Sabrina Rest, Alisha Weigand und Pia Rixen. (Foto: Landkreis Gießen)

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