Shuttlebus

Laubach – Gießen in 35 Minuten

Ein barrierefreier Shuttlebus fährt seit dem 14. Dezember 2020 von Laubach nach Gießen.

Der Bus fährt im Stundentakt

Ob zum Arzt, zur Arbeit oder zum Stadtbummel: Mobilität und eine gute Anbindung in die nächste größere Stadt oder eine andere Gemeinde sind gerade für den ländlichen Raum entscheidende Standortfaktoren. Daher hat der Landkreis Gießen die Verkehrsgesellschaft Oberhessen (VGO) beauftragt, verschiedene Projekte zur Verbesserung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) umzusetzen, berichtet die Pressestelle des Landkreises.

Samstags fährt das Shuttle der ESE Verkehrsgesellschaft bis zum Gießener Bahnhof (Foto) und braucht somit 46 Minuten.  (Archiv-Foto: Jörg-Peter Schmidt)

Eines dieser Projekte ist die Einführung eines barrierefreien Shuttlebusses in Laubach. Dieser fährt unter der Woche im Stundentakt von Laubach nach Gießen und zurück. Samstags fährt der Minibus im Zweistundentakt. Eine Fahrt von der Anfangs- bis zur Endstation dauert unter der Woche 35 Minuten. Anfangs- und Endstationen sind je nach Richtung der Laubacher Busbahnhof oder die Friedensstraße (Bahnhaltepunkt der Vogelsbergbahn „Licher Straße“) in Gießen. Samstags fährt das Shuttle der ESE Verkehrsgesellschaft bis zum Gießener Bahnhof und braucht somit 46 Minuten.

Shuttle-Bus bleibt nur, wenn er angenommen wird

„Nun sollten die Bürgerinnen und Bürger des Ostkreises dieses Angebot rege nutzen. Denn nur wenn das Angebot innerhalb der nächsten sechs Monate gut angenommen wird, kann die Verbindung als eine regionale Schnellbuslinie des RMVs dauerhaft etabliert werden“, sagt Landrätin Anita Schneider. 

Über die Shuttle-Lösung freut sich auch Günther Semmler, der sich lange als Kreistagsmitglied und Vorsitzender der Kreistagsfraktion der Freien Wähler für eine schnellere Verbindung stark gemacht hat. „Seit 1969 – als ich das erste Mal in die Berufsschule nach Gießen fuhr und für eine einfache Strecke 110 Minuten brauchte – träumte ich von einer schnellen Verbindung von Laubach nach Gießen. 2020 wird diese Wirklichkeit – nach über 50 Jahren“, sagt Semmler und hofft, dass der Bus ein Erfolg wird.

Mit dem Shuttle schafft der Landkreis eine schnelle Verbindung von Laubach in die Stadt Gießen. Auch die Kreisverwaltung wird von dem Shuttle angefahren, sodass sowohl Kundinnen und Kunden als auch Beschäftige der Kreisverwaltung von der besseren Anbindung profitieren können. 

Drei weitere Projekte

Darüber hinaus hat der Landkreis die VGO mit weiteren ÖPNV-Projekten beauftragt. Unter anderem wird die VGO zukünftig das etablierte Anruflinientaxi (ALT) zwischen Pohlheim und Linden vollständig finanzieren, da diese Verbindung mit Anschlussmöglichkeiten an den regionalen Bahn- und Busverkehr derzeit die einzige Verbindung zwischen den beiden Städten darstellt. Zuvor trugen Pohlheim, Linden und die VGO die Kosten gemeinsam.

Fest etabliert ist auch das Anruflinientaxi (ALT) in Biebertal, das die Ortsteile untereinander verbindet und an Sonntagen die Anbindung von und nach Gießen sicherstellt. Die Nachfrage nach den Fahrten ist in den letzten Jahren stark gestiegen, sodass fast alle angebotenen Fahrten auch genutzt werden. Daher soll das ALT nun zu einem stetigen Busangebot werden. Die Kosten des vollwertigen ÖPNV-Angebots wird die VGO tragen.

Weiterhin ist für 2021 eine Aufwertung des „Wettenberger Bussis“ geplant, das den innerörtlichen Verkehr in Wettenberg sicherstellt. So soll unter anderem zukünftig ein Elektrofahrzeug zum Einsatz kommen und der Fahrplan ausgeweitet werden.

Titelbild: Sie hoffen, dass die neue Verbindung gut angenommen wird: (v. l.) VGO-Pressesprecher Sven Rischen, Vorsitzende der interfraktionellen Arbeitsgruppe Anette Henkel, Landrätin Anita Schneider, Udo Erletz und Marcus Schwalb (Foto: Landkreis Gießen)

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