Metropolregion

Zukunft der Wetterau in der Diskussion

Von Corinna Willführsalzwiesen1

Wie kann sich die  Wetterau im Wettbewerb der europäischen Regionen behaupten und welche Rollen spielt sie in der Metropolregion Frankfurt-Rhein-Main? Damit beschäftigen sich zwei  Veranstaltungen in den nächsten Tagen.

Investoren und starke Kommunen

Das Wirtschaftsforum Wetterau am Donnerstag, 15. Oktober 2015, widmet sich in Altenstadt den Perspektiven für heimische Betriebe auf dem internationalen Markt. Außerdem beleuchtet die Veranstaltung zum Thema „Internationalisierung“, mit welchen Standortfaktoren Kommunen der Region im Wettbewerb um ausländische Investoren punkten können. Die Friedrich-Ebert-Stiftung lädt für Donnerstag,  29. Oktober 2015 zur Diskussion über „Starke Kommunen für eine starke Metropolregion“ am Beispiel Friedberg ein – in die Kreisstadt.

In Frankfurt jagt ein Großereignis das nächste: Mehr als zwei Millionen Menschen kamen zur Internationalen Automobil Ausstellung IAA Ende September und zum Jubiläum der Einheitsfeiern am 3. Oktober. Tausende werden zur weltweit größten Buchmesse in dieser Woche erwartet. Rekorde erzielen allerdings auch die Mietpreise in Frankfurt. Zudem wird der Wohnraum immer knapper. Und auch die Flächen für Gewerbegebiet sind begrenzt. Zugleich sind die Gewerbesteuern in Frankfurt deutlich höher als im Umland. Gute Voraussetzungen also für die Kommunen im Umland, von der Attraktivität der Metropole zu profitieren und sich selbst zu profilieren?

Erfolgreich auf dem internationalen Markt

Die Firma TEKO Gesellschaft für Kältetechnik, gegründet 1982 in Frankfurt, bezog 1994 ihr erstes Gebäude in der Carl-Benz-Straße 1 in Altenstadt. „Mit damals 25 Mitarbeitern“, so Kurt Kohr, geschäftsführender Gesellschafter des Unternehmens und viel weniger als den heute 30.000 Quadratmetern Firmengelände. Heute beschäftigt TEKO rund 200 Mitarbeiter, hat Niederlassungen in Russland, Polen und Frankreich.

Am 15. Oktober ist die TEKO Gastgeberin für das Wirtschaftsforum Wetterau 2015. Die Veranstaltung der Wirtschaftsförderung Wetterau in Kooperation mit der Fachhochschule Gießen-Friedberg und der Hessen Trade & Invest (HTAI) widmet sich Fragen rund um das Thema Internationalisierung. Wie können Firmen aus der Region auf ausländischen Märkten Fuß fassen? Welche Standortfaktoren machen die Wetterau für internationale Unternehmen interessant?

Fragen, auf die der IHK-Geschäftsführer Robert Malzacher und die HTAI-Experten Rainer Waldschmidt und Khaled Snouber eingehen werden. TEKO-Vertriebsleiter Andreas Meier referiert zum Thema aus Unternehmersicht – und lädt die Gäste zum Besuch der Fabrikationshalle ein. Bernd Uwe-Domes und Klaus Karger, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Wetterau (wfg), erläutern, dass sie die wfg „als Dienstleister im Netzwerk von Standort und Unternehmen“ verstehen. Beginn der Veranstaltung ist um 18 Uhr, ein „Come together“ für 20.30 Uhr geplant. Der Eintritt ist frei. Fragen zur Veranstaltung werden von der wfg unter 06031/692144 beantwortet.

Stärken des Wetteraukreises im Wettbewerb der Regionen

Welches Profil, welche Stärke der Wetteraukreis und einzelne Kommunen im Kreis haben, ist eine der Fragen, der die Veranstaltung „Starke Kommunen für eine starke Metropolregion“ nachgeht. Zu ihr lädt die Friedrich-Ebert-Stiftung für den 29. Oktober 2015 in die Villa Trapp (Ockstädter Straße 6) nach Friedberg ein.

Eine Einladung mit Vorschusslorbeeren für den Wetteraukreis, denn „der Wetteraukreis hat rechtzeitig damit begonnen, die zeitgemäßen Umbaumaßnahmen selbst in die Hand zu nehmen, um mit der Entwicklung Schritt zu halten“. Einer Entwicklung, in der sich die Regionen im Wettbewerb befinden, wenn es um attraktive Lebens-, Arbeits- und Standortbedingungen geht. „Der Erfolg hängt jedoch auch davon ab, in wie weit gesellschaftlichen Veränderungen und deren Ansprüchen in einer Region Rechnung getragen werden.“

Nach der Begrüßung durch Magda Schirm vom Landesbüro Hessen der Friedrich-Ebert-Stiftung diskutieren auf dem Podium Lisa Gnadl, Mitglied des Hessischen Landtags, Bernd-Uwe Domes, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Wetterau, sowie Rouven Kötter, Bürgermeister von Wölfersheim, und Michael Keller, Bürgermeister der Kreisstadt. Die Moderation hat Lars-Henning Metz vom Hessischen Rundfunk. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr.  Anmeldung bis 23. Oktober unter fes.de/lnk/friedberg oder per E-Mail an landesbuero.hessen@fes.de

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