Spamalot

Spaß nicht nur für Monty-Python-Fans

von Jörg-Peter Schmidt

Der Kultsong „Always Look on the Bright Side of Life“ animiert zum Mitsingen und -Pfeifen: Und zwar in der Premiere im Gießener Stadttheater am Samstag, 30. Oktober 2021 (19.30 Uhr) des Musicals „Spamalot“, das auf der Grundlage des Monty-Python’s-Films „Die Ritter der Kokosnuss“ (1975) entstanden ist. Das Publikum darf sich schon mal auf Musik, die sofort ins Ohr geht, sowie allerlei bissig-freche Sketche einstellen.

In Gießen gezeigt wird die deutsche Fassung des 2004 im New Yorker Sam-Shubert-Theaters uraufgeführten Musicals. Kenner der legendären britischen Komiker-Truppe Monty Python werden anmerken, dass  „Always Look on the Bright Side of Life“ nicht im Film  „Die Ritter der Kokosnuss“  vorkommt, sondern im Kultstreifen „Das Leben des Brian“ (1979). Aber dieser Gassenhauer wurde bereits in die Ur-Version des Musicals, das aus den Federn von Eric Idle und John Du Prez  stammt, übernommen.

Auch Marisa Wendt (Dramaturgie), Thomas Goritzki (links, Inszenierung) und Martin Spahr (Musikalischer Leiter) freuen sich auf die Premiere. (Foto: Jörg-Peter Schmidt)

Texte und Songs auf Deutsch

Welche bekannte Hits aus mehreren Jahrzehnten in der Gießener Version von „Spamalot“ anklingen werden, wurde in der kürzlichen Pressekonferenz im Foyer des Stadttheaters nicht verraten, um die Spannung vor der Premiere zu erhalten. Unter der Moderation von Julian Wessel, Pressesprecher des Theaters, standen Marisa Wendt (Dramaturgie), Thomas Goritzki (Inszenierung) und Martin Spahr (Musikalische Leitung) für Fragen zur Verfügung. Texte und Musik gibt es im Stadttheater weitgehend auf Deutsch, war von ihnen zu erfahren. Für die musikalische Begleitung ist eine Band zuständig,  bestehend aus: Helena Mach, Ya Chu Yang, Christoph Czech, Frank Höfliger, Elija Kaufmann,  Markus Klee, Alexander Ludwig, Sorin Mogos, Lukas Müller,  Andreas Pompe, Anselm Schmieg, Martin Spahr,  Edgar Sterkel und Tomasz Witiak.

Parodien und Klamauk

Regisseur Thomas Goritzki unterstrich, welchen Spaß alle Akteure bereits an der Einstudierung der einzelnen Szenen hatte, was Marisa Wendt  und Martin Spahr nur bestätigen konnten. Die Pointen  beschreibt Goritzki wie folgt: „Irgendwie daneben, aber klug.“ Er mag diese Art britischen Humors, der auch in der deutschen Fassung von Daniel Große Boymann rüberkommt. Das Gießener Publikum darf sich auf ein akustisch und optisch farbenfrohes  Spektakel voller Parodien und Klamauk sowie phantasiereiche   Kostümen freuen – dies alles  (auch in der Bühnenausstattung) in Mittelalter-Atmosphäre.

Mittelalter-Atmosphäre

Der historische Hintergrund entspricht annähernd dem des Films. In der Ankündigung  des  Gießener Stadttheaters wird  die  geschichtliche Ausgangssituation wie folgt beschrieben:  „England, im Jahre des Herrn 932. Angelsachsen, Franzosen, Kelten, Pest, Cholera und schlechte Witterungsbedingungen beherrschen das Land, kurz: Die Zustände sind katastrophal. Das verlangt nach einem Helden! Auftritt: König Artus, auserwählt durch das Schwert Excalibur und die Fee aus dem See, begleitet von den Rittern der Tafelrunde und seinem Knappen Patsy, der die gewichtige Aufgabe hat, durch das Aneinanderschlagen von Kokosnusshälften ein Pferd zu simulieren. Gemeinsam machen sie sich auf, den heiligen Gral zu finden, während an jeder Ecke Kämpfe, Kühe und Killerkaninchen lauern.“

Das Ensemble „brennt“

In der  Pressekonferenz wurde deutlich, dass das gesamte Musical-Team darauf brennt,  die Zuschauerinnen und Zuschauer in tolle Atmosphäre dieser Monty-Python’s-Party mitzunehmen. Für Bühne und Kostüme ist Heiko Mönnich zuständig, für die Choreographie Lucyna Zwolinska.

Vom Knappen bis zum Schwarzen Ritter
Gehörte zur Ausstattung des Films  „Die Ritter der Kokosnuss“. Der Helm des „Schwarzen Ritters“ (Fotoquelle:  Wikipedia, Griolin)

Noch mal ein  Zitat aus der Presseankündigung des Stadttheaters: „Ein spartenübergreifendes Ensemble verleiht jeder der zahlreichen Figuren vom Knappen bis zum Schwarzen Ritter ein eigenes Profil, choreographisch unterstützt durch Lucyna Zwolinska. So sind Sänger Tomi Wendt als König Artus und die Musicaldarstellerin Sophie Berner als Fee aus dem See zu erleben, die in Gießen bereits als Marylin Monroe oder Edith Piaf zu sehen war. Knappen, Wachen, Ritter und viele weitere Figuren werden von Anne-Elise Minetti, Lukas T. Goldbach, Stephan Hirschpointner, David Moorbach, Magnus Pflüger, Pascal Thomas und Tom Wild gespielt, gesungen und getanzt.“

Darsteller auf einen Blick

Auf der Bühne werden also zu sehen und hören sein: Tomi Wendt (König Artus), Tom Wild (Sir Robin, Wache I, Bruder Maynard), David Moorbach (Sir Lancelot / Lance, Tim der Zauberer), Anne-Elise Minetti (Patsy, Bürgermeister), Magnus Pflüger (Sir Galahad, Dennis), Lukas T. Goldbach (Prinz Herberts Vater, Der Schwarze Ritter, Sir Bedevere), Sophie Berner (Die Fee aus dem See), Pascal Thomas (Historiker, Pferd Concorde, Dennis Galahads Mutter, französischer Spötter), Stephan Hirschpointner (Der noch-nicht-tote Fred, französische Wache, Prinz Herbert, Sir Bors, Merlins Zauberlehrling), Martin Spahr (Die Stimme Gottes), Maik Eckhardt (Sir-falsches-Stück, Wache II). Ensemble: Erika Simon / Kira Reinhard / Maik Eckhardt / Martin Markert.

Unter anderem aus der Feder von Eric Idle, Monty-Python’s-Urgestein, entstand das Musical. (Foto: Wikipedia,  www.flickr.com/photos/vtscapes/233841527/)


Im Übrigen ist im Stadttheater jetzt wieder Bewirtung möglich, wie Julian Wessel ankündigte. Das 3G-Modell und die generelle Maskenpflicht im Theater bleiben bestehen. Das Publikum ist gehalten, sich mit Getränken nach Möglichkeit hinzusetzen, alternativ im Stehen zu trinken, aber keinesfalls ohne Maske durch das Foyer zu gehen.

Nach der Premiere gibt es die weiteren Vorstellungen im Stadttheater am: 4. November, 19. November, 17. Dezember, 30. Dezember 2021 und 2. Januar 2022 (jeweils um 19.30 Uhr), am 3. April 2022 um 15 Uhr und am 26. Mai 2022 um 19.30 Uhr.  Die Tickets  kosten 16, 20,50 und 24,50 Euro (sichtbehindert: 7,50 Euro). Weitere Infos  gibt es unter www.stadttheater-giessen.de

Titelbild: Schon die Szene aus den Proben zeigt, dass “Spamalot“  ein akustisch und optisches buntes Spektakel ist.  Auf dem Foto: König Artus alias Tomi Wendt und die Fee aus dem See alias Sophie Berner im Vordergrund. (Fotoquelle: Daniel Regel)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.