Naziterror in Wetzlar

Stolpersteine erinnern an die Opfer

Stolpersteine erinnern still an die Schicksale beispielsweise von Menschen jüdischen Glaubens, die von den Nationalsozialisten erniedrigt, verschleppt, schwer verletzt oder ermordet wurden.Im September 2015 wurden in Wetzlar von Gunter Demnig 19 solche kleinen, aber bedeutungsvollen Mahnmale verlegt. Am Samstag, 4. Juli 2020, können Interessierte in der Leitz-Stadt bei einem anderthalbstündigen Rundgang zu den Stolpersteinen etwas über die Schicksale der Menschen und die Geschichten der Häuser, in denen sie lebten, erfahren.

Stolpersteine nicht nur in Deutschland

Treffpunkt mit Stadtführerin Andrea Neischwander ist um 15 Uhr am Brunnen am Kornmarkt. Teilnehmerinnen und Teilnehmer sollten beachten, dass die Gruppengröße aufgrund der aktuellen Lage auf 15 Teilnehmer pro Gruppe begrenzt ist. Daher ist eine Voranmeldung erforderlich. Stadtführungen finden vorerst nur im Außenbereich statt und es wird empfohlen eine Mund-Nasenbedeckung zu tragen. Karten gibt es vorab zum Preis von 4 € (ermäßigt: 2 €) online im Ticketshop unter wetzlar-tourismus.de oder zu den Öffnungszeiten in der Tourist-Information (Montag bis Freitag von 10 bis 17 Uhr, Samstag von 10 bis 14 Uhr und Sonntag von 11 bis 15 Uhr), Domplatz 8, Wetzlar, Telefon: 06441 99-7755, E-Mail: tourist-info@wetzlar.de

Großes Interesse finden die Stadtführungen in Wetzlar. Thema diesmal sind die Stolpersteine, die an die Schicksale verfolgter Menschen während des Nationalsozialismus erinnern, Thema- (Foto: Dominik Ketz)

Noch einige Informationen zu Gunter Demnig. Wie bei Wikipedia zu erfahren ist, eröffnete der  am 27. Oktober 1947 in Berlin geborene  Künstler 1985  ein eigenes Atelier in Köln  und arbeitete bei mehreren Projekten mit, so bei der Moltkerei-Werkstatt und dem Kunstraum Fuhrwerkswaage. Bekannt wurde er dadurch, dass er die Stolpersteine herstellt bzw. verlegt.  Die Steine, die auf der Oberseite kleine Messingplatten mit den Namen der Opfer tragen, verlegt er vor deren einstigen Wohnungen im Straßen- oder Gehwegpflaster. Das 1996 gestartete Projekt ist mit 75.000 Steinen] in 1265 deutschen Kommunen und in 24 Staaten Europas]seit Jahren das größte dezentrale Mahnmal der Welt.

Titelbild: Gunter Demnig bei einer Stolpersteinverlegung im Mai 2007 (Fotoquelle: Wikipedia, Urheber: Thoma)

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