Mehrere hundert Einsatzkräfte haben am Morgen des 6. November 2018 das Protestcamp der Ausbaugegner am Frankfurter Flughafen geräumt. Die Besetzer hatten schon am Vortag von der Räumung erfahren. Sie ließen sich ohne Widerstand von den Bumhäusern holen. Protestcamp geräumt weiterlesen →
Sie spielt den Bossa Nova, swingt den Jazz und weiß, wie man mit einem Jive das Publikum zum Tanzen bringt: die Bogart Houseband hat eine große Fangemeinde. Die dürfte noch wachsen, wenn die sieben Musiker aus drei Nationen am Freitag, 16. November 2018, im 50er Jahre-Museum in Büdingen auftreten. Denn an dem Abend wird sich die Formation um Gründer und Bandleader Heinz-Johann Lang (hier am Saxophon, Foto: Corinna Willführ) „auf die Spuren des Hazy Osterwald Sextetts“ begeben. Wo könnte sie das besser tun als im Ambiente einer Milchbar aus den 50ern.
Wochenlang auf Platz eins
Hazy Osterwald? Wer bitte? Für die Älteren: Genau, der mit dem „Kriminaltango“. Drei Wochen lang stand das Lied 1959 auf Platz eins der Hitparaden in der Schweiz, Österreich und Deutschland. Der Schweizer Hazy Osterwald war es auch, der den „Konjunktur Cha-Cha-Cha“ in den Jahren des Weltwirtschaftswunders übers Radio in die heimischen Stuben brachte. Und mit „Lieben Sie Show“ Anfang der 1960er Jahre eine der bis heute erfolgreichsten Unterhaltungssendungen der ARD mit Ausstrahlungen in 35 Ländern performte. Wären da noch Evergreens wie „Tequila“, „Besame mucho“ oder die „Love Letters“ von Pat Boone, die die Bogart Houseband im Repertoire hat. Also ein Konzert nur für ältere Semester?Mitnichten: Beim „Tanz in den Mai“ in Gedern war die jüngste Besucherin des Auftritts der Formation elf Jahre alt – und von der Bogart Houseband und ihrer Musik total begeistert: „Ich höre sie, weil sie total gute Laune macht“, so das Mädchen, das stilecht im Petticoat gekommen war.
Zwischen Nierentisch und Tütenlampe
Der Mann am Mikrophon: Eric Borner. (Foto: Barrelhouse Jazzband)
Authentisch ist in Büdingen das gesamte Ambiente vom Nierensessel über die Tütenlampe bis zur Milchbar aus den 50ern im Museum Auf dem Damm 3. Neben Bandleader „Heinzi“ Lang (Saxophon, Klarinette, Gesang), sind am Schlagzeug Udo Beilborn, am Bass Harry Hielscher (Kennzeichen: stoische Gelassenheit im langen Ledermantel und fast so langem Bart) sowie der Schauspieler und Sänger Erik Borner (Bariton) zu hören. Neu dabei ist Helena Finatzer, Jazzinterpretin aus Österreich. Swingen, grooven, tanzen: Karten für das Konzert der Bogart Houseband am Freitag, 16. November 2018, 20 Uhr, gibt es bei der Touristinformation Büdingen (Telefon: 06042-950049) oder im 50er Jahre Museum. Eintritt: 15 Euro.
Vor 80 Jahren brannten in Deutschland die Synagogen. Daran will die Stadt Münzenberg in Zusammenarbeit mit der Lagergemeinschaft Auschwitz – Freundeskreis der Auschwitzer erinnern. Am 10. November verlesen Münzenberger Schüler der Singbergschule Wölfersheim das Protokoll der Zeugenvernehmung im Frankfurter Auschwitzprozess von Dr. Adolf Gawalewicz. Auschwitz weiterlesen →
Warum ist das Rauchen gefährlich? Was geschieht, wenn jemand das Smartphone gar nicht mehr aus der Hand legen kann? Und wie kommt man los von der Abhängigkeit? Antworten auf diese und viele andere Fragen erarbeiten sich junge Menschen beim „Mitmachparcours“ zum Thema Suchtprävention. Der Landkreis Gießen bietet das Präventionsangebot für Schüler der sechsten Klassen an, berichtet das Landratsamt in einer Pressemitteilung. Suchtprävention weiterlesen →
Um den 9. November 1938 wurden von den Nazis überall in Deutschland Synagogen und Geschäfte jüdischer Besitzer zerstört. Das geschah vor genau 80 Jahren und nicht etwa in dem zu Unrecht als finster gescholtenen Mittelalter. Nachdem bereits am 7. November 1938 die Kasseler Synagoge brannte, tobte sich der Fanatismus in Mittelhessen am 10. November aus. Da wurden die Synagoge in Marburg, die liberale und die orthodoxe Synagoge in Giessen und die Synagoge in Friedberg angesteckt. Auch die Synagogen in Bad Nauheim und in Herborn wurden zerstört. Die Feuerwehren wässerten nur die Nachbarhäuser, damit der Brand auf die Sakralgebäude beschränkt blieb. Pogromnacht weiterlesen →
Fast jeder Fünfte findet in Büdingen, Nidda, Schotten und Hirzenhain Hinrichtungen gut. Im Wahlkreis 26 (östliche Wetterau) stimmten bei der Landtagswahl mehr Menschen gegen die Streichung der Todesstrafe aus der hessischen Verfassung als anderswo. Das war vor allem in Gemeinden mit einem hohen Stimmenanteil für die AfD zu beobachten. Der zuerst im Kreis-Anzeiger veröffentlichte Artikel darüber sorgte bei den Leserinnen und Lesern für intensive Diskussionen.
Bürgermeister Klaus Kreß im Sprudelhof: : „Ich hätte mir sehr gewünscht, dass wir den Architekten- und Investoren-Wettbewerb durchführen können.“
Enttäuscht ist Bad Nauheims Bürgermeister Klaus Kreß (parteilos) über die neue Entwicklung in Sachen Sprudelhof, weil sich die parlamentarischen Fraktionen Grüne, CDU und FW/UWG gegen die Wohnbebauung im Gesamtkonzept ausgesprochen haben. Sprudelhof weiterlesen →
Das Hölzinger-Konzept für den Sprudelhof dürfte Geschichte sein: zumindest hinsichtlich der Wohnbebauung entlang der Ludwigstraße. Denn mittlerweile haben sich Grüne, CDU und FW/UWG klar dagegen ausgesprochen. Abwartend äußert sich hingegen die SPD-Fraktion, kritisch die FDP. Besonders scharf beanstandet die Bürgerinitiative „Pro Sprudelhofbebauung“ das Umschwenken. Und Bürgermeister Klaus Kreß (parteilos) ist enttäuscht.
So stellt sich Klaus Ritt, Sprecher der BI pro Gesamtkonzept, überspitzt dargestellt eine Fassung vom Sprudelhof durch Parkplätze vor. (Grafik: Ritt)
Durch die Frankfurter Buchmesse ist Georgien in Deutschland bekannter geworden. Viele Menschen haben, auch ohne dieses interessante Land persönlich kennengelernt zu haben, in den zahlreichen Veranstaltungen in und außerhalb Frankfurts wichtige Erläuterungen über Land und Leute erhalten. Sozusagen als Abschluss der überregionalen Georgien-Reihe wurde in der Phantastischen Bibliothek Wetzlar auf Einladung der Goethe-Gesellschaft eine Ausstellung mit Bildern von Vakhtang Megrelishvili (Foto) eröffnet, der Professor an der Nationalakademie der Schönen Künste in Tbilissi ist. Umrahmt wurde die Vernissage durch Lesungen, bei der die vielfältige Literatur der nur rund 3,7 Millionen Menschen umfassenden Nation vorgestellt wurde. Georgien weiterlesen →
Die Wetterau gehört offenbar zu den attraktivsten Wohngebieten in Hessen. Im Jahr 2017 hat sich die Zahl der Wetterauerinnen und Wetterauer um knapp 1 400 auf 305 312 erhöht, ein Plus von 0,46 Prozent. „Damit lagen wir im Jahresvergleich im Mittelfeld der hessischen Landkreise. Im Langzeitvergleich allerdings steht die Wetterau ganz vorne“, freuen sich Landrat Jan Weckler und Matthias Walther als zuständiger Dezernent für Regionalentwicklung.