Windpark Winterstein

Planung kommt voran

Die Planung für die Windräder auf Winterstein im Taunus ist laut Bündnis Windpark Winterstein „im Aufwind“. Die Stadtverordnetenversammlung in Friedberg habe nun auch der Errichtung zugestimmt. Damit sei der Weg frei für eine gemeinsame Planung zwischen Hessenforst, Bundesforst und den beteiligten Kommunen wird damit frei.

Das Bündnis schreibt sich zugute, dass es sich beharrlich gegen den alten Bebauungsplan engagiert hat, der sich als rechtswidrig herausgestellt habe. „Wir brauchen gerade in Hessen einen deutlichen Ausbau der Windenergie für den Ausstieg aus der Kohle und für den Klimaschutz. Ein Windpark auf dem Winterstein ist dazu ein wichtiger Beitrag. Wir begrüßen daher, dass die Blockadehaltung um den Winterstein aufgegeben wurde und sich eine Mehrheit für den Windenergiepark abzeichnet“, erklären die Sprecher des Bündnisses Werner Neumann (Bund, Kreisverband Wetterau), Diethardt Stamm (Energiebildungsverein) und Hans-Dieter Wagner (Querstellen-Friedberg). Dem Bündnis gehören 29 Organisationen an.

Ober-Mörlen werde voraussichtlich am 3. März 2022 entscheiden. Wehrheim, das bisher abseits stehe, habe auch später noch die Chance, sich zu beteiligen.

Gemeinsam planen

Das Bündnis freut sich, dass die Bundes- und Landesforstverwaltungen Ausschreibungen für Windenergieanlagen in Aussicht gestellt habe und immer mehr Projektierer und potentielle Investoren Interesse zeigten. „Für das Bündnis ist eine gemeinsame Planung unter Einbeziehung aller Eigentümer, Kommunen und der Bürgerschaft von zentraler Bedeutung. Ziel muss ein energetisch optimierter Gesamtplan sein, wie es auch in der Absichtserklärung formuliert wurde. Anzustreben ist daher, dass Hessen- und Bundesforst gemeinsam mit den Kommunen agieren und auch die Menschen vor Ort frühzeitig einbeziehen“, sagt Hans-Dieter Wagner.

Positiv seien auch die Neuregelungen der Bundesregierung zur Flugsicherung, nach denen keine Baubedenken für Windkraftanlagen auf dem Winterstein mehr bestehen, erläutert Diethardt Stamm. Von der 414 Hektar umfassenden Gesamtfläche würden maximal 10 Hektar von den Windrädern beansprucht, am besten auf den durch Klimawandel geschädigten Waldflächen. „Über 400 ha würden dann als Natur- und Erholungsraum verbleiben und die Aufforstung könnte aus den Erträgen der Windstromerzeugung finanziert werden. Der Windpark würde dann einen Beitrag dazu leisten, dass es den Bäumen, bedingt durch ein verbessertes Klima, wieder etwas besser geht“, sagt Stamm.

Bürger beteiligen

Zentrales Ziel des Bündnisses ist laut Werner Neumann Bürgerbeteiligung. Er betont: „Wer einen Strombezug vom Winterstein oder einen Geldbezug von einer Anlage erhält, wird auch einen guten Bezug zum Projekt haben.“ Neben Renditen aus direkten Investitionen von Bürgern und Kommunen soll es für Anwohner im Umkreis des Windparks auch möglich werden, den Strom zu einem günstigeren Tarif zu erhalten. Derzeit treibe Kohlestrom die Preise hoch. Mit mehr Wind- und Solarstrom werde Strom wieder preiswerter. Zudem könnten Kommunen aufgrund von Gesetzen etwa 25.000 Euro im Jahr pro Anlage erhalten. Pachteinnahmen von Hessenforst würden teilweise an Kommunen weitergegeben. Das Bündnis will daher nicht nur Akzeptanz, sondern auch konkrete Bürgerbeteiligung errreichen. Es bereitet dazu Angebote gemeinsam mit dem Landesnetzwerk der Energiegenossenschaften (LaNEG) vor, damit die Anlagen auf dem Winterstein zu Bürgerenergieanlagen werden!

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