Wir für Oberhessen

Aktion der Ovag mobilisiert MassenGlogowski2

Wer in fünf Tagen rund 20 000 Menschen mobilisiert, kann sich durchaus auf die Schulter schlagen. Die Marketing-Leute des regionalen Energieversorgers Ovag haben das geschafft. Sie starteten am 20. Mai 2016 die einmonatige Aktion „Wir für Oberhessen“:  Online-Nutzer können bis zu drei Stimmen für rund 500 unterschiedliche Vereinsprojekte abgeben. Der Verein mit den meisten Stimmen bekommt 2000 Euro. Und die Ovag stärkt damit ihr Profil – die Corporate Identity.

Geld für Vereine

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Eins von gut 500 Vereinsprojekten: Das Internationale Zentrum Friedberg will mit solchen Groß-Fotos von Andrea Nuss und Dieter Glogowski in Schaufenstern Sympathiewerbung für Zuwanderer machen.

Rund 500 Vereine aus dem Versorgungsgebiet zwischen Alsfeld und Karben in drei hessischen Landkreisen meldeten sich im Frühjahr zur Aktion an, berichtet Christian Oestreich aus dem Marketing-Team des kommunalen Unternehmens. Sie bitten nun auf der Webseite  www.wir-fuer-oberhessen.de um Stimmen für ihr jeweiliges Vereinsprojekt. Maximal drei Haken  kann jeder Online-Nutzer setzen. Und das geschieht reichlich: Rund 20 000 Menschen haben sich in den ersten fünf Tagen an der Aktion beteiligt, berichtet Christian Oestreich. „Wir sind immer noch völlig begeistert, nicht nur von der Anzahl, sondern auch von den Bewerbungen selbst“.

Wer Stimmen organisiert, bekommt bis zu 200 Euro

Ein Verein will ein Musical aufführen, der andere einen  neuen Boden für die Reithalle anschaffen.  Yogatücher, Ferienspiele, die Herausgabe einer Stadtgeschichte, neue Bienenvölker, Kostüme oder Tomatenaufzuchtsets – die Wünsche sind so vielfältig wie die Vereinslandschaft in Oberhessen an sich. Auffällig ist laut Oestreich, dass etliche  eingereichten Projekte für die Kinder- und Jugendarbeit im Verein bestimmt sind. „Die Resonanz auf unsere Ausschreibung zeigt nicht nur den Geldbedarf, sondern auch, wie wichtig es ist, die Vereine in unserer Region zu unterstützen, weil sie das Rückgrat unseres gesellschaftlichen Lebens sind“, unterstreicht Marketingleiterin Britta Adolph, die das Projekt mit ihrem Team ins Leben gerufen hat.

Dass man mit Voting-Aktionen Aufmerksamkeit findet,  ist nicht neu. Doch damit Vereine und ihre Unterstützer zu aktivieren – das hat sich das Ovag-Team mit seiner Marketing-Leiterin Britta Adolph selber ausgedacht. Der finanzielle Aufwand dieser Aktion ist überschaubar: 2000 Euro schüttet das Unternehmen nach dem Ende der Aktion am 30. Juni an das Vereinsprojekt mit den meisten Stimmen aus. Der zweitplatzierte Verein erhält tausend Euro, der Dritte 500, sechs weitere je 300 und weitere 40 Vereine je 200 Euro. Geld bekommen die Vereine, die ihre Unterstützer am besten mobilisieren können. Fünf Tage nach dem Start der Aktion ist es der Reichelsheimer Hundeverein „Tao“, der bislang rund 800 Unterstützer-Häkchen für den Bau des neuen Vereinsheimes eingesammelt hat.

Der TV 1894 braucht neue Trikots

Gut läuft auch die Mobiliserung des Turnvereins 1894 Okarben. Viele Online-Nutzer finden es gut, dass der Verein neue Trikots braucht. In der Ausschreibung heißt es: „Wir haben drei Jungs- und zwei Mädchenmannschaften, die schon große Erfolge feiern konnten. Da die Kinder teilweise bereits seit vier Jahren aktiv spielen, werden die Trikots langsam sehr klein und eng. Wir würden uns sehr über einen Satz neue Trikots freuen“.Glogowski1

Wer auf der Webseite Teilnehmer-Vereine in seiner Nähe sucht, kann die Teilnehmer nach Orten aufrufen.  Unter Friedberg taucht da beispielsweise ein Projekt des Internationalen Zentrums auf: Dieser Verein organisiert unter anderem die Integration von Flüchtlingen. Gemeinsam mit den Foto-Journalisten Andrea Nuss und Dieter Glogowski bewirbt er sich mit dem Projekt „Gesichter der Wetterau“. Glogowski: „In möglichst vielen Schaufenstern wollen wir aufzeigen,  wie vielfältig und selbstverständlich das Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Herkunft bei uns bereits ist. Das Projekt soll damit ein Beitrag sein, den von rechts geschürten Ängsten vor der Überfremdung etwas entgegenzusetzen.“ Die Portraits im A2-Format sollen im Oktober und November 2016 in den Schaufenstern zu sehen sein.

wir-fuer-oberhessen.de

www.internationales-zentrum-friedberg.de

www.dieter-glogowski.de

www.andrea-nuss.de

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