Neue Mitte Rockenberg

SPD und Grüne suchen Alternativen

CDU und Dorfpartei wollen in Rockenberg eine „neue Mitte“ auf der burgweggrünen Wiese schaffen: eine 6,3 Hektar große Fläche am Burgweg zwischen Rockenberg und Oppershofen soll bebaut werden. SPD und Grüne wehren sich dagegen, dass die Landschaft durch ein teures Projekt zerstört wird. Sie suchen nach Alternativen, prallen damit aber bei der Parlamentsmehrheit ab.

Kein Arbeitskreis Innenentwicklung

Die Grünen hatten in der jüngsten Sitzung des Gemeindeparlamentes beantragt, einen „Arbeitskreis Innenentwicklung“ einzurichten, der Alternativen zum Baugebiet „Burgweg“ suchen sollte. Die SPD untersützte diesen Antrag. CDU und Dorfpartei lehnten ihn geschlossen ab.

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Tobias Gniza

„Wir haben den Antrag der Grünen unterstützt da wir es für nötig halten, Alternativen zu der neuen Mitte als Standort für eine Seniorenwohnanlage und ein neues gemeinsames Feuerwehrgerätehaus zu suchen. Es geht um viele Millionen Euro, da sollte man schon ein alternatives Konzept prüfen“, erläutert der SPD-Fraktionsvorsitzende Tobias Gniza in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit dem Grünen-Chef Achim Mosch.

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Achim Mosch

„Wir wollten lediglich Alternativen prüfen, doch CDU und Dorfpartei haben sich völlig auf die sogenannte neue Mitte festgelegt “, beklagt Mosch. „Es ist kein Geheimnis, dass SPD und Grüne der Idee von einer neuen Mitte „im Burgweg“ sehr skeptisch gegenüber stehen, aber man fragt sich schon warum die beiden Mehrheitsfraktionen so eine Angst davor haben, andere Standorte für die geplanten Einrichtungen zumindest zu prüfen“, erklärt Gniza.

„Bei den E-Bike Ladestationen haben CDU und Dorfpartei wegen ein paar hundert Euro im Jahr dieses zukunftsträchtige Projekt abgelehnt und jetzt wollen Sie bei einem Multi-Millionen-Projekt nicht einmal prüfen ob es andere preiswertere Alternativen gibt, die Einrichtungen zu errichten. Ich kann das nicht mehr nachvollziehen“ kritisiert Gniza .

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Hier wollen CDU und Dorfpartei eine neue Mitte Schaffen. (Foto: Mosch)

„Auch der hohe Flächenverbrauch, der mit anderen Lösung vielleicht vermieden werden könnte, findet überhaupt keine Berücksichtigung in der Debatte. Dabei muss doch inzwischen jedem in der Region klar sein, dass die unbebauten Flächen immer knapper werden und die Natur unter der zunehmenden Zersiedlung der Landschaft leidet“, erläutert Mosch die ökologischen Folgen der Pläne von Dorfpartei und CDU.

Ein Gedanke zu „Neue Mitte Rockenberg“

  1. Bleibt dran und zeigt auf, wem die Äcker gehören, denn darin könnte der wahre Grund liegen. Und schnell soll es gehen, vor der nächsten Wahl möglichst. Das kann man in einer Demokratie verzögern, wenn nicht gar verhindern!
    Durchhaltevermögen und breite Öffentlickeit ist nötig!
    Das sagt ein Ex-Rockenberger, der jetzt in Frankfurt wohnt.

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